Durch den heftigen Wintersturm „Kristin“ sind in Portugal mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Ein Autofahrer starb, als sein Fahrzeug nördlich von Lissabon von einem umstürzenden Baum getroffen wurde. Weiter nördlich in der Stadt Carvide wurde eine Person von einem umherfliegenden Blech getroffen, eine andere in ihrem teilweise eingestürzten Haus verschüttet, wie der staatliche TV-Sender RTP unter Berufung auf den Zivilschutz berichtete. Bei Silves wurde eine Niederländerin leblos in ihrem Auto gefunden, das im Wasser versunken war.

Der Sturm war am frühen Morgen mit voller Wucht auf die Küste des Urlaubslandes getroffen. Die Behörden riefen die Menschen besonders betroffener Regionen auf, zunächst zu Hause zu bleiben, wie die staatliche Nachrichtenagentur Lusa meldete.

Umgestürzte Bäume, starke Niederschläge teilweise als Schnee und über die Ufer getretene Flüsse legten Bahnen lahm und machten Straßen unpassierbar. Schulen mussten geschlossen bleiben und zeitweise waren bis zu einer Million Haushalte ohne Strom, wie RTP berichtete.

Der Sturm zog dann weiter Richtung Osten nach Spanien ab. Auch dort kam es wegen Schneefalls zu erheblichen Verkehrsproblemen wie etwa in Madrid. Zudem fiel der Schulunterricht in Andalusien aus. An den Küsten wie auch auf Mallorca wurde vor hohem Wellengang gewarnt. Auf der beliebten Urlaubsinsel stürmte und hagelte es. Für Ibiza warnte der spanische Wetterdienst Aemet vor Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 90 Kilometer pro Stunde.
