Ukraine-Krieg: ++ Selenskyj schlägt nach Maduro-Gefangennahme ähnliches Vorgehen gegen Kadyrow vor

Der ukrainische Präsident Selenskyj regt einen US-Einsatz gegen den tschetschenischen Präsidenten an, ähnlich dem Vorgehen gegen den venezolanischen Machthaber Maduro. Gleichzeitig sorgt Putin mit einem Jesus-Vergleich für Aufsehen. Mehr im Liveticker.

Die „Koalition der Willigen“ hat in Paris eine Erklärung für ausländische Truppen in der Ukraine unterzeichnet. Währenddessen vergleicht Putin russische Soldaten bei einer Weihnachtsfeier in Moskau mit Jesus und nennt sie Träger einer „heiligen Mission“ zum Schutz der Heimat.

Alle Ereignisse rund um den Krieg in der Ukraine und die Sicherheitspolitik in Europa im Liveticker:

21:39 Uhr – Selenskyj schließt Kriegsende bis Mitte 2026 nicht aus

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schließt angesichts von Fortschritten bei Friedensgesprächen ein Ende des Krieges in der ersten Jahreshälfte 2026 nicht aus. „Wir stellen fest, dass die Verhandlungen mit unseren europäischen Partnern und natürlich mit den USA und allen Mitgliedern der Koalition der Willigen einen neuen Meilenstein erreicht haben“, sagt Selenskyj bei einem Besuch in Zypern.

In der Hauptstadt Nikosia war die EU-Spitze zu Beginn der sechsmonatigen EU-Ratspräsidentschaft Zyperns versammelt. „Wir sind uns bewusst, dass dieser Krieg noch während Ihrer Präsidentschaft beendet werden kann“, hieß es von Selenskyj der Nachrichtenagentur Interfax Ukraina zufolge bei der Zeremonie.

21:35 Uhr – Selenskyj schlägt nach Maduro-Gefangennahme ähnliches Vorgehen gegen Kadyrow vor

Nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro schlägt der Selenskyj ein ähnliches Vorgehen gegen den Präsidenten der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, vor. „Sie haben es schnell gemacht“, sagt Selenskyj vor Journalisten mit Blick auf den US-Einsatz und fügt an: „Mögen Sie einen ähnlichen Einsatz gegen, wie heißt er noch, Kadyrow, ausführen.“

Das Vorgehen zur Absetzung Maduros habe bewiesen, dass Washington die Macht habe, Moskau zu beeinflussen, wenn es dies wirklich wolle. Eine Absetzung Kadyrows werde den russischen Präsidenten Wladimir Putin dazu bewegen, seine anhaltende militärische Offensive gegen die Ukraine „noch einmal zu überdenken“.

13:15 Uhr – Wadephul trifft Kollegen aus Paris und Warschau

Auf Ministerebene setzt Außenminister Johann Wadephul die Beratungen über den europäischen Beitrag zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine in Paris fort. Bei einem Treffen des sogenannten Weimarer Dreiecks mit seinen Kollegen aus Frankreich und Polen, Jean-Noël Barrot und Radoslaw Sikorski, werde es am Nachmittag auch um die Entwicklung robuster Sicherheitsgarantien für die Ukraine nach einem Waffenstillstand gehen. Man werde besprechen, welchen Beitrag Europa zur langfristigen Sicherheit der Ukraine leisten könne. Später soll zu dem Pariser Treffen der indische Außenminister Subrahmanyam Jaishankar hinzukommen. Die indo-europäische Zusammenarbeit soll vertieft werden, auch in Sicherheitsfragen.

11:33 Uhr – „Es gibt bereits konkrete Resultate“: Zweiter Verhandlungstag läuft an

Kyrylo Budanow, seit Januar 2026 Leiter des Präsidialamts der Ukraine, äußerte sich zum Gipfeltreffen der „Koalition der Willigen“ in Paris. Er sagte: „Nicht alle Informationen können veröffentlicht werden, aber es gibt bereits konkrete Ergebnisse. Die nationalen Interessen der Ukraine werden geschützt.“ Heute beginnt der zweite Tag der Verhandlungen in Paris. Bei den Gesprächen sucht die Ukraine die Unterstützung ihrer Verbündeten für einen Waffenstillstand, wehrt sich aber gegen die Abtretung des Donbass.

Selenskyj annoncierte derweil den Beginn der dritten Gesprächsrunde mit den amerikanischen Vertretern. Er schrieb dazu in den sozialen Medien: „Wir gehen davon aus, dass insbesondere die schwierigsten Fragen für die Zeit nach dem Krieg erörtert werden, nämlich die Fragen des Atomkraftwerks Saporischschja und der Territorien.“

08:30 Uhr – Putin zieht Parallelen zwischen russischen Soldaten und Jesus

Mitten im anhaltenden Krieg gegen die Ukraine vergleicht Russlands Präsident Putin die Aufgabe russischer Soldaten mit der Mission Jesu Christi. Jesus sei auf die Erde gekommen, um alle Menschen zu retten. „Auch die Soldaten Russlands erfüllen immer – sozusagen im Auftrag des Herrn – diese Mission“, sagte Putin bei einer orthodoxen Weihnachtsfeier in einer Kirche nahe Moskau vor Militärangehörigen und ihren Familien. In Russland habe man die eigenen Krieger zu allen Zeiten auf einer „heiligen Mission“ gesehen. Den Angriffskrieg gegen die Ukraine erwähnte Putin nicht.

06:56 Uhr – Schutztruppe für Ukraine nimmt Form an – Großbritannien und Frankreich planen Militärstützpunkte

Die internationale Schutztruppe zur militärischen Absicherung eines möglichen Waffenstillstands in der Ukraine nimmt Form an. Bei einem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen in Paris unterzeichneten Frankreich, Großbritannien und die Ukraine eine Erklärung, die dem Einsatz ausländischer Truppen in dem angegriffenen Land eine Grundlage gibt. Für Deutschland stellte Bundeskanzler Friedrich Merz erstmals die Beteiligung der Bundeswehr an einer Friedenssicherung in Aussicht – nicht in der Ukraine selbst, aber auf Nato-Boden nahe der Grenze.

Der britische Premier Keir Starmer sprach bereits von einem Einsatz britischer und französischer Streitkräfte auf ukrainischem Boden nach einem Waffenstillstand. Geplant seien „geschützte Einrichtungen für Waffen und militärische Ausrüstung“, um die „Verteidigungsbedürfnisse der Ukraine“ zu unterstützen.

04:05 Uhr – Wadephul reist zu Ukraine-Gesprächen nach Paris

Einen Tag nach dem Gipfeltreffen der Koalition der Willigen will Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) heute in Paris im Format des Weimarer Dreiecks über die Ukraine beraten. An dem Treffen nehmen der französische Außenminister Jean-Noël Barrot und der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski teil. Anschließend ist eine Begegnung mit dem indischen Außenminister Subrahmanyam Jaishankar geplant,

Dienstag, 6. Januar:

20:03 Uhr – Witkoff: Ukraine-Sicherheitspläne „weitgehend abgeschlossen“, doch eine Frage bleibt

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hat die Planungen für die Sicherheitsgarantien für die Ukraine als „weitgehend abgeschlossen“ bezeichnet. „Die Menschen in der Ukraine müssen wissen, dass wenn (der Krieg) beendet ist, dass es dann für immer ist“, sagte Witkoff nach einem Gipfeltreffen der sogenannten „Koalition der Willigen“ in Paris.

Er gestand, dass die Frage nach einer möglichen Aufgabe von Gebieten durch die Ukraine noch nicht geklärt und „ein besonders kritisches Thema“ sei.

Der zweite US-Gesandte Jared Kushner nannte das Pariser Treffen einen „wichtigen Meilenstein“. Es gebe nun „echte Schutzmechanismen“, um sicherzustellen, dass die Ukraine nicht erneut angegriffen würde.

Donald Trump sei mit den Sicherheitsgarantien einverstanden, weil er nach seinen Gesprächen mit Wladimir Putin davon ausgehe, dass bei einem Abkommen beide Seiten auf Deeskalation setzen würden, sagte Kushner.

19:57 Uhr – Merz will Ukraine-Waffenstillstand mit absichern

Friedrich Merz hat eine militärische Beteiligung Deutschlands an der Absicherung eines möglichen Waffenstillstands in der Ukraine in Aussicht gestellt. „Dazu kann zum Beispiel gehören, dass wir nach einem Waffenstillstand Kräfte für die Ukraine auf benachbartem Nato-Gebiet einmelden“, sagte er nach einem Treffen der in der sogenannten „Koalition der Willigen“ vereinten Verbündeten der Ukraine in Paris.

„Über Art und Umfang eines deutschen Beitrags müssen und werden Bundesregierung und Deutscher Bundestag entscheiden, sobald die genannten Bedingungen geklärt sind“, sagte der CDU-Vorsitzende. „Ich will für mich sagen und auch für die Bundesregierung: Wir schließen dabei grundsätzlich nichts aus.“ Das bedeutet, dass auch eine Stationierung von Bundeswehrsoldaten in der Ukraine selbst nicht ausgeschlossen ist.

Wie viele deutsche Soldaten sich beteiligen und welche Aufgaben sie übernehmen würden, bleibt aber zunächst offen. Neben Merz stellte auch Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez bei dem Pariser Gipfel erstmals das Entsenden von Truppen in Aussicht. Die spanische Regierung werde vorschlagen, die Tür für eine Beteiligung militärischer Kapazitäten in der Ukraine zu öffnen, sagte Sánchez in Paris.

19:45 Uhr – Selenskyj: Starke ukrainische Armee ist beste Sicherheitsgarantie

Nach dem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen gebe es mehr Klarheit, welches Land welchen Beitrag leisten könne, sagte Selenskyj. An den Sicherheitsgarantien müsse die Koalition noch arbeiten. Die Zusagen sollten rechtlich bindend sein. Er dankte dafür, dass die USA bereit seien, sich am Monitoring eines Waffenstillstands zu beteiligen. Eine Abschreckung Russlands von weiterer Aggression sei ein wichtiger Teil des Schutzes für die Ukraine.

Selenskyj betont, dass der wichtigste Beitrag für die künftige Sicherheit seines Lands eine starke Armee an der ⁠ukrainischen Grenze sei. Es sei künftig nach einem Waffenstillstand aber eine zweite Verteidigungslinie geplant, etwa mit den Truppen aus Frankreich und Großbritannien, sagt er. Es müsse darum gehen, einen erneuten russischen Angriff zu verhindern.

19:42 Uhr – Frankreich und Großbritannien sagen Ukraine Friedenstruppen zu

Frankreich und Großbritannien unterzeichnen mit der Ukraine eine Absichtserklärung, die eine Entsendung von Soldaten für eine multinationale ⁠Truppe nach einem Waffenstillstand vorsieht. Dies soll eine Sicherheitsgarantie für die Ukraine sein, sagt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

19:14 Uhr – EU-Ratspräsident: Ukraine erhält bindende Sicherheitsgarantien

Die EU wird die Ukraine nach einem Waffenstillstand mit Personal vor Ort und Geld ⁠unterstützen, kündigt EU-Ratspräsident Antonio Costa nach einem Treffen der Koalition der Willigen in Paris an. Es werde politisch und rechtlich bindende Sicherheitsgarantien für die Ukraine geben.

19:13 Uhr – Tusk: Einheit zwischen USA und Europa sichergestellt

Dem polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk zufolge scheint die Einheit zwischen den USA ⁠und Europa im Ukraine-Krieg zunächst gesichert. Nach dem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen in Paris sagt Tusk weiter, die Aufgabe bestehe nun darin, bei dem transatlantischen Druck auf Russland komplett ‍solidarisch zu bleiben. Nach seiner Darstellung ist die Ukraine zu Kompromissen bereit – oder sie rede zumindest ernsthaft über Kompromisse, sagt Tusk. Die Partnerstaaten hätten im Zuge der Diskussionen über Sicherheitsgarantien keine Erwartungen an Polen gestellt, Truppen in der Ukraine zu stationieren.

15:01 Uhr – Knapp 663 Quadratkilometer von Minen befreit

Das ukrainische Verteidigungsministerium teilte mit, 2025 über 66.200 Hektar befreiter Gebiete von Minen gesäubert zu haben. Unter den gesäuberten Flächen waren 2271 Hektar landwirtschaftliche Flächen, 204 Kilometer Straßen, 71 Hektar Gewässerflächen, 274 Kilometer Eisenbahnstrecken, 22 Pipeline-Kilometer sowie 86 Kilometer Stromleitungen.

14:57 Uhr – USA sollen Überwachung eines Waffenstillstands leiten

Im Fall eines Waffenstillstands in der Ukraine sollen die USA dessen Überwachung unter Beteiligung der Europäer leiten. Die USA verpflichteten sich zudem, eine geplante, von Europa angeführte internationale Truppe in der Ukraine „für den Fall“ eines neuen Angriffs Russlands auf die Ukraine zu unterstützen, heißt es in dem Entwurf einer Abschlusserklärung des internationalen Ukraine-Gipfeltreffens in Paris, der AFP vorlag. Die USA würden die von Europäern geleitete Truppe zudem bei der Aufklärung und der Logistik unterstützen. Es gebe bereits militärische Planungen „um Sicherheitsmaßnahmen in der Luft, auf See und an Land sowie für den Wiederaufbau der ukrainischen Streitkräfte vorzubereiten“, heißt es weiter in dem Entwurf, der auf dem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen zur Unterstützung der Ukraine erst noch verabschiedet werden muss. Die internationale Truppe soll sich aus Soldaten „williger Staaten“ zusammensetzen.

14:49 Uhr – Selenskyj kündigt Treffen mit US-Vertretern an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Treffen mit US-Vertretern in Paris angekündigt. Heute stünden wichtige Gespräche mit der Führungsebene der sogenannten Koalition der Willigen, dem Nato-Generalsekretär sowie ein Treffen mit Vertretern des US-Verhandlungsteams bevor, schrieb er in sozialen Medien nach seiner Ankunft in Paris. Zum Treffen erwartet werden Vertreter aus 35 Ländern, darunter auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

14:41 Uhr – Verstärkung der ukrainischen Luftverteidigung

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ⁠mit seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron über eine Stärkung der Verteidigung seines Landes gesprochen, wirbt zugleich aber für eine diplomatische Lösung des seit fast ‍vier Jahren andauernden Krieges. „Russland stellt seine Angriffe auf unser Land nicht ein, und wir müssen jetzt die Luftverteidigung verstärken, um unsere Bevölkerung, unsere Gemeinden und die kritische Infrastruktur zu schützen.“

13:34 Uhr – Friedenstruppen mit bis zu 20.000 Soldaten für die Ukraine

Bei einem möglichen Waffenstillstand könnte laut Radio Swoboda unter Berufung auf europäische Beamte ein internationaler Friedenstrupp von 15.000 bis 20.000 Soldaten in die Ukraine entsandt werden. Frankreichs Präsident Macron erklärte, bei dem Treffen in Paris solle die Zusammensetzung und das Format einer solchen Mission vorgestellt werden. Den Kern des Kontingents würden demnach Frankreich und Großbritannien mit Boden- und Luftkräften stellen, während sich die Türkei bereit erklärt habe, die Sicherheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer zu übernehmen. Konkrete Militärpläne gebe es bisher nicht. Nach Einschätzung mehrerer europäischer Quellen von Radio Swoboda könnten die Truppen im Westen der Ukraine stationiert werden – zur Unterstützung, Ausbildung und Absicherung, nicht direkt an der Front.

12:58 Uhr – Treffen von Macron und Selenskyj hat begonnen

Im Pariser Élysée-Palast hat bereits ein bilaterales Treffen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron begonnen. Selenskyj war bereits gegen 11:30 Uhr in Paris gelandet. Anschließend werden die Staats- und Regierungschefs voraussichtlich ein gemeinsames Treffen mit den US-Gesandten Kushner und Witkoff abhalten.

12:35 Uhr – Koalition der Willigen plant verbindliche Sicherheitsgarantien

Laut Bloomberg wollen europäische Staats- und Regierungschefs sowie US-Vertreter bei einem Treffen in Paris Sicherheitsgarantien für die Ukraine nach einem möglichen Kriegsende finalisieren. Diese könnten auch den Einsatz von US-Truppen einschließen, um einen Frieden mit Russland abzusichern. Diskutiert wird ein gestuftes Modell mit einer starken ukrainischen Armee an der Front, einer europäischen Absicherungstruppe und amerikanischen Sicherheitsgarantien, die auch Geheimdienstunterstützung zur Überwachung eines Waffenstillstands einschließen. Unklar bleibt, ob und wie Russland zustimmen würde, da Moskau weiterhin den Abzug ukrainischer Truppen aus dem Donbass fordert, was Präsident Selenskyj ablehnt.

10:42 Uhr – Merz: Waffenstillstand muss Souveränität der Ukraine wahren

In den Gesprächen über einen Waffenstillstand in der Ukraine will sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für umfassende Sicherheitsgarantien einsetzen. „Wir wollen einen Waffenstillstand, der die Souveränität der Ukraine wahrt“, schrieb Merz in einem Brief an die Abgeordneten der schwarz-roten Koalition. Eine Waffenruhe müsse deshalb „mit Sicherheitsgarantien der USA und Europas unterlegt“ werden. Merz nimmt am Dienstagnachmittag in Paris an einem Treffen zum weiteren Vorgehen im Ukraine-Konflikt teil. Dort werden unter anderem auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sowie der US-Sondergesandte Steve Witkoff erwartet.

10:32 Uhr – Russland beklagt Tote und Sachschäden nach ukrainischen Angriffen

Bei ukrainischen Angriffen auf russisches Gebiet sind in der Grenzregion Belgorod nach russischen Angaben zwei Menschen ums Leben gekommen. Zudem wurden aus verschiedenen Regionen Explosionen gemeldet, unter anderem ein Drohnenangriff mit anschließendem Brand auf einem Fabrikgelände im Gebiet Lipezk. In der Region Baschkortostan waren Explosionen zu hören, dort wurde angeblich ein petrochemisches Werk angegriffen. Das russische Verteidigungsministerium sprach von der Abwehr von 129 ukrainischen Drohnen.

09:57 Uhr – Militärisches Einberufungszentrum der Ukraine meldet 272 Angriffe auf Mitarbeiter

Laut der Ukrajinska Prawda wurden seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine 272 Angriffe auf Angehörige der militärischen Einberufungszentren (TCK) verübt. Vier Militärangehörige kamen dabei ums Leben. Das TCK der Region Kiew äußerte sich dazu in harschen Worten auf Facebook: „Kriegsdienstverweigerer sind niedere Kreaturen, die sich in Ecken (…) verstecken. Sie kauen in sozialen Netzwerken ihre eigene Rotze wieder (…)“ Jeder von ihnen werde dem Urteil der Gesellschaft ausgeliefert sein. Der Post schließt mit: „Ein Verweigerer ist ein Verräter, ein Feind, ein Mörder.“

08:08 Uhr – Russland umgeht Sanktionen in der Arktis mit Eisbrecher

Russland nutzt derzeit einen Eisbrecher, um trotz US-Sanktionen Flüssigerdgas zu transportieren. Laut Bloomberg ist der Tanker „Christophe de Margerie“ der einzige Eisbrecher der Schattenflotte und bereitet sich auf die dritte Lieferung seit Dezember vor. Andere Schiffe mussten den Transport wegen der dicken Eisdecke aufgeben, was zuletzt die Produktion einschränkte: Derzeit kann die Anlage „Arktik LNG-2“ nur rund 25 Prozent ihrer Kapazität nutzen. Das Flüssigerdgas soll nach China verschifft werden.

dpa/AP/AFP/rtr/jho/coh/cvb