In Österreich schließt das letzte Erstaufnahmezentrum für ukrainische Flüchtlinge – wegen eines Streits zwischen Bund und Ländern.
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Noch gibt es am Eingang zumindest freundliche Worte. „Laskawo prosymo“, ukrainisch für „Herzlich willkommen“, steht auf einem Schild, das an der Glastür klebt. Ein Relikt der Willkommenskultur, das wohl bald abgehängt wird, im Notquartier Schlossberg in Wien, einem grauen Wohnblock mit sieben Stockwerken. Noch schaufeln zwei Männer den Schnee aus der Einfahrt, noch öffnen sich die schweren Glastüren, noch blitzt hier und da eine Weihnachtsdekoration in den Fenstern auf. Noch hängt auf der Tür das gelb-blaue Plakat der Volkshilfe, in den Farben der ukrainischen Nationalflagge: „Ukraine-Hilfe“.
