Wolfgang Kubicki will neuer FDP-Chef werden. Kurzfristig könnte das seiner Partei helfen – auf lange Sicht aber ihr Ende besiegeln. Hoffnung macht sein Herausforderer.
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An dem Abend, an dem die FDP aus dem Bundestag flog, gelang
Wolfgang Kubicki eine treffende Selbstbeschreibung. Auch er werde die
Verantwortung für die Wahlniederlage übernehmen, sagte er im Februar 2025 in
einer Talkshow bei Welt TV. Schließlich sei er maßgeblich am Wahlkampf
beteiligt gewesen. „Ich bin dann nicht derjenige, der die Partei in den
nächsten Jahren aus dem Tal des Jammers wieder herausführt“, sagte Kubicki.
Der Moderator hakte nach: Sei seine jahrzehntelange Karriere
jetzt also vorbei? Kubicki antwortete, er sei nicht mehr derjenige, der der FDP
ein neues Profil geben könnte. Und fügte dann mit Blick auf den 40-jährigen
Moderator hinzu: „Schon vom Alter her nicht – ich mein, ich könnte Ihr Vater
sein!“
