Fußballbundesliga: Union Berlin will gegen DFB-Urteil zu Spiel gegen Bochum vorgehen

Das DFB-Sportgericht hat Bochum nach dem Feuerzeugwurf im Spiel gegen Union den Sieg zugesprochen. Dagegen will das Präsidium des Berliner Vereins nun Berufung einlegen.



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Fußballbundesliga: Dirk Zingler, Präsident des 1. FC Union Berlin
Dirk Zingler, Präsident des 1. FC Union Berlin
© Andreas Gora/​dpa

Der 1. FC Union Berlin will die Niederlage vor dem DFB-Sportgericht wegen des Feuerzeugwurfs im Spiel gegen den VfL Bochum nicht hinnehmen. Das Präsidium habe entschieden, Berufung einzulegen, hieß es in einer Mitteilung.

Zuvor hatte das DFB-Sportgericht in einer mündlichen Verhandlung pro Bochum entschieden. Die Partie, die am 14. Dezember 1:1 auf dem Spielfeld ausgegangen war, soll mit 2:0 für das Gästeteam gewertet werden. Die Berufung wird nun am Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes abgehalten. 

„Der eigentliche unsportliche Skandal hat nach dem Ereignis auf dem Rasen und heute vor Gericht stattgefunden“, sagte Dirk Zingler, Präsident des Berliner Vereins. „Wir werden daher alle uns zur Verfügung stehenden rechtlichen Mittel ausschöpfen und gegen das heutige Urteil vorgehen. Dieses Urteil schadet dem Fußball enorm, wird das nicht zu akzeptierende Werfen von Gegenständen aber nicht verhindern.“ 

Bochums Torwart Patrick Drewes war kurz vor Schluss von einem Feuerzeug am Kopf getroffen worden. Er hatte die Partie nicht zu Ende spielen können. „Für eine besondere Schauspieleinlage von Herrn Drewes oder für ein Komplott oder eine Schmierenkomödie haben wir nicht die entsprechenden Anhaltspunkte bekommen“, sagte Stephan Oberholz als Vorsitzender des Gremiums nach der rund dreistündigen mündlichen Verhandlung auf dem DFB-Campus.