

Der acht Jahre alte Junge aus Frankfurt, der seit Mittwoch vermisst wurde, ist wohlbehalten aufgefunden worden. Wie die Polizei am späten Freitagabend mitteilte, war er in einem Wohnhaus im südhessischen Heppenheim lokalisiert worden. Er ist unversehrt.
Zuvor hatte die Polizei bekannt gegeben, dass Noah von seiner Mutter mitgenommen wurde, nachdem ihn am Mittwoch ein Fahrdienst an der Schule abgesetzt hatte. Die Mutter ist nicht mehr sorgeberechtigt. Der Junge war demzufolge anderweitig untergebracht. Nach Angaben des Sozialdezernats der Stadt Frankfurt hatte die Stadt den Jungen im Herbst vergangenen Jahres auf richterlichen Beschluss hin in Obhut genommen.
Nach Angaben eines Polizeisprechers war die Mutter mit ihrem Sohn nun bei einem Bekannten untergekommen. Schon am Freitagmorgen hatten sich die Hinweise verdichtet, dass ein familiärer Hintergrund vorliege und der Junge nicht, wie zunächst befürchtet, von einem unbekannten Dritten aus dem Bahnhofsviertel mitgenommen worden war.
Junge befindet sich in Obhut des Jugendamts
„Der Junge wurde nun wieder in die Obhut des Jugendamtes übergeben und die Mutter nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen“, sagte der Sprecher weiter.
Der Fall hatte seit Mittwoch für große Aufmerksamkeit gesorgt. Nachdem der Junge nicht zum Treffpunkt auf dem Schulhof vor Unterrichtsbeginn erschienen war, wurde er als vermisst gemeldet. Die Polizei leitete daraufhin eine groß angelegte Suche ein.
„Die Suche wurde durch Boote der Wasserschutzpolizei sowie durch einen Hubschrauber der Polizeifliegerstaffel unterstützt, um ausschließen zu können, dass sich der vermisste Noah noch im räumlichen Umfeld der Schule aufhält“, sagte der Polizeisprecher. Schließlich wurden auch sogenannte Mantrailer eingesetzt, speziell geschulte Hunde, die Gerüche von Personen aufnehmen und sie verfolgen können.
