Drei junge Leute warfen in Hamburg Flaschen von einer Fußgängerbrücke auf ein Auto. Nun stehen sie vor Gericht – wegen versuchten Mordes.
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Es ist der 15. September
2025, kurz nach Mitternacht. Steven L., ein Restaurantmanager, hat Feierabend. Nahe
den Hamburger Landungsbrücken steigt der 31-Jährige in sein Auto, um nach Hause zu fahren. Die Straße
entlang des Hafens ist fast leer, nur ein Taxi ist vor ihm unterwegs. Die Fahrbahn
ist gut beleuchtet, und plötzlich sieht Steven L. vor sich im Schein der
Lichter ein Scherbenmeer. Er geht direkt vom Gas, fährt langsam weiter, da gibt
es einen Knall. Irgendetwas prallt auf seiner Windschutzscheibe auf. Er hört
ein Bersten und Klirren, Tausende Glassplitter ergießen sich in den Innenraum
des Autos. Steven L. tritt die Bremse durch. Und kommt unverletzt
davon.
