
Die trilateralen Gespräche zwischen der Ukraine, USA und Russland in Abu Dhabi sind vorerst abgeschlossen. Ein Dokument über US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine ist nach Angaben von Selenskyj unterzeichnungsreif. Mehr im Liveticker.
Die trilateralen Verhandlungen mit Russland und den USA wurden beendet. Es wurden verschiedene Parameter zur Beendigung des Krieges diskutiert. Indes bestimmen in der Ukraine russische Angriffe den Alltag. Raketenbeschuss führte zu Stromausfällen beidseits der Grenze.
Alle Ereignisse rund um den Krieg in der Ukraine und die internationale Sicherheitspolitik im Liveticker:
17:37 Uhr – Selenskyj: Dokument zu US-Sicherheitsgarantien ist fertig
Ein Dokument der USA über Sicherheitsgarantien für die Ukraine ist nach Angaben von Präsident Selenskyj vollständig ausgearbeitet und unterzeichnungsreif. „Für uns sind Sicherheitsgarantien zuallererst Garantien der Sicherheit von den Vereinigten Staaten“, sagt Selenskyj in der litauischen Hauptstadt Vilnius bei einem Treffen mit Präsident Gitanas Nauseda. „Das Dokument ist zu 100 Prozent fertig, und wir warten darauf, dass unsere Partner den Termin und den Ort bestätigen, an dem wir es unterzeichnen werden.“
Das Dokument werde anschließend zur Ratifizierung an den US-Kongress und das ukrainische Parlament weitergeleitet. Nauseda wirft Russland vor, sich einer Verpflichtung zu einem dauerhaften und gerechten Frieden in der Ukraine zu entziehen. Die Regierung Moskau akzeptiere zudem keinen Waffenstillstand.
17:16 Uhr – Frankreich nimmt Kapitän eines Öltankers im Mittelmeer fest
Frankreich hat laut Medienberichten den Kapitän eines mutmaßlichen Tankers der russischen Schattenflotten festgenommen. Der indische Kapitän der „Grinch“ wurde nach der Umleitung des Schiffs und dessen Ankunft im Golf von Fos-sur-Mer den Justizbehörden übergeben, wie französische Medien am Sonntag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft in Marseille berichteten. Der Tanker kam aus Russland und wurde in der vergangenen Woche von der französischen Marine abgefangen.
Der Radiosender Ici Provence berichtete, die indische Besatzung werde an Bord festgehalten. Es wurde ein Vorverfahren wegen Verstoßes gegen die Flaggenpflicht eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft Marseille reagierte nicht auf eine Bitte um eine Stellungnahme. Die „Grinch“ kam aus dem russischen Murmansk und steht im Verdacht, Teil der sogenannten russischen Schattenflotte zu sein.
15:18 Uhr – Ukraine auf Platz 20 der stärksten Armeen weltweit
Die Ukraine belegt im aktuellen Ranking der stärksten Streitkräfte weltweit Platz 20, wie Analysten von Global Firepower mitteilten. In die Bewertung flossen mehr als 60 Kriterien ein, darunter Truppenstärke, militärische Ausrüstung sowie wirtschaftlicher und demografischer Rückhalt. Als Stärken der Ukraine gelten demnach die hohe Zahl an Soldaten, der maritime Bereich einschließlich Seedrohnen, das dichte Eisenbahnnetz und hohe Verteidigungsausgaben, während das Fehlen von U-Booten und großen Kriegsschiffen als Schwäche genannt wird. An der Spitze des Rankings liegen die USA, Russland und China.
13:54 Uhr – Ukraine erhält französische Kamikaze-Drohnen mit bis zu 500 Kilometern Reichweite
Die Ukraine hat von der französischen Firma EOS Technologie mehrere Kampfdrohnen vom Typ Rodeur 330 erhalten. Das berichtete „France 24“. Dabei handelt es sich um sogenannte „loitering munitions“, die sowohl zur Aufklärung als auch für Kamikaze-Angriffe eingesetzt werden können. Die Drohnen werden per Katapult gestartet, können bis zu fünf Stunden in der Luft bleiben, eine Nutzlast von bis zu vier Kilogramm tragen und Ziele in bis zu 500 Kilometern Entfernung erreichen. Das Unternehmen erklärte, die Lieferung ermögliche es, die Systeme unter realen Gefechtsbedingungen zu testen.
12:52 Uhr – Kremlsprecher Peskow: Russland wird nichts mit EU-Chefdiplomatin Kallas besprechen
Kremlsprecher Dmitrij Peskow schließt Gespräche mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas kategorisch aus. Russland werde „niemals irgendetwas“ mit Kallas diskutieren, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow im russischen Staatsfernsehen. Er sagte, die Europäische Union werde von „inkompetenten Funktionären“ geführt. In der EU gebe es derzeit keine „politischen Visionäre“, vielmehr handele es sich um Politiker, die nicht in der Lage seien, in die Zukunft zu blicken oder das aktuelle internationale Koordinatensystem zu verstehen, so Peskow weiter.
11:01 Uhr – Russland setzt weiter Chemiewaffen ein, Sorge vor Eskalation
Russische Streitkräfte haben nach Angaben der Ukraine seit Kriegsbeginn mehr als 9000-mal chemische Kampfstoffe eingesetzt, allein 6540-mal im vergangenen Jahr. Das berichtet die Sunday Times. Meist handle es sich um Gasgranaten mit Reizstoffen, doch ukrainische und europäische Stellen berichten auch vom Einsatz des Erstickungsmittels Chlorpikrin, das bereits im Ersten Weltkrieg verwendet wurde. Mindestens drei ukrainische Soldaten seien bereits daran gestorben. Westliche Geheimdienste warnen, dass Russland trotz gegenteiliger Erklärungen weiterhin über ein Chemiewaffenprogramm verfüge und bei einem festgefahrenen Krieg möglicherweise zu noch tödlicheren Substanzen wie Nervengiften greifen könnte.
09:22 Uhr – Ukraine liefert Gefechtsdaten an USA zur Ausbildung militärischer KI
Die Ukraine übermittelt den USA Kampfdaten zur Ausbildung künstlicher Intelligenz für militärische Zwecke. Wie aus Branchenkreisen hervorgeht, testet der ukrainische Rüstungscluster Brave1 gemeinsam mit dem US-Unternehmen Palantir KI-Modelle auf Basis realer Gefechtsdaten, zunächst vor allem zu russischen Drohnenangriffen und deren Abwehr. Die ausgewerteten Modelle sollen unter anderem in die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Luftabwehrinitiative „Golden Dome“ einfließen und die Fähigkeiten zur Drohnenabwehr verbessern.
07:03 Uhr – Schwerer Beschuss der russischen Grenzregion Belgorod
Die russische Grenzstadt Belgorod ist nach Angaben der Regionalregierung Ziel eines massiven Beschusses geworden, mutmaßlich mit Himars-Raketen. Nach vorläufigen Informationen habe es keine Verletzten gegeben, sagte der Gouverneur der Oblast Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow. Zugleich meldete er Schäden an Energieanlagen, es kommt überall zu Stromausfällen. Einsatzkräfte und Bereitschaftsteams seien ausgerückt, um die Lage zu erfassen und Reparaturen einzuleiten. Durch herabfallende Trümmer seien Brände ausgebrochen. Gladkow betonte, die Region bereite sich mit umfangreichen Vorsorgemaßnahmen vor und erklärte: „Krieg ist eben Krieg. Doch der zivile Alltag wird dadurch nicht aufgehoben.“
06:16 Uhr – Zerstörte Energieversorgung zeigt immer gravierendere Folgen
Die beschädigte Energieinfrastruktur in der Ukraine zieht immer schwerwiegendere Konsequenzen nach sich. In der großen Kuppel-Orangerie des Botanischen Gartens in Kiew ist die Heizung ausgefallen, die Temperaturen sanken zeitweise bis auf 0 Grad, was für die tropischen Pflanzen lebensbedrohlich ist. Das ist ein weiteres Beispiel, wie schwer die Energiekrise inzwischen wiegt. Der Versorger „Neftogas“ importiert inzwischen mehr als 50 Prozent Energie aus dem Ausland, um die Stromversorgung irgendwie aufrechterhalten zu können.
04:10 Uhr – Kein Durchbruch bei Gesprächen in Abu Dhabi, aber Bewegung im Militärblock
Bei den trilateralen Gesprächen in Abu Dhabi ist kein wesentlicher Durchbruch erzielt worden. Russland fordert weiterhin den Abzug der ukrainischen Streitkräfte aus dem Donbass, was Kiew ablehnt, berichtet das Nachrichtenportal RBK-Ukraine. Fortschritte habe es demnach vor allem im militärischen Bereich gegeben, wo unter anderem mögliche Truppenentflechtungen, Kontrollmechanismen für eine Waffenruhe, die Einrichtung eines gemeinsamen Kontroll- und Koordinierungszentrums sowie klare Kriterien für ein Waffenstillstandsregime und dessen Verletzungen erörtert wurden.
01:32 Uhr – Gespräche soll weitergehen – auch Witkoff spricht von „sehr konstruktiver“ Runde
In der kommenden Woche sind nach US-Angaben weitere Gespräche zur Beendigung des Ukraine-Kriegs in den Vereinigten Arabischen Emiraten geplant. Laut verschiedener Angaben sollen sie am 1. Februar fortgesetzt werden. Zu den am vergangenen Freitag und Samstag abgehaltenen trilateralen Gesprächen zwischen Kiew, Moskau und Washington schrieb der US-Sondergesandte Steve Witkoff auf der Plattform X, diese seien „sehr konstruktiv“ gewesen. Es seien Pläne gemacht worden, „die Gespräche nächste Woche in Abu Dhabi fortzusetzen.“
00:49 Uhr – Russland nimmt Dorf in Charkiw ein
Russland meldet die Einnahme des Dorfes Staryzja in der nordostukrainischen Region Charkiw. Der ukrainische Generalstab bestätigt dies nicht, spricht aber von sechs russischen Angriffen in dem Gebiet. Das russische Verteidigungsministerium meldet zudem nächtliche Angriffe auf ukrainische Drohnen-Standorte und Energieanlagen. Die Angaben lassen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Samstag, 24. Januar:
21:15 Uhr – Behörden melden Raketenangriff auf russische Grenzregion
Die westrussische Großstadt Belgorod nahe der Grenze zur Ukraine ist nach Behördenangaben von einem schweren Raketenangriff getroffen worden. „Unseren Informationen nach war es der massivste Raketenbeschuss Belgorods (seit Kriegsbeginn)“, schrieb der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, bei Telegram. Demnach wurden Energieanlagen getroffen. Tote und Verletzte habe es ersten Informationen nach aber nicht gegeben, fügte er hinzu.
16:31 Uhr – USA stufen Russland nicht mehr als globale Bedrohung ein
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump betrachtet Russland laut neuer nationaler Verteidigungsstrategie nicht mehr als globale Bedrohung, sondern nur noch als regionale Gefahr für Osteuropa. In dem Strategiepapier für 2026 wird Moskau zwar als „anhaltende, aber handhabbare“ Bedrohung bezeichnet, zugleich erklären die USA jedoch, Russland sei nicht in der Lage, eine Hegemonie in Europa zu erreichen. Priorität hätten künftig der Schutz des US-Territoriums und die Abschreckung Chinas. Damit unterscheidet sich die Bewertung deutlich von den US-Strategien von 2018 und 2022, in denen Russland noch als mit China vergleichbare beziehungsweise akute Bedrohung eingestuft worden war.
15:05 Uhr – Selenskyj: Gespräche in den Emiraten konstruktiv, weitere Treffen möglich
Die trilateralen Gespräche zwischen der Ukraine, den USA und Russland in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj abgeschlossen worden. Es sei das erste zweitägige Format dieser Art seit langer Zeit gewesen, bei dem „viel besprochen“ worden sei und die Gespräche „konstruktiv“ verlaufen seien, teilte Selenskyj auf seinem Telegramkanal mit. Im Zentrum hätten mögliche Parameter zur Beendigung des Krieges gestanden, zudem gebe es ein gemeinsames Verständnis für die Notwendigkeit eines amerikanischen Monitorings und einer Kontrolle des Sicherheitsprozesses. Alle Seiten hätten vereinbart, in ihren Hauptstädten Bericht zu erstatten und weitere Schritte abzustimmen; bei Bereitschaft zum Weitergehen – „und die Ukraine ist bereit“ – seien weitere Treffen, möglicherweise bereits in der kommenden Woche, denkbar.
14:41 Uhr – Nato will Ostflanke bis 2027 mit Robotern und Drohnen sichern
Die Nato plant, ihren östlichen Grenzraum zu Russland und Belarus bis Ende 2027 mit Robotern, unbemannten Systemen und automatisierten Waffen auszustatten. Ziel sei es, eine mögliche russische Aggression abzuschrecken und Verluste unter Nato-Soldaten zu minimieren, sagte Nato-Heeresgeneral Thomas Lowin der Welt am Sonntag. Die sogenannte „Abschreckungslinie an der Ostflanke“ soll auf vernetzte Sensoren am Boden, in der Luft, im All und im digitalen Raum setzen, die Daten in Echtzeit liefern – die zentrale Rolle in der Verteidigung sollen jedoch weiterhin Nato-Truppen übernehmen.
14:20 Uhr – Russland-Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi „konstruktiv“
Die Gespräche zwischen Russland und der Ukraine in Abu Dhabi haben nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate in einer „konstruktiven und positiven Atmosphäre“ stattgefunden. Der direkte Austausch habe sich auf offene Punkte des von den USA vorgeschlagenen Friedensplans konzentriert, während Moskau laut Außenministerium offen für eine Fortsetzung des Dialogs etwa in Istanbul bleibt.
13:54 Uhr – Polen plant Vertrag für „wichtigstes Drohnenabwehrsystem Europas“
Polen will bis Ende des Monats einen Vertrag zur Installation des nach Angaben der Regierung „wichtigsten Drohnen-Abwehrsystems in Europa“ unterzeichnen. Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz zufolge handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt mit internationalen Partnern, an dem vor allem polnische Firmen beteiligt sind, aber auch ausländische Konzerne wie die US-Gruppe Anduril und der norwegische Rüstungskonzern Kongsberg. Angaben zu den Kosten machte er nicht. Polen reagiert damit auf die zunehmende Bedrohung durch russische Drohnenangriffe in der Region.
13:36 Uhr – Verhandlungen laut russischer Medien vorerst beendet
Die trilateralen Gespräche zwischen der Ukraine, den USA und Russland in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind beendet worden, berichten russische Medien. Offizielle Angaben zu Ergebnissen oder möglichen Fortschritten der Verhandlungen liegen zunächst nicht vor.
11:29 Uhr – Russland greift Kiew mit selten eingesetzten Ch-22-Raketen an
Russland hat Kiew nach ukrainischen Angaben erstmals seit langer Zeit mit Anti-Schiffs-Raketen vom Typ Ch-22 angegriffen. Wie Luftwaffensprecher Jurij Ihnat erklärte, wurden zwölf Raketen von Tu-22M3-Bombern abgefeuert, neun davon abgefangen von der Luftabwehr. Der Einsatz der eigentlich zur Zerstörung von Flugzeugträgern entwickelten Ch-22 mit fast einer Tonne Sprengkopf und ballistischer Flugbahn sei beispiellos für Kiew. Abfangen ließen sich solche Raketen nur mit Patriot-Systemen.
10:48 Uhr – Ukraine-Russland-Gespräche in Abu Dhabi fortgesetzt
Die Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland in Abu Dhabi sind fortgesetzt worden, wie eine mit den Verhandlungen vertraute Quelle der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte. Im Fokus der bisherigen Gespräche standen demnach Pufferzonen und Kontrollmechanismen, ein Durchbruch gilt jedoch weiterhin als unwahrscheinlich.
10:20 Uhr – Wohl kein Kompromiss bei Gesprächen in Abu Dhabi am ersten Tag
Bei den Gesprächen in Abu Dhabi ist kein Durchbruch erzielt worden, berichtet Reuters. Russland halte weiter an der Forderung fest, dass die Ukraine den gesamten Donbass abtreten müsse, während Kiew territoriale Zugeständnisse ablehnt und keine Gebiete aufgeben will, die Moskau militärisch bislang nicht erobern konnte.
09:41 Uhr – Ukraine wirft Putin „zynischen“ Angriff während Friedensgesprächen vor
Während der von den USA vermittelter Friedensgespräche in Abu Dhabi hat Russland nach ukrainischen Angaben massive Luftangriffe auf die Ukraine geflogen. Außenminister Andrij Sybiha warf Präsident Wladimir Putin vor, die Angriffe „zynisch“ während der Verhandlungen angeordnet zu haben. Raketen und Drohnen hatten Kiew und Charkiw getroffen und Energieinfrastruktur beschädigt. Es gab Tote und Verletzte.
09:17 Uhr – Selenskyj drängt auf Umsetzung von Trump-Zusagen zur Luftabwehr
Nach schweren russischen Angriffen auf ukrainische Energieanlagen hat Präsident Wolodymyr Selenskyj die vollständige Umsetzung der mit US-Präsident Donald Trump in Davos getroffenen Absprachen zur Luftabwehr gefordert. Die vereinbarten Maßnahmen müssten „vollständig umgesetzt“ werden, sagte Selenskyj, Details zu den zugesagten Unterstützungsleistungen nannte er nicht.
08:30 Uhr – 6000 Gebäude in Kiew nach Angriff ohne Heizung
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach einem russischen Angriff in der Nacht fast 6000 Gebäude von der Wärmeversorgung abgeschnitten. Dies teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Laut des ehemaligen ukrainischen Außenministers Dmytro Kuleba sind 800.000 Menschen in Kiew ohne Strom. Die Außentemperatur liegt am Morgen bei minus 12 Grad.
02:57 Uhr – „Kiew wird vom Feind massiv angegriffen“
Bei russischen Angriffen auf Kiew und die Region Charkiw im Osten des Landes sind Behörden zufolge mindestens 15 Menschen verletzt worden. „Kiew wird vom Feind massiv angegriffen. Verlassen Sie die Schutzräume nicht“, erklärte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko am frühen Samstagmorgen auf Telegram. Es seien mehrere Gebäude getroffen worden, bei denen es sich jedoch nicht um Wohngebäude handele. In einem späteren Beitrag fügte Klitschko hinzu: „Vier Verletzte in der Hauptstadt. Drei von ihnen wurden ins Krankenhaus eingeliefert“.
Der Bürgermeister von Charkiw meldete einen Angriff mit Schahed-Drohnen, der mehrere Wohngebäude in zwei Stadtteilen nahe der russischen Grenze beschädigt habe. Es gebe „mehr als elf Verletzte“, erklärte Ihor Terechow auf Telegram.
01:39 Uhr – Russland greift während Verhandlungen weiter an
Während die Gespräche der Ukraine mit den USA und Russland in Abu Dhabi weitergehen sollen, hat es in der Nacht nach ukrainischen Angaben einen erneuten russischen Luftangriff auf Kiew gegeben. Drohnen greifen die Stadt weiterhin an, teilte der Leiter der Militärverwaltung der Hauptstadt, Tymur Tkatschenko, mit. Es bestehe zudem die Gefahr von russischen Raketenangriffen. Die Luftabwehr sei im Einsatz. Tkatschenko zufolge ist nach einem Einschlag in einem Stadtbezirk ein Feuer ausgebrochen.
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