Skispringen: Slowene Domen Prevc gewinnt die Vierschanzentournee

Der slowenische Skispringer Domen Prevc hat zum ersten Mal in seiner Karriere die Vierschanzentournee gewonnen. Der 26-Jährige verpasste auf der Paul-Außerleitner-Schanze in Bischofshofen mit seinen Sprüngen auf 138 und 138,5 Metern jedoch den dritten Tagessieg bei der Tournee. Er landete auf dem zweiten Platz. Den Tagessieg vor 12.500 Zuschauern holte der Österreicher Daniel Tschofenig (137 und 140,5 Meter). Rang drei erreichte der Japaner Ryōyū Kobayashi (137 und 138 Meter).

In der Gesamtwertung der 74. Vierschanzentournee kommt Prevc nach dem vierten Springen auf 1195,6 Punkte und gewinnt damit deutlich vor den beiden Österreichern Jan Hörl (1153,3 Punkte) und Stephan Embacher (1150,6 Punkte). Er ist zugleich der erste Slowene seit der Saison 2015/16, der die Gesamtwertung der Tournee gewinnen konnte. Damals gewann sein Bruder Peter Prevc drei der vier Springen.

„Ich bin total überwältigt von diesen ganzen Emotionen“

Zu seinem Gesamtsieg sagte Prevc nach dem Springen: „Es ist ein ganz besonderer Moment. Ich bin total überwältigt von diesen ganzen Emotionen.“ Auf die Frage, wie er seinen Sieg feiern werde, sagte er: „Jetzt trinke ich echt mal ein Glas Bier. Danach werden meine Feierlichkeiten sein, so viel Schlaf wie möglich zu haben.“

Zu den ersten Gratulanten von Prevc gehörte auch sein Bruder Peter: „Domen liebt es, Ski zu springen. Die Ergebnisse sehen wir jetzt“, sagte der 33-Jährige der ARD. Auch Domens Schwester Nika, die wenige Stunden zuvor im nahen Villach im Frauenskispringen gewonnen hatte, fieberte in Bischofshofen mit: „Ich habe ihm eine kurze Nachricht geschrieben, er hat ein paar Witze gemacht. Ich wünsche ihm alles Gute“, sagte sie vor dem Wettkampf.

Deutschlands bislang letzter Sieger Sven Hannawald schwärmte vom neuen Gesamtsieger der Vierschanzentournee: „Er hat sich mit Bravour durchgesetzt. Am Ende
siehst du in seinem Gesicht, dass eine Befreiung rauskommt.“

Zwei deutsche Skispringer unter den besten Zehn der Gesamtwertung

Im deutschen Team unter Bundestrainer Stefan Horngacher stachen in Bischofshofen erneut Felix Hoffmann (133 und 137 Meter) auf Platz zehn und Philipp Raimund (133,5 und 129,5 Meter) auf Platz zwölf hervor. Pius Paschke (125,5 und 129,5 Meter) landete auf dem 24. Platz. Andreas Wellinger (120,5 Meter) und Karl Geiger (115,5 Meter) schieden im ersten Durchgang als 35. und 45. aus.

In der Gesamtwertung erreichte Hoffmann (1120,3 Punkte) Platz sechs und Raimund (1089,6 Punkte) Platz acht. Paschke (838,4 Punkte) landete auf Platz 23.