Der VfB Stuttgart muss in die Playoffs um den Einzug ins Achtelfinale der Europa League. Nach dem Sieg gegen Bern blieb der große Jubel aus – nun geht es nach Schottland oder Bulgarien.
Eigentlich war alles angerichtet für eine große Sieg-Party. Durch ein Tor des Spaniers Chema in der 90. Minute besiegte der VfB Stuttgart das Team von Young Boys Bern mit 3:2 und erledigte damit seine Hausaufgaben im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale der Europa League. Da die Ergebnisse auf den anderen Plätzen jedoch nicht zu Gunsten der Schwaben ausfielen, fiel auch der Jubel nach dem Abpfiff eher verhalten aus. Mit 15 Punkten beendete der VfB Stuttgart die Ligaphase der Europa League auf Platz 11.
„Es waren ein bisschen gemischte Gefühle. Es ist natürlich schön, dass wir gewonnen haben. Aber es ist schade, dass wir uns nicht direkt qualifizieren konnten und in die Playoffs müssen“, sagte Atakan Karazor am späten Donnerstagabend gegenüber SWR Sport.
Atakan Karazor: „Haben gedacht, dass es von alleine geht“
Die gemischten Gefühle betrafen nicht nur die Tabellensituation in der Europa League, sondern auch die Art und Weise, wie der 3:2-Erfolg gegen Bern zustande kam. Deniz Undav (6. Minute) und Ermedin Demirovic (7.) hatten den VfB früh mit einem Doppelschlag in Führung gebracht, in der Folge gab es zudem große Chancen auf den dritten Treffer. Doch kurz vor der Pause kamen die Gäste durch Armin Gigovic zum Anschlusstreffer und in der 57. Minute durch Sandro Lauper sogar zum Ausgleich. Ein Spiel, das bereits früh entschieden schien, war wieder komplett offen.
„Die erste halbe Stunde sah richtig gut aus. Vielleicht haben wir dann gedacht, dass es von alleine geht. Aber das ist die Europa League und dieser Gedanke darf einfach nicht auftreten bei uns. Wir müssen aufpassen, dass es uns ins Zukunft nicht auch so passiert“, bilanzierte Karazor, der in der 68. Minute für Angelo Stiller ins Spiel gekommen war. Ein sehenswerter Spielzug führte am Ende doch noch zum Siegtreffer durch Chema.
VfB Stuttgart erwartet SC Freiburg zum Baden-Württemberg-Duell
In den Playoffs zur Qualifikation für das Achtelfinale der Europa League trifft der VfB Stuttgart nun auf Celtic Glasgow aus Schottland. Die Spiele finden am 19. und 26. Februar statt. Doch der Fokus des Teams von Trainer Sebastian Hoeneß richtet sich erstmal auf das Bundesliga-Heimspiel am Sonntag (15:30 Uhr / live im Audiostream auf sportschau.de) gegen den SC Freiburg.
„Das ist ein Gegner, der niemals aufgibt, der immer wieder Gas gibt – egal wie es steht“, sagte Atakan Karazor über die Breisgauer. Und spielte damit darauf an, dass sich der VfB eine schwächere Phase wie gegen Bern nicht leisten darf, wenn der Sport-Club nach Stuttgart kommt.
