Am 10. Mai startet der „ZDF-Fernsehgarten“ wieder. Schon jetzt stehen die Sendetermine und die dazugehörigen Mottos fest. Aber werden die einzelnen Sendungen durchgehend von Andrea Kiewel moderiert? Bereits 2025 musste die Moderatorin unfreiwillig pausieren. Die AZ hat beim ZDF nachgehakt.
Angespannte Situation: Darf Andrea Kiewel nach Deutschland pendeln?
Seit 26 Jahren – mit einjähriger Unterbrechung 2008 aufgrund von Schleichwerbevorwürfen – steht Andrea Kiewel für das beliebte Musik-Format vor der Kamera. Der Ansturm auf die kommenden Shows ist riesig. Über 16.000 Menschen wollten teilweise gleichzeitig Tickets ergattern. Aber ob die einzelnen Sendungen tatsächlich stattfinden können wie geplant, ist noch gar nicht sicher.
In Andrea Kiewels Wahlheimat Israel herrscht noch immer Notstand. Das Land befindet sich seit den schockierenden Terroranschlägen der Hamas 2023 im Krieg. Die Eskalation im Iran macht die Lage in der Region noch unsicherer – das hat auch Auswirkungen auf den Flugverkehr. Der Flughafen Ben Gurion nahe Tel Aviv wurde nach Angaben der Armee vor wenigen Tagen von Trümmerteilen getroffen, wie „ntv“ berichtete.
ZDF teilt mit: „Beobachten die Lage genau“
Während der „ZDF-Fernsehgarten“-Saison pendelt Andrea Kiewel eigentlich zwischen dem Mainzer Lerchenberg und Tel Aviv. Das kann nun aber zum Problem werden, denn die Situation im Nahen Osten ist nach wie vor unberechenbar. Vergangenes Jahr musste Kiwi bereits bei einer Moderation aussetzen, weil sie nicht nach Deutschland reisen konnte. Damals übernahmen TV-Kollegen Joachim Llambi und Lutz van der Horst die komplette Sendung. Für die fehlende Gastgeberin gab es viel Kritik. Vom ZDF bekam Kiewel dennoch Unterstützung.
Wie wird kurz vor Start der neuen Saison mit dem möglichen Problem umgegangen? Gibt es einen Notfallplan, sollte Andrea Kiewel erneut nicht zum „Fernsehgarten“ reisen können? Auf Anfrage der AZ teilt eine Sprecherin mit: „Das ZDF beobachtet die politische Lage und deren eventuelle Auswirkungen auf den Fernsehgarten genau.“ Was genau das bedeutet, darüber schweigt sich der Sender aus. Dennoch wird darauf hingewiesen, dass die 20 geplanten Liveshows zwar schon terminiert sind, aber „Änderungen vorbehalten“ werden. Damit kann das ZDF im Fall der Fälle schnell handeln und einzelne Shows notfalls umplanen oder gar verschieben.
Knallhartes Aus von Stefan Mross: „Fernsehgarten“-Konkurrent wird abgesetzt
Für das Team hinter dem „ZDF-Fernsehgarten“ dürfte die aktuelle Situation in einem bereits angespannten Klima nicht einfach sein. Vor wenigen Tagen etwa wurde das TV-Aus der Kult-Sendung „Immer wieder sonntags“ mit Stefan Mross publik. Die Einschaltquoten lagen in einem ähnlichen Bereich wie beim „Fernsehgarten“. Wöchentlich schalteten ungefähr eine Million Menschen ein – trotzdem ist nach 13 neuen Folgen noch in diesem Jahr Schluss.

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Ob Mross‘ ZDF-Konkurrenz bereits zittern muss und hinter verschlossenen Türen über einen „Fernsehgarten“-Fortbestand diskutiert wird, ist öffentlich nicht bekannt. Doch klar ist: Ein prominenter Name wie Andrea Kiewel schützt nicht vor einem Rauswurf, wie das Beispiel Stefan Mross zeigt. Mit „hallo deutschland“ trennt sich bald ein weiteres bekanntes Format von gleich drei TV-Kollegen: Tim Niedernolte, Lissy Ishag und Babette von Kienlin müssen gehen. Es bleibt also spannend, wie sich die Situation für den „ZDF-Fernsehgarten“ weiter entwickelt.
