„Tatort“ Bremen: In meiner Welt geht’s nur um Liebe

© norndara/​photocase.de

Aus der Serie:
Der Obduktionsbericht

Der Bremer „Tatort“ handelt von armen, reichen Mädchen, von Sexarbeit und Klischees. Gegen die Soap-Sätze des Drehbuchs kann auch Jasna Fritzi Bauer nicht anspielen.



33 Kommentare

"Tatort" Bremen: Retterinnen-Syndrom? Kommissarin Liv Moormann (Jasna Fritzi Bauer) im Bremer "Tatort"
Retterinnen-Syndrom? Kommissarin Liv Moormann (Jasna Fritzi Bauer) im Bremer „Tatort“
© Radio Bremen/​Magdalena Stengel

Die neue Bremer Tatort-Folge Wenn man nur einen
retten könnte
(RB-Redaktion: Lina Kokaly, Degeto-Redaktion: Birgit Titze)
ist eine unerquickliche Angelegenheit. Das geht schon beim pathetischen Titel
los. Wenn man nur einen retten könnte würde als Credo zu einem Film über
die Seenotrettung im Mittelmeer passen, wo engagierte Menschen die strukturelle
Gewalt des EU-Außengrenzregimes abzufedern versuchen.

In diesem Tatort bezieht
sich der Satz auf die Motivation von Kommissarin Liv Moormann (Jasna Fritzi Bauer), ihren Job ergriffen zu haben. Notfallmedizin, Feuerwehr,
Sozialarbeit – alles wäre für „Rettung“ näherliegender gewesen als
Polizei. Zumal Moormann in der Mordkommission arbeitet, wo die Leute schon tot
sind, wenn die Arbeit beginnt.