Tierrettung: So hilft die Feuerwehr Tieren in Not

Stand: 09.03.2026 15:26 Uhr

Ein Pferd im Graben, eine Katze im Baum oder ein brennender Kuhstall: Die Feuerwehr hilft auch Tieren in Notlagen. Welche Einsätze zählen dazu? Wie viel kostet eine Tierrettung?

Ob es sich um Haustiere wie Hund und Katze handelt, Nutztiere wie Schweine in einem umgestürzten Laster oder eine Drossel, die zwischen Dachbalken eingeklemmt ist: Die Tierrettung gehört zu den zentralen Aufgaben der Feuerwehr. Sie ist dafür zuständig, Tiere zu retten, die in Gefahr sind sowie mögliche Gefahren für die Öffentlichkeit abzuwehren.

Welche Tiere rettet die Feuerwehr?

Katze "Nala" sitzt in Hannover in einem Baum.

Sitzt eine Katze im Baum fest, findet sie meist wieder allein herunter – wenn man sie in Ruhe lässt.

Dabei ist nicht jedes Tier in Not ein Fall für die Feuerwehr. Wann ruft man sie also, wenn ein Tier in einer Notlage ist? Feuerwehrfrau Theresa Balzer empfiehlt den gesunden Menschenverstand und rät, die Einsatzkräfte nur dann zu verständigen, wenn ein Tier unmittelbar in Gefahr ist, also eine Verletzung oder der Tod droht, oder man selbst nicht mehr weiterhelfen kann. Bei der Katze auf dem Baum ist das erstmal nicht der Fall – meist schafft sie es, nach ein bis zwei Tagen allein wieder herunterzukommen. Wichtig ist, sich beim Einsatz für das Tier nicht selbst in Gefahr zu bringen.

Wer zahlt den Feuerwehreinsatz bei Tierrettung?

Einsätze zur Tierrettung sind in der Regel für den Tierhalter kostenpflichtig. Mitunter kommt die Gemeinde für den Einsatz auf, etwa wenn sich kein Eigentümer ermitteln lässt. Nähere Regelungen finden sich im jeweiligen Brandschutzgesetz der Länder. In Bayern sind Einsätze für den Halter kostenfrei, wenn für ein Tier unmittelbar Gefahr besteht.

Wie teuer die Tierrettung ist, ist in der jeweiligen Gebührensatzung für Feuerwehreinsätze der Kommunen geregelt und kann je nach Ort variieren. Auch der Umfang des eingesetzten Personals und Materials hat Einfluss auf die Höhe der Kosten. So kostet zum Beispiel der Einsatz eines Feuerwehrwagens für eine Stunde etwa 500 Euro, der eines Rettungsbootes etwa 200 Euro. Im Notfall sollte sich dennoch niemand davon abhalten lassen, die Feuerwehr zu rufen.

Einige Berufsfeuerwehren verfügen über ausgebildetes Personal und Spezialfahrzeuge mit besonderer Ausstattung wie Käfigen oder Schlingen, um Tiere retten, einfangen und transportieren zu können. Flächendeckend sind diese Einheiten aber bisher nicht im Einsatz.

Notfallkarte zur Rettung von Haustieren aus der Wohnung

Die Wohnung brennt oder man erleidet einen Unfall: Wer ein Haustier hat, kann für den Notfall vorsorgen. Eine Karte und ein Aufkleber informieren Einsatzkräfte über Art und Anzahl der Haustiere sowie die Person, die sich im Notfall um das Tier kümmert. Der Aufkleber wird an der Haustür angebracht, die Karte tragen Tierbesitzer bei sich. Beide sind für einen geringen Preis bei Tierschutzorganisationen, Tierschutzvereinen, Tierarztpraxen, beim Deutschen Feuerwehrverband oder im Online-Handel erhältlich.

Ein großes Holzpferd wird mithilfe von Gurten und einem Frontlader angehoben.

Die Zahl der Einsätze mit Großtieren hat laut Feuerwehr zuletzt deutlich zugenommen. Trainiert wird mit einem speziellen Dummy.

Ein Mann in rotem Pullover und eine Frau in Feuerwehruniform mit Helm stehen vor einem roten Feuerwehrauto mit Blaulicht und Rauch im Hintergrund.

Die Feuerwehr rückt nicht nur aus, um Menschen zu retten. Auch wenn Tiere Hilfe brauchen, sind die Kameradinnen und Kameraden zur Stelle.

in Feuerwehrmann löscht während einer Übung vor einem Löschfahrzeug.

Die Freiwilligen Feuerwehren sind unverzichtbar und auf Nachwuchs angewiesen. Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen?

Ein Mann mit Warnweste hält ein Warndreieck in der Hand.

Wer einen Unfall hatte, braucht meist schnell Hilfe. Deshalb sollte man nicht zögern. Welche Maßnahmen sind richtig?