
Die deutschen Skispringer Philipp Raimund und Andreas Wellinger haben eine Medaille zum Olympiaabschluss beim vorzeitig
abgebrochenen Wettkampf im Super Team knapp verpasst. Auf der Großschanze in Predazzo belegte das Duo Rang vier. Der Wettbewerb wurde im dritten und letzten Durchgang wegen starken Schneefalls abgebrochen, als nur noch drei Sprünge ausstanden. Gewertet wurde deshalb das Ergebnis nach zwei Durchgängen. Auf den Bronzerang fehlten Raimund und Wellinger 0,3 Punkte, was umgerechnet etwa 16 Zentimetern entspricht.
Gold ging an die Österreicher Jan Hörl und Stephan Embacher, Silber an Paweł Wąsek und Kacper Tomasiak aus Polen. Bronze sicherten sich Johann André Forfang und Kristoffer Eriksen Sundal aus Norwegen.
Raimund sprang 137, 137,5 und 136 Meter weit. Der letzte Sprung Raimunds, der Deutschland zu dem Zeitpunkt in Führung brachte und womöglich Bronze bedeutet hätte, wurde aufgrund des Abbruchs nicht mehr
gewertet. Wellinger landete nach 127,5, 123,5 sowie nicht mehr
gewerteten 130 Metern.
„Das ist extrem bitter, weil 0,3 ist gar nichts“, sagte Wellinger im Anschluss im ZDF. Zu dem Abbruch des Wettbewerbs sagte Raimund: „Es ist die Aufgabe der Jury. Es ist nicht meine Aufgabe. Dass es so knapp ist, tut weh.“
Deutsches Team insgesamt keine gute Leistung
Zuvor konnte Raimund, obwohl er bisher nie in einem Weltcup gewonnen hatte, Gold im Einzel auf der Normalschanze holen. Sein Erfolg überdeckt aus deutscher Sicht die insgesamt enttäuschende Bilanz der Skisprungwettbewerbe. Weder bei den Männern noch bei den Frauen gelang in den weiteren Entscheidungen ein Podestplatz. Zuletzt hatte es für die deutschen Skispringer bei Winterspielen 2010 in Kanada eine Medaille gegeben, als das Team um Martin Schmitt Silber im Mannschaftswettbewerb gewann.
Der Super-Team-Wettbewerb wurde im Val di Fiemme erstmals ins olympische Programm aufgenommen. Anders als im klassischen Teamspringen mit vier Athleten trat jede Nation mit zwei Springern an. Die Springer der besten Teams absolvierten jeweils drei Sprünge.
