Uschi Glas (81) träumte schon früh von einem Leben als Schauspielerin. Bei ihrem Wunsch, in der Filmbranche durchzustarten, erfuhr die Münchnerin nicht viel Unterstützung. Als Jugendliche in den 60er-Jahren wurde von Glas Bodenständigkeit erwartet. Sie sollte einen sicheren Berufsweg einschlagen – ein Job als Schauspielerin war dabei nicht vorgesehen. Um ihren eigenen Traum zu erfüllen, widersetzte sich Glas den Wünschen ihrer Eltern…
Uschi Glas über Vater: „Hätte ich nicht sagen können“
Uschi Glas erzählt im BR-Format „Nachtlinie„: „Ich hab mir das vorgenommen, dass ich selbstständig und nicht abhängig sein möchte. Das war für mich wirklich wichtig. Aber meinem Vater hätte ich das natürlich nicht sagen können.“ Sie habe in ihrer Jugend erst als Sekretärin gearbeitet. Doch der Wunsch, Schauspielerin zu werden, habe nie nachgelassen.
Die Münchnerin schildert: „Dann hatte ich irgendwann das Filmangebot für diese Minirolle… Da waren vier junge Mädchen dabei, die alle Schulmädchen gespielt haben. Und ich dann eben auch.“ Glas spielt auf den Film „Der unheimliche Mönch“ von 1965 an, der unter anderem in Hameln gedreht wurde.
Entsetzen über Uschi Glas‘ Entscheidung: „Du kommst sofort zurück!“
Als die heutige Kult-Schauspielerin dann für die Dreharbeiten vereiste, habe sie ihre Mutter angerufen: „Mutti, ich bin jetzt in Hameln. Ich mache jetzt einen kleinen Film.“ Josefa Glas (†82) sei von den Plänen ihrer Tochter nicht begeistert gewesen. Ihre Antwort: „Das sagst du gleich dem Vater!“ Die junge Uschi war gezwungen, Tacheles zu reden. „Ja, Vati, ich bin jetzt in Hameln. Ich mach einen Film“, habe sie Christian Glas (†82) gebeichtet. Das Entsetzen war groß, die Reaktion fiel eindeutig aus: „Du kommst sofort zurück! Sofort! Keine Widerrede!“

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Familienkrach: „War erst mal Katastrophe“
Uschi Glas war ein Freigeist – dem Befehl ihres Vaters folgte sie nicht. Die Schauspielerin habe Christian Glas die Stirn geboten und gesagt: „Nein, ich komme nicht zurück, weil ich bin jetzt volljährig. Ich hab den Vertrag unterschrieben und jetzt mach ich das.“ In der Familie sorgte ihre Eigenwilligkeit für Ärger. „Dann war natürlich erst mal Katastrophe.“ Doch Uschi Glas weiß: Ihrer damaligen Zielstrebigkeit hat sie den späteren Schauspielerfolg zu verdanken.
Sohn Ben Tewaag teilt gegen Uschi Glas aus
Ein harmonisches Familienleben ist Glas eigentlich sehr wichtig. Zu Beginn ihrer Karriere musste die Harmonie jedoch weichen. Auch später in ihrem Leben kam es zu Unstimmigkeiten zwischen der Münchnerin und ihren Liebsten. Glas‘ ältester Sohn Ben Tewaag (49) warf ihr 2016 vor, dass ihr „die eigenen Kinder voll am Arsch vorbeigehen“. Das Verhältnis zwischen der Schauspielerin und Ben schien sehr angespannt. Neben ihm hat Uschi Glas einen weiteren Sohn (Alexander) und eine Tochter (Julia) aus ihrer ersten Ehe mit Filmproduzent Bernd Tewaag (78).
