Skispringen: Reisch baut DSV-Podestserie aus, Prevc unschlagbar

 Agnes Reisch beim Weltcup-Springen in Villach

Stand: 06.01.2026 17:59 Uhr

Deutschlands Skispringerinnen bejubeln in Villach den nächsten Podestplatz. Die Top-Springerin Nika Prevc ist dort erneut nicht zu schlagen.

Die Podestserie der deutschen Skispringerinnen geht im Schneefall von Villach weiter. Auch im fünften Springen in Serie schaffte es eine Deutsche unter die besten drei im Weltcup. Am Dienstagnachmittag (06.01.2026) war das Agnes Reisch, die auf Katharina Schmid und Selina Freitag (zuletzt 3x) folgte.

Einmal mehr nicht zu schlagen war die Slowenin Nika Prevc. Die 20-Jährige feierte in Villach mit insgesamt 248,8 Punkten ihren bereits 29. Weltcupsieg. Dieses Mal allerdings mit der Winzigkeit von 0,6 Punkten vor der Österreicherin Lisa Eder (248,1 Punkte) und eben der Allgäuerin Reisch (240,9). Prevcs Gegnerinnen kommen langsam näher. Selina Freitag, am Vortag noch Dritte, wurde am Dienstag Vierte (236,5).

Agnes Reisch bereits zur Halbzeit auf Podestkurs

Schon zur Halbzeit war Agnes Reisch dank eines 90,5-Meter-Sprungs Dritte. „Spaß haben“ wollte sie danach im zweiten Durchgang, sie war ja in Villach schon gestürzt und wollte an diesem Wochenende „Frieden schließen“ mit der Schanze.

Das ist ihr durchweg gelungen, mit einem breiten Grinsen freute sie sich über den erst zweiten Weltcup-Podestplatz ihrer Karriere. „Ich kriege mit jedem Sprung mehr Vertrauen in die Schanze. So stelle ich mir Skispringen vor“, sagte Reisch in der Sportschau.

Freitag: Reisch „bombastisch stark“, Schmid Zehnte

Hinter Reisch schafften eben auch die Vierte Freitag und Katharina Schmid Top-Ten-Platzierungen. „Ich habe einen richtig coolen Wettkampf gemacht“, sagte Freitag. „Ich freue mich auch für die Agnes, dass sie jetzt auf dem Podest stehen kann. Sie hatte hier schon öfter Schwierigkeiten und hat sich da wehgetan. Es ist bombastisch stark, wenn du dann vom Kopf frei bist und Freundschaft schließen kannst mit der Schanze.“

Schmid wurde wie am Vortag Zehnte (224,8). Mit einem Lächeln verabschiedete auch sie sich von Villach. Sie beendet ihre Karriere nach dem Winter und war auf der kleinen Schanze zum letzten Mal angetreten.

Juliane Seyfarth wurde nach einem schwächeren zweiten Sprung 23., Julina Kreibich und Emely Torazza verpassten das Finale der Top 30 deutlich. „Was mir gerade so ein bisschen fehlt, ist der Flow, dass ich weiß, es funktioniert einfach“, sagte Seyfarth. Positiv stimmt sie dagegen, dass sie sich – wie Reisch – auch in Villach von Tag zu Tag verbessern konnte.