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Im sogenannten Live-Cockpit der Anwendung werden sämtliche Informationen zum Verbleib der Ladungsträger zusammengeführt, was die Überwachung und Steuerung im Stückgutnetzwerk deutlich vereinfache, so die Logistikbude. Die Reatil Boxen, ein eigens entwickelter Ladungsträger, soll den sicheren Transport von Mode-, Lifestyle- und Kosmetikartikeln gewährleisten. Auch für den Transport anderer sensibler und hochwertiger Güter, zum Beispiel aus dem Elektronikbereich, kommt die Retail Box inzwischen zum Einsatz. Dabei handelt es sich um einen robusten, abschließbaren Rollbehälter, der in zwei Größen entwickelt wurde – sowohl in Europaletten- als auch in Halbpaletten-Grundmaß.
Dachser legt Wert auf die durchgängige Nachverfolgbarkeit seines Ladungsträgers – zum einen, um flexibel auf mögliche Lieferverzögerungen aufgrund von Staus oder Streckenänderungen zu reagieren und den Kunden Transparenz über ihre Ware zu gewährleisten – und zum anderen, um sicherzustellen, dass jeder der Mehrwegbehälter auch im Wertschöpfungskreislauf bleibt. Aus dem Grund arbeitet das Unternehmen seit März 2023 mit der Logistikbude zusammen, deren Softwarelösung ein effizientes Management und die Echtzeitnachverfolgung aller Retail Boxen möglich macht. Die Logistikbude digitalisiert und automatisiert die Verwaltung von Paletten, Gitterboxen, Gestellen sowie allen weiteren Ladungsträgern. Damit macht die Lösung der Logistikbude den Standort, den Zustand und Status von Ladungsträgern jederzeit sichtbar.
„Nach der Entwicklung der Retail Box haben wir das System der Logistikbude eingeführt, um eine transparente Nachverfolgung unserer neuen, hochwertigen Ladungsträger zu ermöglichen“, sagte Uwe Riechel, Department Head bei Dachser Fashion Logistics. „Eine pragmatische und zügige Umsetzung war uns bei dem Projekt besonders wichtig. Da wir die Logistikbude bereits als zuverlässigen Partner kennen und die Softwarelösung perfekt unsere Anforderungen bedient, lag es nahe, auch bei diesem Projekt auf die Expertise des Start-ups zu setzen“, ergänzt Riechel. Nach einer kurzen Testphase konnte das Tool bereits binnen weniger Monate implementiert werden – denn bereits die Basisversion der Lösung konnte die Ansprüche von Dachser zufriedenstellen und benötigte lediglich minimale Anpassungen.
Zuvor war das Ladungsträgermanagement für die Retail Box bei Dachser fragmentiert: Informationen waren in verschiedenen Systemen verstreut, was die tägliche Arbeit erschwerte. Die neu implementierte Softwarelösung der Logistikbude führt alle Informationen zu den Retail Boxen in dem Live-Cockpit zusammen. „Mit dem webbasierten Dashboard der Anwendung können wir jederzeit nachvollziehen, wo sich unsere Rollcontainer gerade befinden – und auch seit wann“, erklärt Riechel. Statt Informationen und Daten aus verschiedenen Systemen händisch zusammentragen zu müssen, sammelt die Logistikbude diese Daten also automatisch“, erklärte Riechel.
Der administrative Aufwand habe sich dank der Lösung „deutlich reduziert, während Prozesse einfacher und vor allem transparenter geworden sind“, führte Riechel weiter aus. Für die Mitarbeitenden bei Dachser bedeute das konkret: Weniger Fehlerquellen und mehr Zeit, um sich auf ihre Kernarbeiten zu konzentrieren. „Die effiziente Ladungsträgerverwaltung war für uns ein entscheidender Schritt, um unsere logistischen Prozesse reibungslos zu gestalten und unsere Mitarbeitenden im Alltag zu entlasten“, fasste Riechel zusammen.
Die Informationen, die im zentralen Live-Cockpit der Logistikbude zusammenlaufen, werden von sogenannten NB-IoT-Trackern erfasst und übermittelt. Diese Tracker sind an den Retail Boxen angebracht und senden ihren Status sowie ihren aktuellen Standort über das Mobilfunknetz. So werden sowohl Sendungsdaten als auch Geometriedaten in Echtzeit bereitgestellt. Im Live-Cockpit werden sie dann aufbereitet und nutzerunabhängig bereitgestellt. Ergänzend dazu fließen Live-Scan-Informationen ein, die von Dachser-Fahrern über MDE-Scanner erfasst werden. Zusammen bieten beide Datenquellen die Grundlage für eine präzise Steuerung der Boxen. „Alle wichtigen Informationen können jederzeit abgerufen werden – ortsunabhängig und von allen Verwaltungsmitarbeitenden“, sagt Riechel.
