Der Buchladen Rote Straße in Göttingen ist eine von 118 Buchhandlungen, die in diesem Jahr von der Jury für den Deutschen Buchhandlungspreis ausgewählt worden war. Ausgezeichnet wurden aber nur 115. Drei, darunter auch der Buchladen aus Göttingen, waren zuvor von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer von der Liste gestrichen worden, weil zu ihnen „verfassungsschutzrelevante Erkenntnisse“ vorgelegen hätten, wie Weimers Haus der SZ mitteilte. Dass der Verfassungsschutz Buchhandlungen ausleuchtet, von denen bislang keine bekannte Gefahr für die freiheitlich-demokratische Grundordnung ausging, ist schon an sich erstaunlich. Noch erstaunlicher ist, dass der Anlass dafür eine Preisnominierung ist. Ein Anruf bei Mechthild Röttering, einer der beiden Geschäftsführerinnen des Buchladens.
