Wenige Tage vor den Australian Open (12. Januar bis 1. Februar) hat Alexander Zverev sein Match beim United-Cup-Gruppenspiel Deutschlands gegen Polen verloren. Gegen den aufschlagstarken Hubert Hurkacz fand Deutschlands Nummer eins keinen Weg ins Spiel – und zeigte mehrfach seinen Frust.
Zverev war gegen den Polen beim 3:6, 4:6 in Sydney nicht der klar schwächere Spieler, doch Hurkacz spielte in den entscheidenden Momenten konsequenter. Der Verlauf des Matches erzürnte Zverev so sehr, dass er mehrfach mit dem Schiedsrichter diskutierte und schließlich nach einem Break gegen sich seinen Schläger zertrümmerte.
Deutschland hofft auf Eva Lys
Durch Zverevs erste Saisonniederlage steht die deutsche Auswahl gegen den Vorjahresfinalisten Polen unter Druck. Nur mit einem Sieg von Eva Lys gegen die Weltranglistenzweite Iga Swiatek wäre der zweite Sieg im zweiten Vorrundenspiel beim United Cup noch möglich. Sollte es nach den Einzeln 1:1 stehen, bringt das abschließende gemischte Doppel die Entscheidung. Zum Auftakt hatten Zverev & Co. mit 3:0 gegen die Niederlande gewonnen.
Bei einem Sieg gegen Polen wäre das deutsche Team sicher in der Runde der besten Acht. Auch bei einer Niederlage bestünde noch die Chance aufs Weiterkommen. Neben den Siegern schafft es auch der beste Gruppenzweite der drei Gruppen in Sydney in die K.-o.-Phase.
Taube sorgt für Frust bei Zverev
„Wenn er fit ist, ist er einer der besten Spieler der Welt“, hatte Zverev vor der Partie gegen Hurkacz gesagt. Der Pole, im August 2024 noch die Nummer sechs der Welt, hatte zuletzt aufgrund einer Knieverletzung monatelang pausieren müssen und feierte in Sydney sein Comeback. Von Anfangsschwierigkeiten war beim 1,96-Meter-Hünen aber nichts zu sehen. Mit seinen druckvollen Aufschlägen bereitete Hurkacz Zverev große Probleme und ging früh per Break in Führung.
Zverev wirkte schnell frustriert, diskutierte bei den Seitenwechseln mit finsterer Miene mit seinem Vater. Als bei einem Hurkacz-Aufschlag eine Taube in Zverevs Sichtfeld flog, beschwerte sich Deutschlands Nummer eins bei Stuhl-Schiedsrichter Mohamed Layani. Die Nummer drei der Welt mühte sich, konnte sich das Break aber nicht zurückholen. Satz eins ging verloren.
Zverev zerstört seinen Schläger
Der zweite Durchgang verlief weitestgehend ausgeglichen, bis der Pole sich beim Stand von 3:3 Breakbälle erspielte. Zverev ließ sich vor seinem Aufschlag viel Zeit, was ihm eine Verwarnung einbrachte – der Deutsche hatte für diese Entscheidung wenig Verständnis. Hurkacz holte sich das Break, Zverev zertrümmerte wutentbrannt seinen Schläger und war nun endgültig auf der Verliererstraße. Hurkacz, der insgesamt 21 Asse servierte, blieb bei seinem Service unantastbar und brachte das 1:0 für Polen nach Hause.
Das deutsche Team muss nun auf eine Überraschung von Lys gegen die Weltranglistenzweite Swiatek hoffen. Zverev selbst hat dann im Doppel noch die Chance auf Ergebniskorrektur.
