

Liedermacher und Dichter Wolf Biermann (89) plant für den Herbst 2026 drei große Jubiläumskonzerte. Unter dem Titel „Warte nicht auf beßre Zeiten!“ tritt er am 21. Oktober in der Kölner Philharmonie, am 3. November in der Hamburger Elbphilharmonie und am 20. November im Leipziger Gewandhaus auf. Die Tickets sind ab sofort erhältlich. Die Konzertorte sind nicht zufällig gewählt.
Biermanns legendärer Auftritt in Köln jährt sich 2026 zum 50. Mal. Jenes Konzert von 1976 wurde ihm zum Verhängnis – die DDR-Führung nutzte es als Anlass, den unbequemen Künstler auszubürgern. Die anschließende Protestwelle gilt unter vielen Historikern als ein Wendepunkt in der deutsch-deutschen Geschichte.
Freunde und Weggefährten auf der Bühne
Bei den Festkonzerten wird Biermann, der am 15. November 90 Jahre alt wird, nicht allein auf der Bühne stehen. Unter dem Motto „Wolf Biermann & Freunde“ treten bei jeder Veranstaltung wechselnde Künstler und Weggefährten an seiner Seite auf. Der Liedermacher wird auch seine bekanntesten Lieder und Gedichte selbst vortragen.
Fast zwölf Jahre lang hatte die DDR den Künstler mit einem totalen Auftritts- und Publikationsverbot belegt. Biermann beugte sich jedoch nicht. Seine Werke wurden heimlich in den Westen geschmuggelt, in zahlreiche Sprachen übersetzt – und seine wachsende Bekanntheit schützte ihn letztlich vor einer Verhaftung.
Neues Album, neues Buch und ein Kinofilm
Das Jubiläumsjahr hält noch weit mehr bereit als die drei Konzerte. Biermann veröffentlicht ein Album mit neuen Songs sowie eine „Essentials“-Zusammenstellung seiner bekanntesten Stücke. Zur Frankfurter Buchmesse im Herbst erscheinen zudem neue Buchpublikationen bei Penguin Random House. Am 29. Oktober 2026 startet außerdem der Dokumentarfilm „Biermann“ bundesweit in den Kinos.
Darüber hinaus ist ein Solo-Konzert in Berlin geplant. Und am 6. November 2026 veranstaltet die Bundesstiftung Aufarbeitung das „Festival des kritischen Geistes“ anlässlich des 50. Jahrestags der Ausbürgerung.
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