Skirennläufer Luis Vogt muss seine Saison noch vor dem Weltcup in Garmisch-Partenkirchen verletzungsbedingt beenden. Der 24-Jährige zog sich beim Abschlusstraining für die Abfahrt auf der Kandahar am Freitag eine starke Überdehnung des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie zu. Ein operativer Eingriff ist zwar nicht notwendig, das Knie muss aber ruhiggestellt werden.
Er habe „an der Einfahrt Eishang die Position am Tor verloren“, sagte Vogt nach dem Zwischenfall im Training. Dass ihn die Verletzung um die Heimrennen bringe, nannte er „extrem bitter und ärgerlich“. Andererseits ergänzte er, „hätte es schlimmer kommen können.“ Er werde sich jetzt auf die Rehabilitation konzentrieren.
Der Speed-Spezialist hatte bereits Olympia verpasst, obwohl er die nationale Norm als Achter beim Abfahrtsklassiker von Kitzbühel kurz vor den Winterspielen noch erfüllt hatte. Das Ergebnis aber kam zu spät, eine Ausnahmegenehmigung wurde ihm vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) verweigert.
Beim Training am Freitag stürzte außerdem der Franzose Nils Alphand. Wie sein Verband bekannt gab, hat er sich eine Schultereckgelenksprengung und eine Rippenverletzung zugezogen.
In Garmisch findet am Samstag zunächst eine Abfahrt statt, am Sonntag (beide 11.15 Uhr/ARD und Eurosport) dann ein Super-G. Beide Rennen wurden wegen der warmen Temperaturen um eine halbe Stunde nach vorn verlegt.
