Wollläuse: Wie entfernt man die Schädlinge richtig?

Ein von Wollläusen befallenes Blatt eines Gummibaumes

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Stand: 12.02.2026 12:47 Uhr

Watteartige weiße Gebilde und klebrige gelbe Blätter: An diesen Merkmalen lässt sich ein Befall mit Wollläusen feststellen. Wie man die Schädlinge loswird und warum man schnell handeln sollte.

Wollläuse, auch Schmierläuse genannt, siedeln sich mit Vorliebe an Blättern und Stängeln an und ernähren sich vom Saft der Pflanzen. Typisch für die Schädlinge sind ihre weißen, wattebauschartigen Ausscheidungen. Auch das Wurzelwerk kann befallen werden, in diesem Fall spricht man von Wurzelläusen. Betroffen sind sowohl Garten- als auch Zimmerpflanzen wie etwa Birkenfeige (Ficus), Gummibaum, Kakteen, Orchideen oder Yucca-Palmen.

Watteartige Ausscheidungen sind typisch für Schmierläuse

Eine von Wollläusen befallene Pflanze.

Wollläuse lassen sich vor allem an watteartigen Ablagerungen erkennen.

Neben den typischen Wachsabsonderungen, die an Watte oder Wolle erinnern, scheiden Wollläuse zudem klebrigen Honigtau aus, der die Pflanzenteile bedeckt. Dieser führt nicht selten zu Rußtaupilz, einem schwarzen Belag auf den Blättern. Je nach Schwere des Befalls färben sich die Blätter zunächst gelb und rollen sich zusammen, bis sie schließlich ganz abfallen.

Schnell handeln bei einem Befall mit Wollläusen

Da die weiblichen Schmierläuse alle zwei Monate bis zu 600 Eier legen, sollte man bei einem Befall schnell handeln:

  • die betroffene von gesunden Pflanzen separieren
  • die befallene Pflanze an einen möglichst kühlen, hellen Standort mit hoher Luftfeuchtigkeit stellen
  • die Pflanze nach befallenen Stellen absuchen, häufig sitzen die Tiere auf den Unterseiten der Blätter oder in den Blattachsen
  • die Schädlinge mit einem feuchten Tuch entfernen, stark befallene Pflanzenteile abschneiden
  • anschließend die Blätter wiederholt besprühen, als Hausmittel eignen sich etwa eine Mischung aus Wasser und etwas Alkohol oder eine Seifenlösung mit Spiritus (1 l Wasser und je 15 ml Spiritus und flüssige Kernseife), alternativ bietet der Fachhandel fertig gemischte, ölhaltige Präparate an

Sind die Wurzeln befallen, muss die Pflanze umgetopft werden. Die Wurzeln komplett von der Erde befreien, sorgfältig mit Wasser abbrausen und neu einpflanzen. Den Topf vorher desinfizieren oder einen neuen verwenden. Die alte Erde nicht im Kompost entsorgen.

Auch Nützlinge können die Schädlinge erfolgreich und umweltschonend bekämpfen. Für Zimmerpflanzen eignet sich etwa der australische Marienkäfer, der nur in Innenräumen eingesetzt wird. Bei Gartenpflanzen können die Schlupfwespe und die Larven der Florfliege zum Einsatz kommen. Die Tiere sind im Fach- und Onlinehandel erhältlich.

Vorbeugende Maßnahmen bei Wollläusen

Damit es gar nicht erst zum Befall mit Wollläusen kommt, helfen einige vorbeugende Maßnahmen. So sollte man bereits beim Kauf einer neuen Pflanze unbedingt darauf achten, dass diese gesund und frei von Schädlingen ist. Danach sind die richtige Pflege und ein guter Standort ausschlaggebend. Schmierläuse verbreiten sich besonders gern in einer trockenen und warmen Umgebung, wie sie etwa durch Heizungsluft vorherrscht. Der Standort sollte deshalb nicht zu warm und außerdem hell sein. Auch eine ausreichende Luftfeuchtigkeit ist wichtig.

Häufige Fragen zu Wollläusen

Bei einem Befall mit Wollläusen alle Pflanzenteile zunächst abwischen, dann wiederholt mit einer Mischung aus Wasser und Alkohol oder einer Seifenlösung mit Spiritus besprühen. Im Fachhandel gibt es alternativ fertig gemischte, ölhaltige Präparate zu kaufen. Sind die Wurzeln befallen, diese komplett von der Erde befreien, mit Wasser abbrausen und neu einpflanzen.

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