„The Residence“: Trump-Faktor null | ZEIT ONLINE

Einer stirbt im Weißen Haus, alle anderen sind verdächtig. „The Residence“ macht das Beste daraus: eine sarkastische Serie, die sich nicht für Politik interessiert.



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"The Residence": Wenn alle nach links gucken, sucht sie den Mörder rechts: Uzo Aduba als Cordelia Cupp in der Netflix-Serie "The Residence"
Wenn alle nach links gucken, sucht sie den Mörder rechts: Uzo Aduba als Cordelia Cupp in der Netflix-Serie „The Residence“
© Jessica Brooks/​Netflix

Ständig sieht man Serien und denkt sich: Kein Mensch würde im echten Leben so reden. Manchmal ist das aber auch eine gute Sache. Von Anfang an steht in der Netflix-Show The Residence deren eigene Gemachtheit im Vordergrund. Es geht um einen Mordfall im Weißen Haus, wo die Serie auch beinahe ausschließlich spielt. Abgesehen von kurzen Rück- und Vorausblicken beschränkt sich die Handlung auf einen einzigen Abend. Schon in dieser Ausgangslage steckt etwas Theaterhaftes, aber auch der Amtssitz des US-Präsidenten erscheint in The Residence wie ein vierstöckiger Bühnenaufbau. Die Figuren sprechen und bewegen sich darin mit großer Künstlichkeit. Man wäre nicht verwundert, würde hin und wieder ein Souffleur dazwischenquatschen.