Wahlen in Japan: Sanae Takaichi bekommt die größtmögliche Macht

Sanae Takaichi ist nun endgültig die starke Frau Japans. Nur drei Monate nach der Ablösung ihres farblosen Vorgängers haben die Wähler die erste Ministerpräsidentin des Landes mit einer äußerst komfortablen Mehrheit ausgestattet. Takaichi begeistert die Massen.

Mit ihrem charmanten und energiegeladenen Auftreten hat sie die konservative LDP sogar für viele junge Japaner wieder wählbar gemacht: Mit dem koreanischen Präsidenten Lee spielte sie Schlagzeug. Von Donald Trump erhielt sie einen Tag vor der Wahl eine Liebeserklärung mit Einladung nach Washington per Social-Media-Post.

Den Japanern gefällt, wie Takaichi ihr Land zurück auf die Weltbühne bringt – auch gegenüber China.

Asiatische Erzrivalen

Mit ihren Äußerungen, dass Japan gemeinsam mit den USA eingreifen könnte, wenn Peking nach dem demokratischen Taiwan greifen sollte, hat sie den schwersten Disput der asiatischen Erzrivalen seit Langem entfacht.

Xis harte diplomatische Gangart hatte die Japaner einschüchtern sollen. Doch mit der klaren Unterstützung für Takaichi haben sie nun auch nach Peking ein deutliches Zeichen gesendet.

Der Druck aus China hat das Volk eher geeint und Takaichi auch noch Argumente an die Hand gegeben für den Ausbau der Verteidigung, die bestmögliche Abkopplung von Chinas Rohstoffen – und eine enge Bindung an die westlichen Verbündeten von Washington bis nach Europa.