Nach seinem schweren Sturz von mehr als zwei Jahren feierte Norwegens Aleksander Aamodt Kilde in diesem Winter sein Comeback. Für mehr reichte es nicht – Olympia sagte er nun ab.
Norwegens Alpin-Star Aleksander Aamodt Kilde muss seinen Traum von der dritten Olympiamedaille bei seinen vierten Olympischen Spielen bereits vor dem Start der Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo begraben. Der 33-Jährige gab am Dienstag (03.02.2026) sein vorzeitiges Saisonende und damit auch sein Olympia-Aus bekannt.
Kilde: „Körper braucht mehr Zeit als der Kopf“
Kilde, der in diesem Winter sein Comeback nach einer Rückenverletzung aus dem Januar 2024 gefeiert hatte, erklärte in einem Instagram-Post: „Ich habe gelernt, dass die Rückkehr nach komplexen Verletzungen mehr Zeit benötigt und härter ist, als ich dachte.“ Der 21-fache Weltcupsieger und zweimalige WM-Medaillengewinner habe jetzt „entschieden, dass meine Saison zeitiger als geplant endet.“ Sein Körper habe ihm nach der plötzlichen Rückkehr ins Full-Speed-Training gezeigt, „dass er mehr Zeit benötigt, als mein Kopf möchte.“
Rang elf als beste Saisonplatzierung
Der Alpin-Star, der mit US-Ausnahmefahrerin Mikaela Shiffrin zusammen ist, war im Januar bei der Anfahrt in Wengen gestürzt und in die Fangnetzte geknallt. Nach dem Sturz musste er teilweise im Rollstuhl sitzen. In dieser Saison konnte er noch nicht an frühere Erfolge anknüpfen, seine beste Platzierung war ein elfter Platz in der Abfahrt von Beaver Creek im Dezember.
„Zurückkommen war der Sieg“
„Überhaupt zurückzukommen war der eigentliche Sieg“, schieb Kilde. „Jetzt jage ich den nächsten großen Sieg.“ An ein Karriereende will der norwegische Speedexperte aber nicht. „Ich bin weiterhin hier, um Rennen zu gewinnen. Und aktuell bedeutet das, auf lange Sicht zu planen.“
