
US-Präsident Donald Trump will das Kennedy Center für darstellende Künste in Washington, D. C. für Renovierungsarbeiten schließen lassen. Das Kulturzentrum im Herzen der US-Hauptstadt soll im Juli für rund zwei Jahre
schließen, kündigte der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social
an.
So soll ein „müdes, kaputtes und
heruntergekommenes Center – eines, das seit vielen Jahren sowohl
finanziell als auch baulich in schlechtem Zustand ist – in eine
Weltklassebastion für Kunst, Musik und Unterhaltung“ verwandelt werden,
schrieb Trump in den sozialen Medien.
Künstler sagen aus Protest Auftritte ab
In dem prunkvollen Bau des Kennedy
Centers am Potomac-Fluss werden traditionell alle Genres von Theater,
Tanz und Musik gezeigt. Das Haus wurde nach dem früheren Präsidenten
John F. Kennedy (1917–1963) benannt. Im
Dezember wurde das Kennedy Center umbenannt in The Donald J. Trump and The John F. Kennedy Memorial Center for the Performing Arts. Das hatte zu Protest
geführt: Mehrere Künstlerinnen und Gruppen sagten ihre Auftritte ab.
Zuletzt tat dies der Komponist Philip Glass, der ankündigte, seine 15.
Sinfonie Lincoln zurückzuziehen, da die heutigen Werte des Zentrums
seiner Ansicht nach in „direktem Konflikt“ mit der Botschaft des Werks
stünden. Bereits Anfang Januar teilte die Washington National Opera mit,
ihre Aufführungen vom Kennedy Center zu verlegen.
Trump hatte bereits kurz nach seinem Amtsantritt mehrere Mitglieder des Kuratoriums des Kennedy
Centers entlassen, selbst den Vorsitz übernommen und den früheren
US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, zum Präsidenten gemacht.
