Ukraine-Liveticker: Selenskyj bietet Waffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen an

Angeblicher Sprengstoff an Pipeline: Russland beschuldigt Ukraine

Russland heizt nach dem Fund von Sprengstoff ​an einer Gaspipeline in Serbien Spekulationen über einen angeblichen Anschlag der ⁠Ukraine an. Zwar gebe es noch keine endgültigen Beweise, es sei jedoch höchstwahrscheinlich, dass eine Verwicklung Kiews nachgewiesen werde, sagte Kreml-Sprecher Dmitrij ‌Peskow am Montag. 

Serbien hatte am Sonntag den Sprengstoff der Turkstream-Pipeline gemeldet, durch die russisches Gas unter anderem nach Ungarn transportiert wird. ‌Der Fund könnte ‌den Wahlkampf in Ungarn beeinflussen, wo Ministerpräsident Viktor Orbán um seine Wiederwahl bangen muss. Orbán, der im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern gute Beziehungen zu ​Russland pflegt, sprach am Sonntag ⁠von einem Sabotageakt, für den er indirekt die Ukraine verantwortlich machte.

Die Situation sei potentiell sehr ​gefährlich, da es sich um eine lebenswichtige Energieleitung handele, warnte am Montag Peskow. ⁠Er warf der ‌ukrainischen Regierung vor, bereits in der Vergangenheit in Sabotageakte gegen kritische Energieinfrastruktur verwickelt gewesen zu sein.

Weshalb es Zweifel an der offiziellen Darstellung gibt und Kritiker eine Täuschungsaktion des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić zu Gunsten von Orbán vermuten, hat unser Korrespondent Michael Martens aufgeschrieben: