Stint – kleiner Fisch aus Elbe und Weser

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Lang erwartet: Der Stint ist wieder da! (2 Min)

Stand: 12.03.2026 14:02 Uhr

Er riecht nach Gurke und trägt daher auch den Beinamen „Gurkenfisch“: der Stint. Der zarte kleine Fisch kommt in Elbe und Weser vor und hat nur im Frühjahr kurz Saison.

Der etwa 15 bis 20 Zentimeter lange Stint ist mit dem Lachs verwandt und lebt in den europäischen Küstengewässern. Zwischen Februar und April wandern die Schwärme – wenn die Wassertemperatur fünf bis neun Grad beträgt – von der Nordsee in Elbe und Weser flussaufwärts, um zu laichen. Die Fische halten sich nur wenige Wochen in den Flüssen auf, entsprechend kurz ist die Stint-Saison.

Wie wird Stint gegessen?

Stint

Stint wird meist gebraten serviert, Gräten und Schwanz kann man problemlos mitessen.

Die Norddeutschen genießen den kleinen Fisch traditionell meist gebraten: Dazu wird er nach dem Ausnehmen in Roggenmehl gewendet und zusammen mit Speck in Butter gebraten. Als Beilage gibt es meist Bratkartoffeln. Stint eignet sich außerdem zum Räuchern, Grillen oder süß-saurem Einlegen. Die Gräten und der Schwanz sind so zart, dass sie mitgegessen werden können.

Stint-Bestände nehmen ab

Einst kam der Stint vor allem in der Elbe in großen Mengen vor. Daran erinnern noch Straßennamen wie „Stintfang“ in Hamburg oder „Stintmarkt“ in Lüneburg. Später war er dort wegen der starken Wasserverschmutzung jahrzehntelang fast vollständig verschwunden. Nachdem sich die Wasserqualität in den 90er-Jahren deutlich verbessert hatte, kehrte der Fisch zurück. Doch in den vergangenen Jahren wurde immer weniger Stint gefangen. Wissenschaftler führen das unter anderem auf die Trübung des Elbwassers und Sauerstofflöcher infolge der Elbvertiefung sowie Begradigungen des Flusses zurück.

Warenkunde

Auf einem Stück Pergamentpapier liegen eine Forelle, zwei Lachssteaks und eine halbierte Zitrone.

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