WM-Qualifikation: Deutschlands Basketballer verlieren in Kroatien

Deutschlands Johannes Thiemann (Nummer 32) zieht zum Korb der Kroaten

Stand: 27.02.2026 • 22:43 Uhr

Welt- und Europameister Deutschland hat in der Qualifikation für die Basketball-WM 2027 seine erste Niederlage kassiert.

Dem weiterhin ungeschlagenen Gastgeber Kroatien unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Àlex Mumbrú am Freitagabend (27.02.2026) in Zagreb 88:93 (50:46) und bleibt damit Tabellenzweiter der Vierergruppe E. Zuvor hatte die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) ihre Spiele gegen Israel und auf Zypern klar gewonnen.

Mumbrú fehlten in Kroatien neben den wie üblich nicht verfügbaren NBA-Profis auch weitere Top-Akteure wie Andreas Obst, Johannes Voigtmann, Maodo Lo, Daniel Theis oder Isaac Bonga aus Gründen der Belastungssteuerung.

Dennoch zeigte die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes im Drazen Petrovic Basketball Center von Zagreb eine couragierte Leistung. Nach dem ersten Viertel führte der Welt- und Europameister mit sechs Punkten (26:20). Auch, weil das deutsche Team Kroatiens Star Mario Hezonja lange Zeit gut unter Kontrolle hatte.

Kroaten drehen auf

Das änderte sich im zweiten Viertel. Hezonja, der am Tag zuvor noch in der Euroleague beim Real-Sieg gegen Bayern München auf dem Parkett gestanden hatte, übernahm nun immer mehr das Kommando. Doch Deutschland hielt gut dagegen und lag zur Pause weiter knapp vorne (50:46)

Nach dem Seitenwechsel lieferten sich beide Teams weiter einen intensiven Schlagabtausch. Mitte des dritten Abschnitts verlor Deutschland erstmals etwas die Kontrolle über die Partie. Auch, weil Hezonja jetzt heiß lief und die Gastgeber in Führung brachte.

Kroatien zog im Schlussabschnitt auf sieben Punkte davon. Das deutsche Team hielt aber mit großem Einsatz dagegen und ging durch den erst 20 Jahre alten Jack Kayil noch einmal in Führung (84:83). Doch dann leisteten sich die Gäste ein paar Fehler zu viel und kassierten die erste Niederlage.

Mumbrú: „Zu viele Fehler für ein enges Spiel gemacht“

„In der ersten Hälfte hatten wir offensiv und defensiv einen guten Rhythmus und haben uns an den Gameplan gehalten“, sagte Mumbrú: „Im dritten Viertel haben wir einige Lay-ups und Dreier zu einfach abgegeben. Wir haben zu viele Fehler für ein enges Spiel gemacht.“ Es habe ihn „nicht überrascht, dass Kroatien so stark war“.

Der Trainer der deutschen Basketball-Nationalmannschaft – Àlex Mumbrú

Bester Werfer im DBB-Team war David Krämer mit 22 Punkten, als Topscorer der Kroaten kam Dario Saric auf 23 Punkte.

Schon am Sonntag (ab 18 Uhr im Liveticker auf sportschau.de) kommt es in Bonn zum Rückspiel. Dann hat die deutsche Mannschaft die Chance, mit einem Sieg in entsprechender Höhe den Direktvergleich zu gewinnen und Platz eins doch noch zu erobern.

Die ersten drei Teams der Gruppe erreichen die zweite Qualifikationsphase, die Resultate werden mitgenommen. Mit den drei besten Mannschaften aus der Staffel F (Lettland, Polen, Österreich, Niederlande) wird eine neue Gruppe gebildet. Die besten drei Teams erreichen die WM-Endrunde ab Anfang September in Katar.