„Wild wuchern“, Roman von Katharina Köller: Holzhacken ist auch keine Lösung – Kultur

Man könnte diesen Roman in zwei Schubladen stecken: in die für das Genre des Nature Writing. Oder in die der literarischen Aufarbeitungen häuslicher Gewalt. Diese Sortierung drängt sich beim Lesen schnell auf, denn der Roman beginnt damit, dass eine Frau panisch in die Berge flieht, nachdem ihr Mann sie verprügelt hat, mal wieder. Ganz vorn im Buch wird vor „expliziten Darstellungen von körperlicher und seelischer Gewalt“ gewarnt. Beide Lesarten sind nicht ganz falsch, aber trotzdem nicht richtig.