Sportartikel: Chinesischer Konzern wird größter Puma-Aktionär

Der chinesische Sportartikelkonzern ‌Anta Sports wird für 1,51 Milliarden Euro größter Aktionär beim deutschen Rivalen Puma. Anta übernehme einen Anteil von 29,06 Prozent von der ‍Investmentgesellschaft Artémis der französischen ​Familie Pinault, teilte das Unternehmen mit. 

Der gebotene Preis von 35 Euro je ⁠Aktie entspreche einem Aufschlag ​von 62 Prozent auf den Puma-Schlusskurs vom Montag. Das Geschäft muss noch von den Wettbewerbsbehörden ⁠und den Anta-Aktionären genehmigt werden.

Puma will globalere Marke werden

Anta kündigte zudem an, nach Abschluss ⁠der Transaktion Sitze im Puma-Aufsichtsrat anzustreben. Man sei überzeugt, dass Puma mit dem chinesischen Unternehmen als größtem Investor seine internationale Wettbewerbsfähigkeit steigern und die Markenbekanntheit ausbauen könne. 

Es ist nicht das erste Mal, dass Anta eine westliche Marke übernimmt. 2019 führte der Konzern ein Konsortium zum ⁠Kauf von Amer Sports, dem Eigentümer des Schlägerherstellers Wilson und des Bergsportspezialisten Salomon. 

Puma hatte zuletzt mit ⁠einer schwächeren Nachfrage zu kämpfen. Im Herbst vergangenen Jahres kündigte das Unternehmen an, bis Ende 2026 rund 900 Stellen in der Verwaltung abzubauen und das Produktportfolio zu verkleinern.