Ukraine-Krieg: ++ EU wird von „inkompetenten Funktionären“ geführt – Kreml schließt Gespräche mit Kallas aus ++ Liveticker

Die trilateralen Verhandlungen mit Russland und den USA wurden beendet. Es wurden verschiedene Parameter zur Beendigung des Krieges diskutiert. Indes bestimmen in der Ukraine russische Angriffe den Alltag. Raketenbeschuss führte zu Stromausfällen beidseits der Grenze.

Alle Ereignisse rund um den Krieg in der Ukraine und die internationale Sicherheitspolitik im Liveticker:

13:54 Uhr – Ukraine erhält französische Kamikaze-Drohnen mit bis zu 500 Kilometern Reichweite

Die Ukraine hat von der französischen Firma EOS Technologie mehrere Kampf­drohnen vom Typ Rodeur 330 erhalten. Das berichtete „France 24“. Dabei handelt es sich um sogenannte „loitering munitions“, die sowohl zur Aufklärung als auch für Kamikaze-Angriffe eingesetzt werden können. Die Drohnen werden per Katapult gestartet, können bis zu fünf Stunden in der Luft bleiben, eine Nutzlast von bis zu vier Kilogramm tragen und Ziele in bis zu 500 Kilometern Entfernung erreichen. Das Unternehmen erklärte, die Lieferung ermögliche es, die Systeme unter realen Gefechtsbedingungen zu testen.

12:52 Uhr – Kremlsprecher Peskow: Russland wird nichts mit EU-Chefdiplomatin Kallas besprechen

Kremlsprecher Dmitrij Peskow schließt Gespräche mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas kategorisch aus. Russland werde „niemals irgendetwas“ mit Kallas diskutieren, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow im russischen Staatsfernsehen. Er sagte, die Europäische Union werde von „inkompetenten Funktionären“ geführt. In der EU gebe es derzeit keine „politischen Visionäre“, vielmehr handele es sich um Politiker, die nicht in der Lage seien, in die Zukunft zu blicken oder das aktuelle internationale Koordinatensystem zu verstehen, so Peskow weiter.

11:01 Uhr – Russland setzt weiter Chemiewaffen ein, Sorge vor Eskalation

Russische Streitkräfte haben nach Angaben der Ukraine seit Kriegsbeginn mehr als 9000-mal chemische Kampfstoffe eingesetzt, allein 6540-mal im vergangenen Jahr. Das berichtet die Sunday Times. Meist handle es sich um Gasgranaten mit Reizstoffen, doch ukrainische und europäische Stellen berichten auch vom Einsatz des Erstickungsmittels Chlorpikrin, das bereits im Ersten Weltkrieg verwendet wurde. Mindestens drei ukrainische Soldaten seien bereits daran gestorben. Westliche Geheimdienste warnen, dass Russland trotz gegenteiliger Erklärungen weiterhin über ein Chemiewaffenprogramm verfüge und bei einem festgefahrenen Krieg möglicherweise zu noch tödlicheren Substanzen wie Nervengiften greifen könnte.

09:22 Uhr – Ukraine liefert Gefechtsdaten an USA zur Ausbildung militärischer KI

Die Ukraine übermittelt den USA Kampfdaten zur Ausbildung künstlicher Intelligenz für militärische Zwecke. Wie aus Branchenkreisen hervorgeht, testet der ukrainische Rüstungscluster Brave1 gemeinsam mit dem US-Unternehmen Palantir KI-Modelle auf Basis realer Gefechtsdaten, zunächst vor allem zu russischen Drohnenangriffen und deren Abwehr. Die ausgewerteten Modelle sollen unter anderem in die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Luftabwehrinitiative „Golden Dome“ einfließen und die Fähigkeiten zur Drohnenabwehr verbessern.

07:03 Uhr – Schwerer Beschuss der russischen Grenzregion Belgorod

Die russische Grenzstadt Belgorod ist nach Angaben der Regionalregierung Ziel eines massiven Beschusses geworden, mutmaßlich mit Himars-Raketen. Nach vorläufigen Informationen habe es keine Verletzten gegeben, sagte der Gouverneur der Oblast Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow. Zugleich meldete er Schäden an Energieanlagen, es kommt überall zu Stromausfällen. Einsatzkräfte und Bereitschaftsteams seien ausgerückt, um die Lage zu erfassen und Reparaturen einzuleiten. Durch herabfallende Trümmer seien Brände ausgebrochen. Gladkow betonte, die Region bereite sich mit umfangreichen Vorsorgemaßnahmen vor und erklärte: „Krieg ist eben Krieg. Doch der zivile Alltag wird dadurch nicht aufgehoben.“

06:16 Uhr – Zerstörte Energieversorgung zeigt immer gravierendere Folgen

Die beschädigte Energieinfrastruktur in der Ukraine zieht immer schwerwiegendere Konsequenzen nach sich. In der großen Kuppel-Orangerie des Botanischen Gartens in Kiew ist die Heizung ausgefallen, die Temperaturen sanken zeitweise bis auf 0 Grad, was für die tropischen Pflanzen lebensbedrohlich ist. Das ist ein weiteres Beispiel, wie schwer die Energiekrise inzwischen wiegt. Der Versorger „Neftogas“ importiert inzwischen mehr als 50 Prozent Energie aus dem Ausland, um die Stromversorgung irgendwie aufrechterhalten zu können.

04:10 Uhr – Kein Durchbruch bei Gesprächen in Abu Dhabi, aber Bewegung im Militärblock

Bei den trilateralen Gesprächen in Abu Dhabi ist kein wesentlicher Durchbruch erzielt worden. Russland fordert weiterhin den Abzug der ukrainischen Streitkräfte aus dem Donbass, was Kiew ablehnt, berichtet das Nachrichtenportal RBK-Ukraine. Fortschritte habe es demnach vor allem im militärischen Bereich gegeben, wo unter anderem mögliche Truppenentflechtungen, Kontrollmechanismen für eine Waffenruhe, die Einrichtung eines gemeinsamen Kontroll- und Koordinierungszentrums sowie klare Kriterien für ein Waffenstillstandsregime und dessen Verletzungen erörtert wurden.

01:32 Uhr – Gespräche soll weitergehen – auch Witkoff spricht von „sehr konstruktiver“ Runde

In der kommenden Woche sind nach US-Angaben weitere Gespräche zur Beendigung des Ukraine-Kriegs in den Vereinigten Arabischen Emiraten geplant. Laut verschiedener Angaben sollen sie am 1. Februar fortgesetzt werden. Zu den am vergangenen Freitag und Samstag abgehaltenen trilateralen Gesprächen zwischen Kiew, Moskau und Washington schrieb der US-Sondergesandte Steve Witkoff auf der Plattform X, diese seien „sehr konstruktiv“ gewesen. Es seien Pläne gemacht worden, „die Gespräche nächste Woche in Abu Dhabi fortzusetzen.“

00:49 Uhr – Russland nimmt Dorf in Charkiw ein

Russland ⁠meldet ⁠die Einnahme des Dorfes Staryzja in der nordostukrainischen Region Charkiw. Der ukrainische Generalstab bestätigt dies nicht, spricht aber ‍von sechs russischen Angriffen ‍in dem ⁠Gebiet. Das russische Verteidigungsministerium meldet zudem nächtliche Angriffe ‍auf ukrainische Drohnen-Standorte ⁠und ‌Energieanlagen. ‌Die Angaben lassen ‌sich zunächst nicht ​unabhängig überprüfen.

Samstag, 24. Januar:

21:15 Uhr – Behörden melden Raketenangriff auf russische Grenzregion

Die westrussische Großstadt Belgorod nahe der Grenze zur Ukraine ist nach Behördenangaben von einem schweren Raketenangriff getroffen worden. „Unseren Informationen nach war es der massivste Raketenbeschuss Belgorods (seit Kriegsbeginn)“, schrieb der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, bei Telegram. Demnach wurden Energieanlagen getroffen. Tote und Verletzte habe es ersten Informationen nach aber nicht gegeben, fügte er hinzu.

16:31 Uhr – USA stufen Russland nicht mehr als globale Bedrohung ein

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump betrachtet Russland laut neuer nationaler Verteidigungsstrategie nicht mehr als globale Bedrohung, sondern nur noch als regionale Gefahr für Osteuropa. In dem Strategiepapier für 2026 wird Moskau zwar als „anhaltende, aber handhabbare“ Bedrohung bezeichnet, zugleich erklären die USA jedoch, Russland sei nicht in der Lage, eine Hegemonie in Europa zu erreichen. Priorität hätten künftig der Schutz des US-Territoriums und die Abschreckung Chinas. Damit unterscheidet sich die Bewertung deutlich von den US-Strategien von 2018 und 2022, in denen Russland noch als mit China vergleichbare beziehungsweise akute Bedrohung eingestuft worden war.

15:05 Uhr – Selenskyj: Gespräche in den Emiraten konstruktiv, weitere Treffen möglich

Die trilateralen Gespräche zwischen der Ukraine, den USA und Russland in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj abgeschlossen worden. Es sei das erste zweitägige Format dieser Art seit langer Zeit gewesen, bei dem „viel besprochen“ worden sei und die Gespräche „konstruktiv“ verlaufen seien, teilte Selenskyj auf seinem Telegramkanal mit. Im Zentrum hätten mögliche Parameter zur Beendigung des Krieges gestanden, zudem gebe es ein gemeinsames Verständnis für die Notwendigkeit eines amerikanischen Monitorings und einer Kontrolle des Sicherheitsprozesses. Alle Seiten hätten vereinbart, in ihren Hauptstädten Bericht zu erstatten und weitere Schritte abzustimmen; bei Bereitschaft zum Weitergehen – „und die Ukraine ist bereit“ – seien weitere Treffen, möglicherweise bereits in der kommenden Woche, denkbar.

14:41 Uhr – Nato will Ostflanke bis 2027 mit Robotern und Drohnen sichern

Die Nato plant, ihren östlichen Grenzraum zu Russland und Belarus bis Ende 2027 mit Robotern, unbemannten Systemen und automatisierten Waffen auszustatten. Ziel sei es, eine mögliche russische Aggression abzuschrecken und Verluste unter Nato-Soldaten zu minimieren, sagte Nato-Heeresgeneral Thomas Lowin der Welt am Sonntag. Die sogenannte „Abschreckungslinie an der Ostflanke“ soll auf vernetzte Sensoren am Boden, in der Luft, im All und im digitalen Raum setzen, die Daten in Echtzeit liefern – die zentrale Rolle in der Verteidigung sollen jedoch weiterhin Nato-Truppen übernehmen.

14:20 Uhr – Russland-Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi „konstruktiv“

Die Gespräche zwischen Russland und der Ukraine in Abu Dhabi haben nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate in einer „konstruktiven und positiven Atmosphäre“ stattgefunden. Der direkte Austausch habe sich auf offene Punkte des von den USA vorgeschlagenen Friedensplans konzentriert, während Moskau laut Außenministerium offen für eine Fortsetzung des Dialogs etwa in Istanbul bleibt.

13:54 Uhr – Polen plant Vertrag für „wichtigstes Drohnenabwehrsystem Europas“

Polen will bis Ende des Monats einen Vertrag zur Installation des nach Angaben der Regierung „wichtigsten Drohnen-Abwehrsystems in Europa“ unterzeichnen. Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz zufolge handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt mit internationalen Partnern, an dem vor allem polnische Firmen beteiligt sind, aber auch ausländische Konzerne wie die US-Gruppe Anduril und der norwegische Rüstungskonzern Kongsberg. Angaben zu den Kosten machte er nicht. Polen reagiert damit auf die zunehmende Bedrohung durch russische Drohnenangriffe in der Region.

13:36 Uhr – Verhandlungen laut russischer Medien vorerst beendet

Die trilateralen Gespräche zwischen der Ukraine, den USA und Russland in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind beendet worden, berichten russische Medien. Offizielle Angaben zu Ergebnissen oder möglichen Fortschritten der Verhandlungen liegen zunächst nicht vor.

11:29 Uhr – Russland greift Kiew mit selten eingesetzten Ch-22-Raketen an

Russland hat Kiew nach ukrainischen Angaben erstmals seit langer Zeit mit Anti-Schiffs-Raketen vom Typ Ch-22 angegriffen. Wie Luftwaffensprecher Jurij Ihnat erklärte, wurden zwölf Raketen von Tu-22M3-Bombern abgefeuert, neun davon abgefangen von der Luftabwehr. Der Einsatz der eigentlich zur Zerstörung von Flugzeugträgern entwickelten Ch-22 mit fast einer Tonne Sprengkopf und ballistischer Flugbahn sei beispiellos für Kiew. Abfangen ließen sich solche Raketen nur mit Patriot-Systemen.

10:48 Uhr – Ukraine-Russland-Gespräche in Abu Dhabi fortgesetzt

Die Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland in Abu Dhabi sind fortgesetzt worden, wie eine mit den Verhandlungen vertraute Quelle der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte. Im Fokus der bisherigen Gespräche standen demnach Pufferzonen und Kontrollmechanismen, ein Durchbruch gilt jedoch weiterhin als unwahrscheinlich.

10:20 Uhr – Wohl kein Kompromiss bei Gesprächen in Abu Dhabi am ersten Tag

Bei den Gesprächen in Abu Dhabi ist kein Durchbruch erzielt worden, berichtet Reuters. Russland halte weiter an der Forderung fest, dass die Ukraine den gesamten Donbass abtreten müsse, während Kiew territoriale Zugeständnisse ablehnt und keine Gebiete aufgeben will, die Moskau militärisch bislang nicht erobern konnte.

09:41 Uhr – Ukraine wirft Putin „zynischen“ Angriff während Friedensgesprächen vor

Während der von den USA vermittelter Friedensgespräche in Abu Dhabi hat Russland nach ukrainischen Angaben massive Luftangriffe auf die Ukraine geflogen. Außenminister Andrij Sybiha warf Präsident Wladimir Putin vor, die Angriffe „zynisch“ während der Verhandlungen angeordnet zu haben. Raketen und Drohnen hatten Kiew und Charkiw getroffen und Energieinfrastruktur beschädigt. Es gab Tote und Verletzte.

09:17 Uhr – Selenskyj drängt auf Umsetzung von Trump-Zusagen zur Luftabwehr

Nach schweren russischen Angriffen auf ukrainische Energieanlagen hat Präsident Wolodymyr Selenskyj die vollständige Umsetzung der mit US-Präsident Donald Trump in Davos getroffenen Absprachen zur Luftabwehr gefordert. Die vereinbarten Maßnahmen müssten „vollständig umgesetzt“ werden, sagte Selenskyj, Details zu den zugesagten Unterstützungsleistungen nannte er nicht.

08:30 Uhr – 6000 Gebäude in Kiew nach Angriff ohne Heizung

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach einem russischen Angriff in der Nacht fast 6000 Gebäude von der Wärmeversorgung abgeschnitten. ⁠Dies teilte Bürgermeister ⁠Vitali Klitschko mit. Laut des ehemaligen ukrainischen Außenministers Dmytro Kuleba sind 800.000 Menschen in Kiew ohne Strom. Die Außentemperatur liegt am Morgen bei minus 12 Grad.

02:57 Uhr – „Kiew wird vom Feind massiv angegriffen“

Bei russischen Angriffen auf Kiew und die Region Charkiw im Osten des Landes sind Behörden zufolge mindestens 15 Menschen verletzt worden. „Kiew wird vom Feind massiv angegriffen. Verlassen Sie die Schutzräume nicht“, erklärte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko am frühen Samstagmorgen auf Telegram. Es seien mehrere Gebäude getroffen worden, bei denen es sich jedoch nicht um Wohngebäude handele. In einem späteren Beitrag fügte Klitschko hinzu: „Vier Verletzte in der Hauptstadt. Drei von ihnen wurden ins Krankenhaus eingeliefert“.

Der Bürgermeister von Charkiw meldete einen Angriff mit Schahed-Drohnen, der mehrere Wohngebäude in zwei Stadtteilen nahe der russischen Grenze beschädigt habe. Es gebe „mehr als elf Verletzte“, erklärte Ihor Terechow auf Telegram.

01:39 Uhr – Russland greift während Verhandlungen weiter an

Während die Gespräche der Ukraine mit den USA und ⁠Russland in ⁠Abu Dhabi weitergehen sollen, hat es in der Nacht nach ukrainischen Angaben einen erneuten russischen Luftangriff auf Kiew gegeben. Drohnen greifen die Stadt ‍weiterhin an, teilte ‍der Leiter der Militärverwaltung der Hauptstadt, ⁠Tymur Tkatschenko, mit. Es bestehe zudem die Gefahr von ‍russischen Raketenangriffen. Die Luftabwehr ⁠sei ‌im ‌Einsatz. Tkatschenko zufolge ‌ist nach einem Einschlag ​in einem Stadtbezirk ‍ein ⁠Feuer ausgebrochen.

Freitag, 23. Januar:

22:43 Uhr – Ukraine: Haben über Parameter für Kriegsende verhandelt

Am ersten Verhandlungstag in Abu Dhabi ist es nach ukrainischen Angaben um die Parameter für eine Beendigung des Krieges gegangen. Auch die weitere Logik des Verhandlungsprozesses sei erörtert worden, teilt der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats und Delegationsleiter, Rustem Umerow, mit. Präsident Selenskyj erklärt auf ⁠Telegram: „Das Wichtigste ist, dass Russland bereit ist, diesen Krieg zu beenden, den es begonnen hat.“ Er stehe in regelmäßigem Kontakt mit den ukrainischen Unterhändlern, es sei jedoch noch zu früh, um Schlüsse aus den Gesprächen zu ziehen. „Wir werden sehen, wie das Gespräch morgen verläuft und was das Ergebnis sein wird.“

20:39 Uhr – Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi beendet

Der erste Tag der von den USA vermittelten Gespräche zwischen der Ukraine und Russland in Abu Dhabi ist einem Insider zufolge beendet. Weitere Einzelheiten nennt die mit der Angelegenheit vertraute Person nicht. Die Verhandlungen sollen am Samstag fortgesetzt werden.

20:09 Uhr – Selenskyj kündigt weitere Ukraine-Gespräche für Samstag an

Nach dem Auftakt der ersten direkten Gespräche zwischen Ukrainern und Russen über eine Beendigung ihres Krieges hat Präsident Selenskyj für diesen Samstag weitere Verhandlungen angekündigt. „Das ist wichtig, denn solche trilateralen Treffen gab es schon lange nicht mehr“, sagte Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. Es sei noch zu früh, um Schlussfolgerungen zu dem Treffen in Abu Dhabi zu ziehen. Vor allem müsse Russland, das den Angriff begonnen habe, bereit sein, den Krieg zu beenden.

„Fast stündlich erhalte ich Berichte von den ukrainischen Vertretern – sie befinden sich derzeit in den Emiraten, wo heute ukrainische, amerikanische und russische Delegationen zu Gesprächen zusammengekommen sind“, sagte Selenskyj.

19:29 Uhr – Ukraine-Verhandlungen in Abu Dhabi: Moskau fordert gesamte Donbass-Region

Kurz vor Verhandlungsbeginn in Abu Dhabi bekräftigte Moskau seine Maximalforderung, wonach die ukrainische Armee sich aus der gesamten Region Donbass einschließlich bisher nicht von Russland kontrollierter Gebiete zurückziehen soll.

Das emiratische Außenministerium bestätigte den Beginn der Gespräche, die am Samstag fortgesetzt werden sollen. Vorangegangen war ein Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Putin und dem US-Gesandten Steve Witkoff in Moskau sowie ein Treffen des ukrainischen Staatschefs Selenskyj mit US-Präsident Trump in Davos.

Russland dringt seit Langem darauf, die vollständige Kontrolle über die Donbass-Region zu übernehmen. Dies sei „eine sehr wichtige Bedingung“, bekräftigte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow kurz vor Beginn der Gespräche. Solange dies nicht geschehe, sei es „sinnlos, auf den Abschluss eines langfristigen Abkommens zu hoffen“. Kiew, das noch etwa 20 Prozent der ostukrainischen Donbass-Region kontrolliert, lehnt eine Abtretung des Gebiets entschieden ab.

17:10 Uhr – Merz lobt trilaterale Gespräche in Abu Dhabi

Kanzler Merz lobt die Gespräche der Ukraine mit den USA und Russland in Abu Dhabi. „Dass diese Gespräche jetzt so stattfinden, wie sie stattfinden, ist unser gemeinsamer Wille und abgesprochen mit den Vereinigten Staaten von Amerika“, sagt ⁠Merz in Rom. Es gebe eine sehr enge Abstimmung zwischen der Ukraine, Amerika und den Europäern.

„Präsident Selenskyj hat ja in dieser Woche auch eine endgültige Zustimmung von den Amerikanern bekommen für die Sicherheitsgarantien, die wir hier gemeinsam ausverhandelt haben“, fügt er mit Blick auf vorangegangene Gespräche in Berlin und Genf hinzu.

17:06 Uhr – Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi haben begonnen

Die ersten direkten Gespräche zwischen der Ukraine und Russland seit Monaten haben begonnen. Das teilte das Außenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) mit. Die von den USA vermittelten Verhandlungen, die auch am Samstag fortgesetzt werden sollen, finden in der Hauptstadt des Golfstaats, Abu Dhabi, statt.

11:54 Uhr – Laschet: EU selbst schuld, wenn sie bei Ukraine-Gesprächen nicht am Tisch sitzt

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Armin Laschet (CDU), hat kritisiert, dass die EU bei Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Krieges außen vor bleibt. „Wir selbst reden nicht mit Russland – und deshalb muss man sich nicht wundern, wenn man nicht am Tisch sitzt“, sagte Laschet im Fernsehsender phoenix. Es sei „absurd“, dass Friedensvorschläge von europäischen Regierungen erarbeitet, aber von US-Gesandten nach Moskau überbracht würden. Zwar sei es positiv, dass Russland und die Ukraine wieder miteinander sprächen, die EU verabschiede sich jedoch aus der internationalen Politik, „indem man einfach nicht redet“.

11:24 Uhr – Kreml bekräftigt vor Treffen in Abu Dhabi Forderung nach Ukraine-Rückzug aus dem Donbass

Russland hat vor geplanten Gesprächen mit Vertretern der Ukraine und der USA in Abu Dhabi seine Forderung nach einem Rückzug ukrainischer Truppen aus dem Donbass erneuert. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte, die ukrainischen Streitkräfte müssten das Gebiet verlassen, andernfalls sei es „sinnlos, auf den Abschluss eines langfristigen Abkommens zu hoffen“. Moskau halte damit an seinen bekannten Positionen fest. In Abu Dhabi sind nach russischen Angaben Beratungen einer trilateralen Arbeitsgruppe zu Sicherheitsfragen sowie Gespräche über wirtschaftliche Themen geplant.

dpa/rtr/afp/epd/cvb/sebe/saha/doli/nw/lay/jac/jf