Was läuft im Fernsehen? Die besten Filme im TV-Programm zu Dreikönig – Medien

Once Upon a Time in … Hollywood

Tragikomödie, Pro Sieben, Montag, 23.15 Uhr

Quentin Tarantino sucht in seinem bislang letzten Film von 2019 ganz bewusst die Nähe zu den Sechzigern, an deren Ende sich im amerikanischen Kino wie in der Gesellschaft eine Aufbruchsstimmung breitmachte wie lange nicht mehr. Once Upon a Time … ist gleichermaßen eine Reminiszenz an diese Jahre als auch eine alternative Erzählung: Tarantino nimmt Anleihen bei der Realität, ändert jedoch entscheidende Fakten, wie die Morde der Manson-Family, und erfindet eigene Wahrheiten. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive eines Western-Darstellers, gespielt von Leonardo DiCaprio, dessen Karriere sehr gut einen Kick verkraften könnte. Wie häufig bei Tarantino ist es nicht weit bis zur nächsten Gewalteskalation; und Größenwahn ist der Normalfall bei den meisten Figuren. Darunter verbergen sich Angst und Hilflosigkeit.

Die Dinge des Lebens

Drama, Arte, Montag, 20.15 Uhr

Fünf Filme hat der Regisseur Claude Sautet mit Romy Schneider gedreht, dieser ist der erste davon – und wohl auch der wichtigste, der bedeutsamste. An Schneiders Seite ist Michel Piccoli, die beiden spielen ein Paar, Hélène und Pierre, das zusammenlebt, obschon er mit einer anderen verheiratet ist. Dieser Pierre verunglückt bei einem Autounfall schwer und ringt um sein Leben. In dieser Grenzsituation schälen sich in Rückblenden die wegweisenden Momente dieses Mannes heraus; Erfolge und Niederlagen, ergriffene und verpasste Chancen, Situationen, die ihn mit Stolz erfüllen und mit Scham – die Dinge des Lebens eben. Zu denen gehört auch, dass die Zuschauer andere Wahrheiten über die Beziehung der beiden kennen als Hélène. Und dass der Zufall manches endgültig erscheinen lassen kann, ohne dass dem so wäre.

Die Goonies

Abenteuer, Super RTL, Dienstag, 20.15 Uhr

Die Idee von Steven Spielberg, das Drehbuch von Chris Columbus (der bald darauf selbst Regie führte bei „Kevin – Allein zu Haus“ und „Mrs. Doubtfire“), die Regie von Richard Donner („Lethal Weapon“, Teile 1-4)– und im Cast der jugendlichen Darsteller der noch unbekannte Josh Brolin. Keine schlechten Voraussetzungen für ein spannendes Kino-Abenteuer, in das ein halbes Dutzend Halbwüchsiger hineinstolpert in dem anfangs etwas naiven Versuch, ihre Wohnsiedlung Goon Docks vor einem Immobilieninvestor zu retten. Der ist dann rasch aber gar nicht das zentrale Problem, sondern eine Gangsterfamilie, die auch vor einem Mord nicht zurückschrecken würde, um ihr Business zu schützen. Doch die Teenager sind für sie zu unberechenbar als Gegner, weil sie über sich hinauswachsen und überraschende Allianzen schmieden.

The Revenant – Der Rückkehrer

Western, Pro Sieben, Montag, 20.15 Uhr

Der Film brachte Leonardo DiCaprio endlich den Oscar als bester Hauptdarsteller ein, nach zuvor fünf Nominierungen, bei denen ihm der Preis versagt blieb. Der Wille, diese Trophäe endlich zu ergattern, ist in jeder Szene zu spüren – was nicht gegen die DiCaprio oder diese Figur spricht. Es ist ein Film über die Einsamkeit von Außenseitern. Zu einem solchen wird Hugh Glass endgültig, als ihn seine Kumpel während einer Expedition zurücklassen, halb tot nach dem Angriff eines Grizzlybären. Das ist nie lustig, und in den 1820ern in einer Ecke, die mal zu South Dakota gehören würde, schon gar nicht. Deshalb und weil sie einen Mord begangen haben, hat dieser von DiCaprio gespielte Glass einen heiligen Zorn auf seine treulosen Kumpane in Alejandro G. Iñárritus Western – und das werden sie zu spüren bekommen.