
AUDIO: Endlich aussäen: Diese sechs Gemüsearten klappen garantiert (38 Min)
Stand: 11.03.2026 20:18 Uhr
Der Anbau von Spinat im Garten oder auf dem Balkon ist sehr einfach. Die Aussaat im Freiland ist sowohl im Frühjahr als auch im Spätsommer möglich. Schon nach wenigen Wochen ist es Zeit für die Ernte.
Spinat (Spinacia oleracea) ist ein pflegeleichtes Gemüse, das sich gut für Anfänger eignet. Er wird in der Regel direkt ins Freiland ausgesät und kann schon nach sechs bis acht Wochen geerntet werden. So sind mehrere Ernten pro Jahr auf derselben Fläche möglich. Wer möchte, kann Spinat auch auf der Fensterbank vorziehen.
Wann ist der richtige Zeitpunkt zur Aussaat von Spinat?
Es gibt zwei optimale Zeitpunkte zur Aussaat: im Frühjahr im März oder April und im Spätsommer im Zeitraum von August bis Mitte Oktober. Die Sommermonate sind weniger geeignet, da Spinat bei hohen Temperaturen und viel Licht schnell Blüten bildet und dann bitter und ungenießbar wird. Zudem keimen die Samen bei Temperaturen über 20 Grad nicht zuverlässig.
Die Zeitspanne lässt sich im Gewächshaus oder Frühbeet weiter ausdehnen. Für gutes Wachstum sorgt die Wahl der optimal passenden Sorte, etwa Samen für Früh- oder Spätaussaat, Freiland oder Gewächshaus. Winterspinat ist auch bei niedrigen Temperaturen keimfähig und kann bei einer Aussaat im Herbst unter guten Bedingungen bis in den Frühling hinein geerntet werden.
Spinat richtig säen
Spinat wächst an bestem an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Vor der Aussaat den Gartenboden gründlich lockern und von Unkraut befreien und mit etwas reifem Kompost anreichern. Im Beet – oder auch in einem Kübel auf dem Balkon – zwei bis drei Zentimeter tiefe Saatrillen ziehen und die Samen in einem Abstand von 20 bis 35 Zentimetern säen. Die Rillen schließen, leicht andrücken und die Erde bis zur Ernte gleichmäßig feucht halten.
Während des Wachstums benötigt Spinat keinen weiteren Dünger, er ist ein sogenannter Schwachzehrer, benötigt also wenig Nährstoffe. Zudem kann eine übermäßige Düngung mit stickstoffhaltigem Dünger dazu führen, dass Spinat größere Mengen Nitrat einlagert. Da Spinat rund 30 Zentimeter tief wurzelt und nur die Blätter geerntet werden, lockert er den Boden für folgende Pflanzungen. Spinat sollte nicht ohne Pause mehrere Jahre an derselben Stelle angebaut werden. So wird die sogenannte Fruchtfolge eingehalten und das Gemüse seltener von Krankheiten befallen.
Spinat ernten: Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Die Spinat-Ernte richtet sich nach der geplanten Zubereitung. Junge, zarte Blätter eignen sich auch roh für einen Salat. Größere, feste Blätter werden ohne die dicken Stiele wenige Minuten gegart. Wer beim Ernten nur die äußeren Blätter einer Spinatpflanze knapp über dem Boden abschneidet und das Herz stehen lässt, regt einen erneuten Austrieb an. Spinat möglichst an sonnigen Nachmittagen ernten, dann ist der Nitrat-Gehalt geringer. Der Grund: Bei Sonnenlicht baut die Pflanze Nitrat ab. Wenn sich eine Blüte gebildet hat, sollten die Blätter nicht mehr gegessen werden.
Nach der Ernte bald verzehren
Nach der Ernte Spinat möglichst schnell zubereiten, denn gerade junge Blätter welken schnell. Im Kühlschrank hält er sich zwei bis drei Tage. Spinat kann zur längeren Haltbarkeit blanchiert und eingefroren werden. Gesund ist Spinat allemal, er enthält zahlreiche Vitamine, darunter viel Vitamin C und andere Nährstoffe wie Eisen und Magnesium.




