Spanischer Ölkonzern Repsol will in Venezuela investieren

Diskussion um ReservenSpaniens größter Ölkonzern will in Venezuela investieren

10.01.2026, 16:10 Uhr

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Mehrere Ölkonzerne erklärten bereits, dass der Wiederaufbau der Industrie in Venezuela aufwendig sei. (Foto: AFP)

Vor allem US-Konzerne sollen Präsident Trump zufolge das Milliardengeschäft um venezolanisches Öl wieder ankurbeln. Diese zeigen sich aufgrund der hohen Kosten bislang jedoch zögerlich. Nun erklärt sich Spaniens Repsol bereit, großflächig zu investieren.

Spaniens größter Öl- und Gaskonzern Repsol hat bei einem Treffen von Ölmanagern mit US-Präsident Donald Trump am Freitag (Ortszeit) die Bereitschaft zu Investitionen in Venezuela erklärt. „Wir sind bereit, mehr in Venezuela zu investieren und die Produktion dort in den nächsten zwei bis drei Jahren zu verdreifachen“, sagte Repsol-Chef Josu Jon Imaz im Weißen Haus in Washington.

Die derzeitige Tagesproduktion von Repsol in Venezuela gab der aus dem Baskenland stammende Manager mit 45.000 Barrel (7.155.000 Liter) an, wie in einem von der spanischen Zeitung „El País“ veröffentlichten Video des Treffens zu sehen war. Repsol ist in Venezuela zusammen mit dem italienischen Konzern Eni aktiv.

Trump hatte vor allem Manager von US-Ölkonzernen sowie auch einiger ausländischer Unternehmen wie Repsol und Eni nur wenige Tage nach den Angriffen in Venezuela gedrängt, sich in dem südamerikanischen Land massiv zu engagieren. Nach dem Treffen sprach er von einer Einigung, wonach US-Ölkonzerne mit Hunderten Milliarden Dollar in Venezuela einsteigen würden. Genauer wurde er nicht. Zu Beginn des Treffens, als die Presse noch dabei war, hatte Exxon-Chef Darren Woods jedoch gesagt, die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Venezuela machten Investitionen derzeit unmöglich.

Wiederaufbau dauert Jahre

Venezuela verfügt mit schätzungsweise 303 Milliarden Barrel über die größten Ölreserven der Welt. Es handelt sich dabei vor allem um Schweröl, das nur mit spezieller Technik raffiniert werden kann – mehrere Raffinerien an der US-Golfküste sind darauf spezialisiert. Trotz der enormen Reserven marodiert die Industrie seit mehreren Jahrzehnten.

Gründe dafür sind die Verstaatlichung der Unternehmen durch die sozialistischen Regime von Hugo Chávez und Nicolás Maduro, in deren Folge die US-Regierungen weitreichende Sanktionen und Embargos gegen das Land und seine Industrie verabschiedet hatten. Der Wiederaufbau dürfte laut Experten Jahre dauern und Investitionen in Milliardenhöhe erfordern.

Quelle: ntv.de, gri/dpa