Stargitarrist der Zugänglichkeit: Lee Ritenour kommt nach Wien – Musik

Hört man den 25-jährigen Lee Ritenour, wir schreiben das Jahr 1977, wie er durch Nummern wie Valdez in the Country oder Bertha Baptist fingertänzelt, erkennt man alle Ingredienzen eines Versierten: punktgenaues Timing, melodische Raffinesse sowie eine elegante Improvisationsstilistik, die die Technik nicht versteckt, aber auch nicht ausreizt. Es war die Zeit der Fusionstilistik in der Nachfolge von Miles Davis: John McLaughlin feierte Ekstasen mit dem Mahavishnu Orchestra, Joe Zawinul tüftelte mit Weather Report in elektronischen Sphären, Chick Corea entwarf Suiten für Return to Forever und Herbie Hancock brachte mit den Head Hunters einen Hauch von Polyphonie in den Funk-Jazz.