
München – In den Büroräumen an der Säbener Straße rauchen seit Wochen die Köpfe. Selbst in der Länderspielpause konnte Sportvorstand Max Eberl die Füße nicht hochlegen. Immerhin hat man beim FC Bayern keinen Nine-to-five-Job, wie jüngst Ex-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge in der AZ klarstellte. Während es für die Mannschaft in die heiße Phase der Saison geht, muss Eberl noch wichtige Personalentscheidungen treffen. Allen voran in der Causa Leroy Sané. Lässt man den Flügelflitzer mit einem Marktwert von 45 Millionen Euro ablösefrei ziehen oder verlängert man?
AZ-Info: Zwei Vereine sind heiß auf Sané
„Ich gehe davon aus, dass der Sportvorstand in den nächsten Wochen Gespräche führen wird und dann Entscheidungen gefällt werden“, meinte Rummenigge am Wochenende. „Man kann den Spielern schlecht zumuten, bis zum Juni zu warten.“ Recht hat Rummenigge. Auch könnte man die Entscheider-Position bei Sané, der von einer Verlängerung nicht abgeneigt ist, verlieren. Der Grund: Zwei Vereine sind laut AZ-Informationen heiß auf den Nationalspieler. Vor allem der FC Arsenal kann sich eine Verpflichtung gut vorstellen. Gunners-Coach Mikel Arteta kennt Sané aus seiner Zeit als Co-Trainer bei Manchester City.
Dazu kommt, dass der Zweite der Premier League einen Flügelflitzer sucht. Ein ablösefreies Schnäppchen wie Sané würde also perfekt ins Beuteschema der Gunners passen. Eine weitere Spur führt aktuell zum FC Liverpool. Auch der ehemalige Klub von Jürgen Klopp hat den Nationalspieler auf der Transferliste für den kommenden Sommer. Dort wird ein Nachfolger für Mohamed Salah gesucht, der Liverpool am Saisonende nach acht erfolgreichen Jahren verlassen könnte. Allerdings gibt es einen Hacken: Lange warten wollen und werden die beiden Spitzenklubs aus England nicht auf ihren Wunschspieler.
FC Bayern will Kader „in Gänze“ mit in die USA nehmen
Auch wenn es von beiden Klubs noch keine Deadline gibt, muss eine baldige Entscheidung her. Ansonsten könnte das Interesse abflachen, ein anderer Außenstürmer bei der Kaderplanung in den Fokus rücken. Der Sané-Countdown läuft. Sollte der 29-Jährige den Rekordmeister im Sommer nach fünf Jahren verlassen, wird er die Klub-WM in den USA noch mitnehmen. Obwohl sein Arbeitspapier eigentlich nur bis zum 30. Juni datiert ist.
Das bestätigte Vorstandsboss Jan-Christian Dreesen bei der Trophy-Präsentation am Montagnachmittag. Es „sei klar, dass wir den Kader soweit es geht in Gänze mitnehmen“. Für den Fall der Fälle haben die Münchner die Option, auslaufende Arbeitspapiere für die Turnierzeit, also bei einer Finalteilnahme bis zum 13. Juli, zu verlängern.

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Gespräche zwischen Sané-Seite und FC Bayern laufen
Bedeutet: Neben Sané werden auch Thomas Müller, Eric Dier und Keeper Sven Ulreich beim Turnier dabei sein. Ob die Klub-WM auch zur großen Abschiedstournee für Sané wird? Die Gespräche darüber laufen. Auch wenn der gebürtige Essener Gehaltseinbußen (aktuell rund 17 Millionen Euro pro Jahr) in Kauf nehmen würde, könnte das Gehalt am Ende zum Knackpunkt werden.
Nach den üppigen Verlängerungen mit Alphonso Davies, Jamal Musiala und Joshua Kimmich muss Eberl nun umso mehr seinen vom Aufsichtsrat geforderten Sparplan umsetzen. Ein neuer Millionen-Kontrakt würde den Spielraum für hochkarätige Neuzugänge massiv einengen. Wohl ein Grund, warum man beim FC Bayern bisher mit einer Verlängerung zögert. Immerhin wollen die Granden um Ehrenpräsident Uli Hoeneß im Sommer Florian Wirtz an die Isar locken. Laut „Sky“ fordert Leverkusen zwischen 120 und 130 Millionen Euro, plus Prämie. Nicht gerade ein Schnäppchen.
Eberl: „Wir wissen, was Sané kann“
Ein weiterer Aspekt sind die Leistungsschwankungen von Sané, auch wenn Eberl jüngst betonte: „Er muss nicht für sich werben. Wir wissen, was er kann.“ Auch wenn die Leistungskurve nach oben zeigt, fehlt Sané in seinen Aktionen oft der letzte Tick, auch das Quäntchen Glück, um die Bayern-Bosse restlos von einer weiteren Zusammenarbeit zu überzeugen. Doch nun braucht es eine Entscheidung. Hop oder Top. Verlängerung oder Abschied. Die Zeit läuft.
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