US-Präsident Donald Trump hat JP Morgan Chase und dessen Vorstandschef Jamie Dimon auf mindestens fünf Milliarden Dollar verklagt, weil die Bank ihm und seinen Unternehmen aus politischen Gründen Bankdienstleistungen verweigert haben soll.
Die am Donnerstag eingereichte Klage wirft der Bank geschäftsschädigende Verleumdung sowie die Verletzung der stillschweigenden Pflicht zu Treu und Glauben vor. Zudem heißt es, Dimon habe gegen das Gesetz gegen irreführende Geschäftspraktiken in Florida verstoßen. Die Bank erklärte, sie schließe keine Konten aus politischen oder religiösen Gründen.
Trump hat JP Morgan wiederholt ins Visier genommen, um gegen Banken vorzugehen, die seiner Meinung nach aus ideologischen Gründen Kunden keine Finanzdienstleistungen anbieten. JPMorgan schloss die Konten von Trump und seinen Unternehmen rund sieben Wochen nach dem Angriff seiner Anhänger auf das Kapitol am 6. Januar 2021. Trump war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr im Amt und sein politischer Rückhalt war gering.
Die Klage wurde von Trump und mehreren seiner Unternehmen eingereicht.
JP Morgan, die größte Bank der USA, habe die Kläger „ohne Vorwarnung oder Provokation“ darüber informiert, dass sie die Konten kündige, was erheblichen finanziellen und rufschädigenden Schaden verursacht habe, heißt es in der Klageschrift, die beim Bezirksgericht von Miami-Dade County eingereicht wurde. Bloomberg hat die Klage eingesehen, die in den Gerichtsakten zunächst nicht auffindbar war. JP Morgan erklärte in einer Stellungnahme, die Klage sei unbegründet.
