WM-Qualifikationsturnier: DBB-Frauen siegen dreistellig gegen die Philippinen

Deutschlands Alina Hartmann macht einen Korb gegen die Philippinen

Stand: 12.03.2026 • 22:03 Uhr

Auf dem Weg zur Heim-WM haben die deutschen Basketballerinnen trotz einiger Defensivprobleme den zweiten Sieg unter dem neuen Bundestrainer Olaf Lange eingefahren.

Gegen den klaren Underdog Philippinen feierte das Team um WNBA-Profi Leonie Fiebich am Donnerstag (12.03.2026) in der WM-Qualifikation im französischen Villeurbanne einen deutlichen 113:80 (68:48)-Erfolg. Zum Auftakt des Turniers hatten die Deutschen tags zuvor Südkorea mit 76:49 geschlagen.

Bundestrainer Lange trotz Sieg „frustriert“

„Das ganze Spiel war ich frustriert mit unserer Defense“, sagte Lange bei „Magenta“: „80 Punkte können wir gegen so einen Gegner nicht zulassen.“ Insgesamt sei die Verteidigung „nicht gut“ gewesen, offensiv habe sein Team „relativ gut“ gespielt. Der Coach erinnerte jedoch auch daran, dass Nyara Sabally geschont worden sei, auch Fiebich und Alexis Peterson hätten weniger Minuten gespielt.

Deutschland erzielte erstmals seit 2019 wieder über 100 Punkte, Emily Bessoir war gegen die Philippinerinnen mit 25 Zählern und 13 Rebounds beste Werferin beim Favoriten. Langes Mannschaft, die als Gastgeber ihr Ticket für die WM-Endrunde sicher hat, nutzt die fünf Partien in Frankreich zur Vorbereitung auf die Medaillenmission bei der Weltmeisterschaft in Berlin (4. bis 13. September).

Ohne Satou Sabally und Marie Gülich

Dabei fehlen wichtige Stützen wie Starspielerin Satou Sabally oder die etatmäßige Kapitänin Marie Gülich. Nächster Quali-Gegner sind am Samstag (20.30 Uhr) die mit WNBA-Stars gespickten Französinnen. Dort wartet gegen den Olympia-Zweiten von 2024 der erste richtige Härtetest für Lange, der das Bundestraineramt im Vorjahr von der Kanadierin Lisa Thomaidis übernommen hatte. Danach geht es noch gegen Kolumbien (Sonntag) und Nigeria (Dienstag).

Gegen die Philippinen dominierten die Deutschen, bei denen WNBA-Spielerin Sabally nach ihrem Einsatz gegen Südkorea aussetzte, dank ihrer Größenvorteile am Brett; schnell zog der EM-Fünfte davon. Während sich das Lange-Team noch einige defensive Nachlässigkeiten erlaubte, kam es im zweiten Viertel vor allem in der Offense ins Rollen und baute den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 20 Punkte aus.

Auch Bühner mit starker Leistung

Auch zu Beginn des dritten Viertels ließen die Deutschen zu viele Punkte des Außenseiters zu, letztlich setzte sich jedoch die individuelle Klasse durch. Neben Bessoir glänzte auch Frieda Bühner (19 Punkte). Mitentscheidend war das Rebound-Duell von 55:26 zugunsten der Auswahl des Deutschen Basketball Bundes.