Sigurd Haugen trifft in der 86. Minute zum 1:1 Ausgleich gegen Waldhof Mannheim. Rund zehn Minuten später sacken alle Löwen enttäuscht auf dem Rasen zusammen, Haugen wirft seine Maske weg. Denn da war deutlich mehr drin, der TSV 1860 lässt zwei Punkte im Aufstiegskampf liegen und das trotz zahlreicher Chancen.
Vor allem der Norweger ließ beste Gelegenheiten gegen die Waldhöfler aus. „Wir haben wirklich das Herz auf dem Platz gelassen, aber die Dinger nicht so richtig reinbekommen. Glaube in der zweiten Halbzeit haben wir drei, vier wirklich gute Möglichkeiten. Einmal einen ganz freien Kopfball von Siggi“, merkte Max Reinthaler nach der Partie an. „Siggi hatte schon viel früher eine große Kopfballmöglichkeit zum Ausgleich“, auch Trainer Markus Kauczinski sprach auf der Pressenkonferenz die Szene in der 53. Minute an.
„Es ist schon eine Enttäuschung da“: Maier hadert mit der Chancenverwertung
Zudem vertändelte der 28-jährige Topstürmer der Löwen, der am Ostersamstag sein 12. Saisontor erzielte, bei einer Konterchance in Überzahl leichtfertig den Ball. Doch Haugen war nicht der einzige Löwe, dem vor dem Tor die Nerven versagten.

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„Es ist schon eine Enttäuschung da, wenn du so viele Chancen in einem Heimspiel hast und die liegen lässt. Dann tut es irgendwo auch einfach sehr weh. An sich war es hinten ganz stabil, aber du musst dann halt einfach deine Tore machen“, haderte Philipp Maier nach Abpfiff. „Dann spielt es sich leichter, so ist es jetzt ein Punkt, mit dem wir uns heute zufriedengeben müssen.“
1860 hofft gegen Cottbus auf Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor
Nach einer druckvollen Anfangsphase und zwei Chancen durch Haugen, rannten die Löwen dem 0:1 durch Mannheims Lovis Bierschenk (27. Minute) lange hinterher. Haugens Kopfballtreffer zum Ausgleich fiel spät, zu spät. „Es kann immer mal sein, dass du eins frisst, aber wir haben Chancen für drei, vier, fünf Tore. Das ist das Manko heute“, erklärt Sechzigs Sechser Maier weiter.
In dieselbe Kerbe schlug auch der Löwen-Coach: „Letztlich hatten wir genug Torchancen, um zu gewinnen“, bilanzierte Kauczinski. „Das ist der einzige Vorwurf, den ich der Mannschaft machen muss. Für den Aufwand, den wir betrieben haben, ist ein Punkt zu wenig. In Zukunft werden wir uns für solche Leistungen belohnen müssen.“ Bereits am Dienstag (19 Uhr) bietet sich für die Sechzger die Gelegenheit es vor dem Tor besser zu machen. Zum nächsten Topduell sind die Löwen bei Energie Cottbus zu Gast. Dort „greifen wir wieder an“, versprach Kauczinski.
