Tschechien löst WM-Ticket nach Elfmeterschießen gegen Dänemark

Die tschechiche Mannschaft bejubelt die WM-Qualifikation

Stand: 01.04.2026 • 00:26 Uhr

In einem echten Zitterspiel hat sich Tschechien für die WM 2026 qualifiziert. Michal Sadilek erlöste sein Team am Dienstag (31.03.2026) in Prag beim 5:3 (1:0, 1:1, 2:1, 2:2) nach Elfmeterschießen gegen Dänemark.

Zum ersten Mal seit der WM 2006 in Deutschland ist Tschechien damit wieder Teilnehmer einer WM-Endrunde und wird beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko in Gruppe A auf die Mexikaner, Südafrika und Südkorea treffen.

Pavel Sulc eröffnet mit einem Traumtor

Die Partie begann mit einem echten Knaller: Pavel Sulc (3.) brachte die Gastgeber nach einem Eckball mit einen traumhaften Schuss von der Strafraumkante in den Winkel mit 1:0 Führung. Doch das schockte die Dänen überhaupt nicht. Bis zur Halbzeit waren die Gäste das überlegene Team, hatten mehr Ballbesitz und mehr Abschlüsse.

Aber die Führung nahm Tschechien mit in die Pause. Dänemark blieb am Drücker. Doch das Team von Trainer Briam Riemer tat sich Richtung Tor lange schwer. Schließlich war es ein der vielen Damsgaard-Standards, der die Skandinavier zurück in die Partie brachte. Joachim Andersen (72.) kam vor Tschechiens Torwart Matej Kovar an den Ball und köpfte zum 1:1 ein.

Kasper Högh hat noch eine Antwort für Dänemark

Dänemark war danach deutlich aktiver. Aber Tschechien verteidigte mit Leidenschaft – und ging in der Verlängerung erneut in Führung. Kapitän Ladislav Krejci (100.) traf nach einem langen Einwurf mit einem abgefälschten Drehschuss zum 2:1. Aber das war noch nicht der Schlussakt. Dänemark gab sich nicht auf.

Mit ein bisschen „Bodö Glimt“-Magie klappte es dann. Der gerade erst eingewechselte Kasper Högh stand bei einem Eckball goldrichtig und der Stürmer des norwegischen Sensationsklubs aus der Champions League erzielte per Kopf das 2:2 (111.).

Wie schon bei Tschechiens Halbfinalsieg gegen Irland musste das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen. Für Dänemark vergaben mit Rasmus Höjlund, Anders Dreyer und Mathias Jensen gleich drei Schützen. Beim Stand von 2:1 hatte dann Sadilek Tschechiens Glück auf dem Fuß. Und der 26-Jährige machte mit seinem Treffer ins rechte Eck alles klar. Der Rest war dänische Trauer und tschechischer Jubel.