Venezuela: Explosionen in der Hauptstadt Caracas

In der venezolanischen Hauptstadt Caracas haben sich Medienberichten zufolge eine Reihe von Explosionen ereignet. Auf vom Fernsehsender NTN24 veröffentlichten Bildern waren Explosionen und Rauchwolken zu sehen. Mehrere davon sollen sich im Gebiet La Carlota ereignet haben, wo ein Stützpunkt der venezolanischen Luftwaffe liegt. Auf einem Video des Senders VPItv war zu sehen, wie mehrere Hubschrauber über die nächtliche Stadt fliegen. Auch Mitarbeiter der Nachrichtenagenturen Reuters und AFP berichteten von Explosionen und Geräuschen von Flugzeugen oder Hubschraubern.

Was der Auslöser der Explosionen war, blieb zunächst unklar. Die venezolanische Regierung äußerte sich zunächst nicht zu den Vorfällen, die gegen 2 Uhr Ortszeit (7 Uhr MEZ) begannen. Gegen 2.15 Uhr dauerte der Lärm noch an, um 2.38 Uhr soll es eine weitere Explosion in Caracas gegeben haben.

Der amerikanische Fernsehsender CNN meldet, Reporter vor Ort hätten Explosionen beobachtet. In Teilen von Caracas sei der Strom ausgefallen. Lokalen Medien zufolge gab es auch Explosionen außerhalb der Hauptstadt.

Trump hatte Venezuela immer wieder mit Angriffen gedroht

Auch in Online-Netzwerken wurden Bilder von großen Bränden mit Rauchsäulen veröffentlicht. Allerdings war es nicht möglich, den genauen Ort der Aufnahmen festzustellen. Die Explosionen ereigneten sich offenbar im Süden und Osten der venezolanischen Hauptstadt.

Im Raum steht die Frage, ob es sich möglicherweise um einen Angriff des US-Militärs handeln könnte. Der Konflikt zwischen den USA und Venezuela war zuletzt immer weiter eskaliert. Die US-Streitkräfte haben vor der Küste Venezuelas zahlreiche Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge und Soldaten zusammengezogen. Das Militär versenkte zuletzt eine Reihe von angeblichen Drogenbooten, die Küstenwache beschlagnahmte mit Sanktionen belegte Öltanker. US-Präsident Donald Trump bestätigte zudem einen Angriff auf ein Hafengebiet in dem südamerikanischen Land.

Zuletzt hatte Trump zudem von der Möglichkeit von US-Angriffen auf das venezolanische Festland gesprochen. Darüber hinaus hatte er gesagt, dass die Tage von Venezuelas linksnationalistischem Staatschef Nicolás Maduro „gezählt“ seien.

Die USA werfen Venezuela vor, den Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten aktiv zu fördern und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu gefährden. Venezuelas Präsident Maduro vermutet dagegen US-Pläne zu seinem Sturz und ein Bestreben der USA, sich der riesigen venezolanischen Erdölvorkommen zu bemächtigen.

Am Donnerstag zeigte sich Maduro jedoch offen für Gespräche mit den USA. „Wo immer sie wollen und wann immer sie wollen“, sagte er im Staatsfernsehen mit Blick auf mögliche Gespräche mit den USA über die Bereiche Drogenhandel, Öl und Migration. Maduro betonte jedoch auch die Wehrhaftigkeit seines Landes: „Das nationale Verteidigungssystem hat die nationale Integrität, den Frieden des Landes und die Nutzung unserer Territorien garantiert und garantiert dies weiterhin“, erklärte er.