Warentest macht den Abwasch Diese Spülmaschine ist „mangelhaft“
20.03.2026, 19:36 Uhr
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In den meisten deutschen Haushalten sorgt eine Maschine dafür, dass der Abwasch nicht zum Streifall unter den Bewohner wird und bestenfalls auch für sauberes Geschirr verantwortlich ist. Gute Geräte gibt es für etwas mehr als 600 Euro, wie Warentest berichtet.
Um Spülhände und Rückenschmerzen zu vermeiden, erledigt bei den meisten zu Hause eine Spülmaschine den Abwasch. Doch damit das Gerät tatsächlich seinen Job erfüllt und den Inhalt sauber und energiesparend reinigt, gilt es, die Balance zwischen vier Faktoren zu finden: Mechanik, Wassertemperatur, Spüldauer und eingesetztes Spülmittel.
Die Stiftung Warentest hat aktuell 19 neue Einbaugeräte zu Preisen zwischen 450 und rund 1560 Euro untersucht. 14 von ihnen mit einer Standardbreite von 60 Zentimetern, 5 taugen mit 45 Zentimetern Breite auch für schmale Küchen. Im Testfeld gab es vollintegrierte Geräte, bei denen das Bedienfeld von außen unsichtbar ist, sowie teilintegrierte mit sichtbarer Bedienblende vorn. Zusätzlich zu den neuen Geräten wurden die beiden besten Maschinen des Vorjahres, den neuen Probanden gegenübergestellt.
Geprüft wurde jede Spülmaschine anhand von zahlreichen Spülgängen sowohl im Eco-Programm als auch im Automatik- und Kurzprogramm: Wie sauber werden Teller, Tassen, Gläser, Besteck und Töpfe? Wie gut trocknet das Geschirr? Wie gut passt sich die Maschine im Automatikprogramm an die Schmutz- und Geschirrmenge an? Wie viel Strom und Wasser verbrauchen die Programme − und wie lange dauern sie?
Vorjahressieger erneut die besten, Ikea-Gerät „mangelhaft“
Ergebnis: Die vollintegrierte Siemens SN87TX00CE und die teilintegrierte Siemens SN57TS00CE holten erneut den Testsieg, kosten aber auch 955 beziehungsweise 1047 Euro und sind damit vergleichsweise teuer (beide „gut“, Note 2,1). Und eine Spülmaschine ist „mangelhaft“: Die vollintegrierte 60 cm breite Ikea-Maschine reinigte und trocknete im Eco-Programm sehr schlecht.
Wer nur Platz für eine 45 Zentimeter breite Maschine hat, muss sich hingen mit Mittelmaß zufriedengeben. Kein Gerät schnitt mit „gut“ ab.
Schwachpunkt aller Geschirrspüler, egal ob breit oder schmal, ist das Trocknen. Nicht nur bei Kunststoff war dies eine Herausforderung, auch mit Porzellan taten sich viele Geräte schwer. Kunststoff speichert wenig Wärme − das Wasser verdunstet auf diesem Material besonders schlecht, am Ende waren oft noch Wassertropfen auf dem Geschirr zu finden. Porzellan speichert dagegen Wärme besser und nutzt die Restwärme des heiß gespülten Geschirrs zum Verdunsten des Wassers. Daher kommt es meist trockener aus dem Spüler, hatte im Test aber oft Flecken. Die getesteten Siemens-Geräte schafften es immerhin, in mindestens einem Programm gut zu trocknen.
