
Während die trilaterale Verhandlungen mit Russland und den USA am Samstag fortgeführt werden, bestimmen in der Ukraine zweistellige Minusgrade, Stromausfälle und eiskalte Wohnungen den Alltag: Kiew erlebt den härtesten Winter seit Kriegsbeginn. Aber es zeichnen sich auch Fortschritte ab: Laut Ursula von der Leyen ist der Wiederaufbau-Plan für die Ukraine fast vollendet.
Alle Ereignisse rund um den Krieg in der Ukraine und die internationale Sicherheitspolitik im Liveticker:
20:39 Uhr – Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi beendet
Der erste Tag der von den USA vermittelten Gespräche zwischen der Ukraine und Russland in Abu Dhabi ist einem Insider zufolge beendet. Weitere Einzelheiten nennt die mit der Angelegenheit vertraute Person nicht. Die Verhandlungen sollen am Samstag fortgesetzt werden.
20:09 Uhr – Selenskyj kündigt weitere Ukraine-Gespräche für Samstag an
Nach dem Auftakt der ersten direkten Gespräche zwischen Ukrainern und Russen über eine Beendigung ihres Krieges hat Präsident Selenskyj für diesen Samstag weitere Verhandlungen angekündigt. „Das ist wichtig, denn solche trilateralen Treffen gab es schon lange nicht mehr“, sagte Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. Es sei noch zu früh, um Schlussfolgerungen zu dem Treffen in Abu Dhabi zu ziehen. Vor allem müsse Russland, das den Angriff begonnen habe, bereit sein, den Krieg zu beenden.
„Fast stündlich erhalte ich Berichte von den ukrainischen Vertretern – sie befinden sich derzeit in den Emiraten, wo heute ukrainische, amerikanische und russische Delegationen zu Gesprächen zusammengekommen sind“, sagte Selenskyj.
19:29 Uhr – Ukraine-Verhandlungen in Abu Dhabi: Moskau fordert gesamte Donbass-Region
Kurz vor Verhandlungsbeginn in Abu Dhabi bekräftigte Moskau seine Maximalforderung, wonach die ukrainische Armee sich aus der gesamten Region Donbass einschließlich bisher nicht von Russland kontrollierter Gebiete zurückziehen soll.
Das emiratische Außenministerium bestätigte den Beginn der Gespräche, die am Samstag fortgesetzt werden sollen. Vorangegangen war ein Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Putin und dem US-Gesandten Steve Witkoff in Moskau sowie ein Treffen des ukrainischen Staatschefs Selenskyj mit US-Präsident Trump in Davos.
Russland dringt seit Langem darauf, die vollständige Kontrolle über die Donbass-Region zu übernehmen. Dies sei „eine sehr wichtige Bedingung“, bekräftigte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow kurz vor Beginn der Gespräche. Solange dies nicht geschehe, sei es „sinnlos, auf den Abschluss eines langfristigen Abkommens zu hoffen“. Kiew, das noch etwa 20 Prozent der ostukrainischen Donbass-Region kontrolliert, lehnt eine Abtretung des Gebiets entschieden ab.
17:10 Uhr – Merz lobt trilaterale Gespräche in Abu Dhabi
Kanzler Merz lobt die Gespräche der Ukraine mit den USA und Russland in Abu Dhabi. „Dass diese Gespräche jetzt so stattfinden, wie sie stattfinden, ist unser gemeinsamer Wille und abgesprochen mit den Vereinigten Staaten von Amerika“, sagt Merz in Rom. Es gebe eine sehr enge Abstimmung zwischen der Ukraine, Amerika und den Europäern.
„Präsident Selenskyj hat ja in dieser Woche auch eine endgültige Zustimmung von den Amerikanern bekommen für die Sicherheitsgarantien, die wir hier gemeinsam ausverhandelt haben“, fügt er mit Blick auf vorangegangene Gespräche in Berlin und Genf hinzu.
17:06 Uhr – Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi haben begonnen
Die ersten direkten Gespräche zwischen der Ukraine und Russland seit Monaten haben begonnen. Das teilte das Außenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) mit. Die von den USA vermittelten Verhandlungen, die auch am Samstag fortgesetzt werden sollen, finden in der Hauptstadt des Golfstaats, Abu Dhabi, statt.
15:00 Uhr – Polen plant Straffreiheit für polnische Bürger, die in der Ukraine kämpfen
In Polen nehmen die Arbeiten an einem Gesetz Gestalt an, das polnische Staatsbürger von Strafverfolgung freistellt, die in den Streitkräften der Ukraine gegen Russland gekämpft haben. Der Entwurf sieht neben Straffreiheit auch eine Amnestie für bereits Verurteilte vor. Abgedeckt werden sollen Einsätze rückwirkend bis 2014. Die entsprechenden Parlamentsausschüsse haben Änderungen gebilligt, eine Verabschiedung gilt als wahrscheinlich. In Polen ist der Dienst in einer fremden Armee ohne Genehmigung grundsätzlich strafbar und kann mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden.
13:26 Uhr – Kiew relativiert Berichte über Beginn der Gespräche in Abu Dhabi
Das Büro des ukrainischen Präsidenten hat Berichte über einen bereits erfolgten Start der Gespräche in Abu Dhabi relativiert. Präsidentenberater Dmytro Lytwyn erklärte, ein Teil der beteiligten Teams sei bereits vor Ort, weshalb einzelne Fragen möglicherweise schon informell erörtert würden. Dabei handele es sich jedoch um Gespräche mit Teilnehmern, die nicht als offizieller Teil der Verhandlungen zu werten seien. Die eigentlichen Gespräche sollen wie geplant später am Abend beginnen.
13:08 Uhr – Berlin zweifelt an Moskaus Kompromissbereitschaft in Abu Dhabi
Die Bundesregierung hat sich skeptisch zu den Gesprächen zwischen der Ukraine, den USA und Russland über ein Ende des Ukraine-Kriegs in Abu Dhabi geäußert. Vize-Regierungssprecher Stefan Meyer erklärte, man begrüße zwar trilaterale Treffen grundsätzlich, es gebe jedoch erhebliche Zweifel daran, „inwieweit Russland bereit ist, von Maximalforderungen wirklich Abstand zu nehmen“. Ein Friedensschluss müsse auf einen langfristigen und nachhaltigen Frieden abzielen und dürfe Russland keine „Atempause“ für neue Angriffe verschaffen, sagte Meyer.
12:23 Uhr – Russland gibt Rekordsumme für Beerdigungen und Denkmäler gefallener Soldaten aus
Russische Behörden haben im Jahr 2025 über staatliche Aufträge Rekordsummen für Beerdigungen und Gedenkstätten gefallener Soldaten im Krieg gegen die Ukraine ausgegeben. Nach Berechnungen des russischen Mediums Wjorstka flossen mehr als 111 Millionen Rubel (1,25 Millionen Euro) in Denkmäler für Teilnehmer der sogenannten „Spezialoperation“, weitere mindestens 17,8 Millionen Rubel (200.000 Euro) in Bestattungen. Damit liegen die Ausgaben deutlich über den Vorjahren. Die Kosten für eine einzelne Beerdigung wurden je nach Region mit bis zu 77.000 Rubel (865 Euro) veranschlagt. Besonders viele entsprechende Aufträge gab es in den entlegenen sibirischen Regionen Nowosibirsk, Komi und im fernöstlichen Autonomen Kreis Tschukotka, der an Alaska grenzt.
12:17 Uhr – Schwere demografische Krise in der Ukraine
In der Ukraine hält der demografische Rückgang an. Nach Angaben des Justizministeriums wurden im vergangenen Jahr 168.778 Neugeborene registriert, während 485.296 Menschen starben. Damit kommen derzeit rund drei Todesfälle auf ein Neugeborenes. Zwar verlangsamt sich der Rückgang der Geburtenrate nach dem Einbruch von 25 Prozent im Jahr 2022, doch liegt die Zahl der Geburten im Vergleich zu 2021 weiterhin um das 1,6-Fache niedriger. Mit einer Fertilitätsrate von nur noch einem Kind pro Frau verzeichnet die Ukraine aktuell eine der niedrigsten Geburtenraten weltweit.
12:08 Uhr – Ukraine-, US- und Russland-Gespräche in Abu Dhabi bereits gestartet
Die Gespräche zwischen Delegationen der Ukraine, der USA und Russlands in Abu Dhabi haben nach Angaben von Sky News bereits begonnen. Zuvor war berichtet worden, dass die Verhandlungen erst am Abend starten sollten. Der Sender teilte mit, unklar sei derzeit, ob sich die ukrainische und die russische Delegation im selben Raum aufhalten.
11:54 Uhr – Laschet: EU selbst schuld, wenn sie bei Ukraine-Gesprächen nicht am Tisch sitzt
Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Armin Laschet (CDU), hat kritisiert, dass die EU bei Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Krieges außen vor bleibt. „Wir selbst reden nicht mit Russland – und deshalb muss man sich nicht wundern, wenn man nicht am Tisch sitzt“, sagte Laschet im Fernsehsender phoenix. Es sei „absurd“, dass Friedensvorschläge von europäischen Regierungen erarbeitet, aber von US-Gesandten nach Moskau überbracht würden. Zwar sei es positiv, dass Russland und die Ukraine wieder miteinander sprächen, die EU verabschiede sich jedoch aus der internationalen Politik, „indem man einfach nicht redet“.
11:46 Uhr – Ukrainer erleichtert wegen baldigen Endes der Kältewelle
In der Ukraine wird ab Beginn der kommenden Woche eine deutliche Milderung des Wetters erwartet. Die bekannte Meteorologin Natalija Didenko kündigte an, dass ab Montag eine „typische europäische Winterlage“ mit milden Temperaturen, Wind und feuchter Luft einsetze. Auch andere Wetterexperten rechnen mit dem Ende der Frostperiode und einem Temperaturanstieg um bis zu sieben Grad. Ursache seien herannahende atlantische Tiefdruckgebiete.
11:31 Uhr – Iran reagiert scharf auf Selenskyj-Rede in Davos
Nach Kritik des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Vorgehen Irans gegen Proteste hat Teheran mit ungewöhnlich scharfen Worten reagiert. Irans Außenminister warf Selenskyj in einem Beitrag auf X vor, westliche Steuerzahler auszunutzen, um „die Taschen korrupter Generäle zu füllen“, und sagte: „Die Welt hat genug von verwirrten Clowns, Herr Selenskyj.“ Der ukrainische Präsident hatte zuvor erklärt, die iranischen Proteste seien „im Blut ertränkt“ worden, während die Welt „nicht genug Hilfe geleistet“ habe. Wenn sich ein Regime nach solcher Gewalt halte, sei dies ein Signal an Unterdrücker: „Töte genug Menschen, und du bleibst an der Macht“, sagte Selenskyj in Davos.
11:24 Uhr – Kreml bekräftigt vor Treffen in Abu Dhabi Forderung nach Ukraine-Rückzug aus dem Donbass
Russland hat vor geplanten Gesprächen mit Vertretern der Ukraine und der USA in Abu Dhabi seine Forderung nach einem Rückzug ukrainischer Truppen aus dem Donbass erneuert. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte, die ukrainischen Streitkräfte müssten das Gebiet verlassen, andernfalls sei es „sinnlos, auf den Abschluss eines langfristigen Abkommens zu hoffen“. Moskau halte damit an seinen bekannten Positionen fest. In Abu Dhabi sind nach russischen Angaben Beratungen einer trilateralen Arbeitsgruppe zu Sicherheitsfragen sowie Gespräche über wirtschaftliche Themen geplant.
11:10 Uhr – Frankreich koordiniert Nothilfe für ukrainisches Stromnetz
Frankreich will die Unterstützung für das ukrainische Stromnetz gemeinsam mit den G7-Staaten sowie nordischen und baltischen Ländern koordinieren. Außenminister Jean-Noël Barrot kündigte für Freitag eine entsprechende Telefonkonferenz an. Frankreich werde der Ukraine 13 Megawatt Strom sowie rund 100 Generatoren zur Verfügung stellen. Auch weitere Teilnehmer dürften Hilfen zusagen, erklärte Barrot.
10:46 Uhr – Orbán: Ungarn wird Ukraine „in den nächsten 100 Jahren“ nicht in die EU lassen
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat einen EU-Beitritt der Ukraine auf lange Sicht ausgeschlossen. „Ich glaube nicht, dass es in den nächsten 100 Jahren ein ungarisches Parlament geben wird, das für den Beitritt der Ukrainer zur Europäischen Union stimmt“, sagte Orban. Zugleich warf er der Ukraine vor, Einfluss auf die bevorstehenden Parlamentswahlen in Ungarn nehmen zu wollen, da die amtierende Regierung eine EU-Mitgliedschaft Kiews blockiere. Die Wahlen finden am 12. April statt. Beobachter sehen Orban dabei unter wachsendem Druck durch die Opposition um Peter Magyar, der als EU-freundlich gilt.
10:22 Uhr – Ischinger: Grönland-„Zirkus“ lenkt von Ukraine-Krieg ab
Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat die Debatte um Grönland beim Weltwirtschaftsforum in Davos scharf kritisiert. Statt ein klares Signal an Russland zur Beendigung des Ukraine-Krieges zu senden, hätten sich Europäer und Amerikaner in einen „vollkommen unnötigen“ internen Streit verstrickt, sagte Ischinger im ZDF-„Morgenmagazin“. Dadurch sei das transatlantische Vertrauen beschädigt worden. Zugleich lobte er die von der EU verfolgte Doppelstrategie aus größerer militärischer Eigenständigkeit und dem Bemühen, die USA weiter einzubinden.
10:05 Uhr – Selenskyj bezeichnet russische Idee über die Nutzung der eingefrorenen Vermögenswerte als „Unsinn“
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet den russischen Vorschlag als „Unsinn“, im Westen eingefrorene russische Vermögenswerte für den Wiederaufbau eigener, russischer Gebiet wie der Region Kursk zu verwenden. Die Ukraine werde darum kämpfen, alle eingefrorenen russischen Gelder für den Wiederaufbau in der Ukraine nutzen zu können, teilt er in einem Chat mit Journalisten mit.
09:10 Uhr – Selenskyj zeichnet Rahmen für Gespräche in Abu Dhabi vor
Wolodymyr Selenskyj erklärt, dass bei dem geplanten Treffen mit Vertretern Russlands und der USA in Abu Dhabi auch über Gebietsfragen im Krieg mit Russland gesprochen werden solle. Er warte auf US-Präsident Donald Trump sowie auf ein Datum und einen Ort für die Unterzeichnung des Abkommens über US-Sicherheitsgarantien, teilt Selenskyj in einem Whatsapp-Chat mit Journalisten mit. Zudem habe er mit Trump über zusätzliche Raketen für die Luftabwehr und eine freie Wirtschaftszone gesprochen.
07:50 Uhr – Ukraine kündigt KI-Abfangsysteme gegen russische Drohnen an
Russische Kampfdrohnen vom Typ „Shahed“ würden nach Angaben aus der Ukraine bald kaum noch Städte wie Kiew, Dnipro oder Odessa erreichen. Der ukrainische Abgeordnete Roman Kostenko erklärte im Radiosender Radio NV, es sei geplant, KI-gestützte Abfangsysteme einzusetzen, die feindliche Drohnen bereits an der Grenze zerstören sollen. Ziel sei es, russische Angriffsdrohnen „als Phänomen zu beseitigen“, was noch in diesem Jahr möglich sein könnte.
07:09 Uhr – Belgiens Premier: Beschlagnahmung russischer Vermögen wäre „Kriegsakt“
Belgiens Premierminister Bart De Wever hat vor einer Konfiskation eingefrorener russischer Vermögenswerte gewarnt. Eine solche Maßnahme käme einem „Akt des Krieges“ gleich, sagte De Wever bei einer Diskussion auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Europa befinde sich nicht im formellen Kriegszustand mit Russland und könne sich einen solchen Schritt nicht leisten. Zwar blieben die Vermögen bis zum Ende des Krieges eingefroren, über ihre Verwendung werde jedoch erst im Rahmen eines Friedensabkommens entschieden. De Wever betonte zugleich, er setze sich dafür ein, dass die Gelder später für Entschädigungen und den Wiederaufbau der Ukraine genutzt würden.
06:11 Uhr – Ukrainischer Drohnenangriff auf Öllager in russischer Stadt Pensa
Bei einem mutmaßlichen Drohnenangriff ist am frühen Freitagmorgen in der russischen Stadt Pensa ein Feuer auf einem Öllager ausgebrochen. Die Stadt liegt einige hundert Kilometer südöstlich von Moskau. Nach Angaben des Gouverneurs der Oblast gab es zunächst keine Verletzten. In der Region wurde zeitweise Luftalarm ausgerufen.
04:39 Uhr – Taiwan bietet Ukraine Gespräche über Raketenteile an
Taiwan hat der Ukraine Gespräche zur Bekämpfung der Sanktionsumgehung angeboten. Hintergrund sind Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, wonach Russland unerlaubt Raketenkomponenten aus Taiwan bezieht. Der taiwanische Präsident Lai Ching-te schrieb auf der Plattform X, man begrüße einen weiteren Informationsaustausch, um illegale Lieferungen über Drittländer und die verschleierte Endverwendung zu unterbinden. Eine Stellungnahme aus Kiew lag zunächst nicht vor.
04:12 Uhr – „Besonders auf dem Schlachtfeld“ – Putin betont seinen fortbestehenden Kriegswillen
Dem Kreml-Berater Juri Uschakow zufolge hat der russische Machthaber Wladimir Putin nach dem Treffen mit US-Gesandten unterstrichen, dass Russland „aufrichtig interessiert“ sei an einer diplomatischen Lösung. „Bis dies erreicht ist, wird Russland weiterhin konsequent die Ziele der speziellen Militäroperation verfolgen. Dies gilt besonders auf dem Schlachtfeld (…)“, so Uschakow. Die Gespräche mit Gesandten der USA bezeichnete er als „substanziell, konstruktiv und sehr offen“.
03:35 Uhr – Wiederaufbau-Plan auf Zielgeraden
Die Arbeiten an einem milliardenschweren Aufbauplan für die von Russland angegriffene Ukraine sind nach Angaben von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen weitestgehend abgeschlossen. Die Europäische Union, die Vereinigten Staaten und die Ukraine stünden kurz vor einer Einigung, sagte die deutsche Spitzenpolitikerin nach einem EU-Sondergipfel in Brüssel. Der Plan zeige auf, wie der Wohlstand der Ukraine direkt nach einem Waffenstillstand oder Frieden gesteigert werden könne.
„Wir sprechen über ein einzelnes Dokument, das die gemeinsame Vision der Ukrainer, der Amerikaner und Europas für die Zukunft der Ukraine nach dem Krieg darstellt“, erklärte von der Leyen. Nach Angaben des ungarischen Regierungschefs Viktor Orban dringt die Ukraine auf ein Versprechen, dass in den ersten zehn Jahren nach Waffenstillstand 800 Milliarden US-Dollar (etwa 680 Milliarden Euro) zur Verfügung gestellt werden.
03:12 Uhr – Russland bestätigt trilaterales Treffen
Russland hat nach Gesprächen mit US-Gesandten einem trilateralen Treffen mit den USA und der Ukraine noch am Freitag in Abu Dhabi offiziell zugestimmt. Für Moskau werde Admiral Igor Kostjukow, der Chef des Militärgeheimdienstes GRU, die Verhandlungen leiten, teilte das russische Präsidialamt am frühen Freitagmorgen mit. Zudem sei ein separates Treffen zu Wirtschaftsfragen zwischen dem US-Gesandten Steve Witkoff und dem Chef des russischen Staatsfonds RDIF, Kirill Dmitrijew, vereinbart worden.
01:35 Uhr – Nach 3,5 Stunden: Putin-Witkoff-Verhandlungen beendet
Nach mehr als 3,5 Stunden sind in der Nacht die Verhandlungen in Moskau über ein Ende des Krieges in der Ukraine zu Ende gegangen. Das teilte der Pressedienst des Kremls nach dem Treffen zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff mit. Über Ergebnisse wurde zunächst nichts bekannt.
00:55 Uhr – Angriffe im Südosten der Ukraine
Bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen auf zwei Ortschaften im Südosten der Ukraine ist ukrainischen Angaben zufolge ein Mensch getötet und mehr als 20 weitere Personen verletzt worden. Betroffen sind dem Gouverneur der Region Saporischschja zufolge einerseits die Ortschaft Komyschuwacha und die Industriestadt Krywyj Rih, wie Oleksandr Vilkul, Leiter der Militärverwaltung der Stadt, auf Telegram mitteilte. Die Stadt ist auch die Heimatstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Die Angriffe sollen Wohnhäuser, Schulen und wichtige Infrastruktur getroffen haben.
Donnerstag, 22. Januar:
21:33 Uhr – Treffen von Putin und Witkoff im Kreml hat begonnen
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff ist im Kreml von Russlands Präsident Wladimir Putin empfangen worden. Die Gespräche haben begonnen, wie der Kreml auf seinem Telegramkanal mitteilte. Zuletzt hatte der Kremlchef den Vertrauten von US-Präsident Donald Trump Anfang Dezember empfangen. Die Gespräche damals hatten fünf Stunden gedauert – aber keinen Durchbruch gebracht.
Witkoff wird diesmal in Moskau erneut von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner begleitet. Die beiden waren schon im Dezember gemeinsam zu Gesprächen im Kreml. Für Witkoff ist es bereits der siebte Russland-Besuch als Sondergesandter. Der 68-Jährige soll eine Lösung für die Beendigung des nunmehr fast vier Jahre währenden russischen Kriegs in der Ukraine vermitteln. Kritiker haben ihm in der Vergangenheit aber mehrfach vorgeworfen, zu stark russische Positionen übernommen zu haben.
20:46 Uhr – US-Unterhändler in Moskau eingetroffen
Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sind zu Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau eingetroffen. Das Flugzeug der beiden ist Daten der Flugüberwachungsseite Flightradar24 zufolge am Abend in der russischen Hauptstadt gelandet. Thema ist ein Friedensabkommen für die Ukraine. Die Gesandten kommen aus der Schweiz, wo sie ukrainische Vertreter getroffen haben.
17:35 Uhr – Selenskyj verkündet Einigung mit Trump über US-Sicherheitsgarantien
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Einigung mit US-Präsident Donald Trump über US-Sicherheitsgarantien für das von Russland angegriffene Land verkündet. Das Thema Sicherheitsgarantien sei „erledigt“, sagte Selenskyj am Donnerstag vor Journalisten in der Schweiz. „Das Dokument muss von den Seiten, von den Präsidenten unterzeichnet werden und geht dann an die nationalen Parlamente“, sagte Selenskyj, der sich zuvor mit Trump in Davos getroffen hatte.
Nach dem Treffen mit Trump hatte Selenskyj betont, dass es ohne US-Sicherheitsgarantien nicht gehe. Zwar hätten Großbritannien und Frankreich ihre Bereitschaft erklärt, eine mögliche Waffenruhe mit Russland vor Ort abzusichern, aber „ohne die USA funktionieren keine Sicherheitsgarantien“. Bislang hat die US-Seite die verabredeten Sicherheitsgarantien nicht bestätigt.
Selenskyj wies zudem vor Journalisten darauf hin, dass die Fragen rund um die Zukunft der Ostukraine „noch nicht gelöst“ seien. „Es geht um den östlichen Teil unseres Landes. Es geht um das Land. Das ist die Frage, die wir noch nicht gelöst haben. Darüber, so denke ich, hat Steve Witkoff gesprochen“, sagte Selenskyj.
Der US-Sondergesandte Witkoff hatte am Morgen gesagt, die Gespräche seien weit fortgeschritten. Es gebe nur noch „ein einziges Problem“ zwischen Kiew und Moskau. Details dazu nannte der US-Gesandte, der sich erneut in Moskau aufhielt, nicht.
15:50 Uhr – Selenskyj: Erstes Treffen zwischen Ukraine, Russland und USA
Vertreter der Ukraine und Russlands sollen nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Wochenende erstmals zu einem trilateralen Treffen mit einer US-Delegation zusammenkommen. Die Gespräche sollen am Freitag und Samstag in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden, sagt Selenskyj.
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hatte zuvor angekündigt, von Moskau direkt nach Abu Dhabi fliegen zu wollen, um über einen Plan zur Beendigung des Ukrainekriegs zu beraten. Er befindet sich derzeit wie Selenskyj auf dem Wirtschaftsgipfel im schweizerischen Davos. Von dort werde er noch am Donnerstag nach Moskau reisen.
15:29 Uhr – Selenskyj kritisiert europäische Staatschefs
Selenskyj redet Europa ins Gewissen: „Manche europäischen Staatschefs sind vielleicht aus Europa, aber nicht für Europa.“ Europa sei keine Großmacht. „Zu oft richten sich die Europäer gegen sich selbst – anstatt zusammenzustehen und Russland zu stoppen.“
„Liebe Freunde, wir sollten uns nicht in die zweite Reihe degradieren. „Wir sollten nicht akzeptieren, dass Europa lediglich ein Salat voller klein- und mittelmächtiger Staaten ist.“
15:25 Uhr – Selenskyj spricht über „Putins Kriegsmaschinerie“
„Putins Kriegsmaschinerie“ läuft nach Ansicht Selenskyjs weiter. „Wenn Europa nicht als globaler Player gesehen wird, und keine bösen Akteure abschreckt, wird es immer nur reagieren.“
Russland könne ohne Komponenten aus dem Ausland keine Raketen bauen. „Europa sagt: Wir liefern nichts. Die USA sagen: Wir liefern nichts. Und trotzdem baut Russland Raketen.“ Das Land bekomme Bauteile europäischen, amerikanischen und taiwanesischen Herstellern. „Nicht nur China“
15:17 Uhr – Selenskyj bietet Hilfe in Grönland-Krise an
Selenskyj bietet seine Hilfe bei der Sicherung Grönlands an, sollte es zu Angriffen Russlands kommen: „Russische Schiffe können bei Grönland sinken, wie sie auch an der Krim sinken.“ Die Ukraine wisse, wie man kämpft. „Wenn man uns fragen würde. Wenn die Ukraine in der Nato wäre. Das sind wir aber nicht“
15:12 Uhr – „Warum können die Amerikaner Schiffe der Schattenflotte entern, und die Europäer nicht?“
Dann richtet Selenskyj seine Kritik besonders gegen Europa: „Was fehlt, ist Zeit oder politischer Wille.“ Selenskyj lobt zwar die Pläne für mögliche Friedenstruppen in der Ukraine. „Aber! Das große Aber! Wir brauchen den Rückhalt der Amerikaner. Ohne die Amerikaner sind die Sicherheitsgarantien wertlos.“
Und weiter: „Warum können die Amerikaner Schiffe der Schattenflotte entern, und die Europäer nicht?“
15:05 Uhr – Selenskyj hält Rede in Davos
„Letztes Jahr habe ich meine Rede in Davos beendet mit den Worten: Europa muss wissen, wie es sich verteidigt. Jetzt sitze ich wieder hier! Und nichts hat sich verändert“, sagt Selenskyj beim Weltwirtschaftsforum in Davos.
Er sei enttäuscht von den Europäern. Man hätte das eingefrorene russische Vermögen verwenden können gegen Russland.
„Dieser Krieg muss enden“, sagte Trump zuvor auf die Frage nach einer Botschaft an den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Das Treffen mit Selenskyj sei „gut“ gewesen, fügte der 79-Jährige hinzu.
14:44 Uhr – Trump-Selenskyj-Treffen soll gut verlaufen sein
US-Präsident Donald Trump spricht von einem sehr guten Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj. Die Botschaft an den russischen Präsidenten Wladimir Putin laute, dass der Krieg enden müsse, sagt Trump in Davos. Eine Stellungnahme der Regierung in Kiew liegt noch nicht vor. Nach Angaben des US-Präsidialamts dauerte das Gespräch etwa eine Stunde.
13:55 Uhr – Trump und Selenskyj sprechen in Davos miteinander
US-Präsident Donald Trump und der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj sind beim Weltwirtschaftsforum im Schweizer Skiort Davos zu einem Zweiertreffen zusammengekommen. Das meldet der ukrainische Rundfunksender Suspilne unter Berufung auf Selenskyjs Sprecher Serhij Nykyforow.
Im Mittelpunkt des Treffens stehen die Bemühungen um ein Ende des seit fast vier Jahren dauernden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Trump hatte die Begegnung am Vortag angekündigt.
10:39 Uhr – Selenskyj in Davos eingetroffen
Selenskyj ist zu einem Treffen mit Trump in Davos eingetroffen. Selenskyj soll beim Weltwirtschaftsforum zudem eine Rede halten und an einer Podiumsdiskussion zur Ukraine teilnehmen.
08:43 Uhr – Witkoff sieht große Fortschritte bei Ukraine-Verhandlungen
Bei den Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Krieges gibt es nach den Worten des US-Sondergesandten Steve Witkoff große Fortschritte. Er werde noch am Donnerstag nach Moskau reisen, um über eine Lösung zu sprechen, kündigt Witkoff auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos an. „Ich denke, wir haben eine Menge Fortschritte gemacht“, sagte er. Es gebe nur noch „ein einziges Problem“ zwischen Kiew und Moskau.
Doch: „Wenn also beide Seiten eine Lösung wollen, werden wir sie auch finden.“ Die Schaffung einer Freihandelszone in der Ukraine wäre Witkoff zufolge „bahnbrechend“ für die Wirtschaft des Landes. Die zollfreie Zone würde eine große Veränderung zum Aufbau der örtlichen Industrie herbeiführen.
„Ich denke, wir haben es auf ein einziges Problem reduziert, und wir haben verschiedene Varianten dieses Problems diskutiert, was bedeutet, dass es lösbar ist“, sagt Witkoff. „Wenn also beide Seiten eine Lösung wollen, werden wir sie auch finden.“
08:05 Uhr – Rund 3000 Wohnblöcke in Kiew weiter ohne Heizung
In der Kiew sind nach einem russischen Luftangriff in dieser Woche rund 3000 Wohnblöcke weiter ohne Heizung. Das hat Bürgermeister Vitali Klitschko über den Kurznachrichtendienst Telegram mitgeteilt. In der Nacht zu Donnerstag seien jedoch 227 Gebäude wieder an die Versorgung angeschlossen worden. Klitschko hatte am Dienstag mitgeteilt, dass durch einen russischen Luftangriff die Wärmeversorgung Tausender mehrstöckiger Wohnhäuser bei eisigen Temperaturen unterbrochen wurde.
05:55 Uhr – Putin will eine Milliarde Dollar eingefrorenes russisches Vermögen in „Friedensrat“ einbringen
Wladimir Putin hat erklärt, eine Milliarde Dollar us den in den USA eingefrorenen Vermögenswerten – die als Strafe für Putins vollständige Invasion der Ukraine im Jahr 2022 konfisziert wurden – an den von Donald Trump eingerichteten „Friedensrat“ für Gaza übergeben.
„Noch bevor wir die Frage der Teilnahme am Friedensrat und seiner Arbeit klären, könnten wir angesichts der besonderen Beziehung Russlands zum palästinensischen Volk meiner Meinung nach eine Milliarde Dollar aus den unter der vorherigen US-Regierung eingefrorenen russischen Vermögenswerten an den Friedensrat überweisen“, sagte Putin bei einem Treffen mit dem russischen Sicherheitsrat.
Das Angebot sei mit den USA besprochen worden, sagte Putin, und er plane, am Donnerstag bei einem Treffen mit den Trump-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau weiter darüber zu sprechen. Außerdem sei er bereit, in den USA eingefrorene Vermögenswerte für den Wiederaufbau beschädigter Regionen in der Ukraine einzusetzen. Ob er damit Regionen unter russischer oder ukrainischer Kontrolle meint, sagte er nicht.
