„Sind wir ein Alpenverein?“: FC Bayern nimmt Wintereinbruch mit Humor – so steht es um das Frankfurt-Spiel

Seit etwas mehr als anderthalb Jahren wohnt Vincent Kompany mittlerweile in München – nun hat der Trainer des FC Bayern seine Wahlheimat von einer neuen Seite kennengelernt. Am Donnerstag meldete sich der Winter zurück in der bayerischen Landeshauptstadt und zuckerte auch das Trainingsgelände des Rekordmeisters an der Säbener Straße ordentlich ein.

Obwohl Mitarbeiter des Klubs fleißig versuchten, den Platz freizuräumen, war an eine normale Einheit nicht zu denken. „Ich will nicht, dass ihr heute ein Risiko eingeht“, lautete die Vorgabe von Kompany an seine Spieler, die im Harlachinger Schneetreiben immerhin ein paar Spielformen absolvieren konnten, bevor es früher als geplant wieder zurück in die Kabine ging.

Bild vom Freitag: Nachdem sie den Trainingsplatz vom Schnee befreit hatten, versammelten sich die Mitarbeiter des FC Bayern mit Vincent Kompany zu einem Erinnerungsfoto.
Bild vom Freitag: Nachdem sie den Trainingsplatz vom Schnee befreit hatten, versammelten sich die Mitarbeiter des FC Bayern mit Vincent Kompany zu einem Erinnerungsfoto.
© FC Bayern
Bild vom Freitag: Nachdem sie den Trainingsplatz vom Schnee befreit hatten, versammelten sich die Mitarbeiter des FC Bayern mit Vincent Kompany zu einem Erinnerungsfoto.

von FC Bayern

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Der Bayern-Trainer nahm es mit Humor. „Gestern hatte ich zum ersten Mal das Gefühl: Ich weiß nicht, ob wir ein Alpenverein sind“, scherzte Kompany am Freitag bei der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (Samstag, 15.30 Uhr/Sky). Für den Belgier war der heftige Wintereinbruch eine neue Erfahrung. „Ich bin mit dieser Situation nicht aufgewachsen. Ich habe mir Rat von den österreichischen und bayerischen Kollegen geholt“, sagte der 39-Jährige.

Kompany: „Hier wird anders mit Schnee umgegangen“

„Wir haben das ganz schnell gelöst, haben nicht so weitertrainiert, wie geplant, weil es zu gefährlich gewesen wäre. Trotzdem haben wir unsere Läufe gemacht und physisch alles gemacht, was wir wollten. Hier wird aber anders mit Schnee umgegangen“, scherzte Kompany weiter.

Dies galt auch für seinen Assistenten und engen Freund Rodyse Munienge. Der Co-Trainer genießt in Fankreisen längst Kultstatus und wurde bereits mit dem Spitznamen „Mr. Aura“ bedacht. Warum? Weil er – völlig unabhängig von der Wetterlage – immer kurze Hosen trägt. So auch im dichten Schneetreiben am Donnerstag:

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Für die zweite Mannschaft der Münchner hatte der Wintereinbruch tatsächlich Konsequenzen. Nachdem es über Nacht knapp zehn Zentimeter geschneit hat, wurde das für Freitagabend im Grünwalder Stadion angesetzte Regionalligaspiel gegen die SpVgg Unterhaching abgesagt.

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Auch in Fröttmaning, wo die Allianz Arena steht, hat es ordentlich geschneit. Damit das Heimspiel gegen Frankfurt wie geplant ausgetragen werden kann, hat der Verein bereits Maßnahmen ergriffen. Auf der offiziellen Webcam der Arena konnte man am Freitag verfolgen, wie die Greenkeeper den Platz freigeräumt haben. Dank der Rasenheizung wurde das Grün im Laufe der Zeit vom Schnee befreit. Zudem kamen spezielle, pink leuchtende Rasenlampen zum Einsatz. Um die Sicherheit der Zuschauer am Spieltag zu gewährleisten, wurde das Dach der Arena außerdem durch Kletterer vom Schnee befreit.

In der Allianz Arena kamen spezielle Rasenlampen zum Einsatz, um den Platz von Schnee und Eis zu befreien.
In der Allianz Arena kamen spezielle Rasenlampen zum Einsatz, um den Platz von Schnee und Eis zu befreien.
© FC Bayern
In der Allianz Arena kamen spezielle Rasenlampen zum Einsatz, um den Platz von Schnee und Eis zu befreien.

von FC Bayern

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Heimspiel gegen Frankfurt: Wetterprognose für Samstag ist positiv

Von Bayern-Seite wird also alles dafür getan, dass die Partie gegen die Eintracht am Samstag wie geplant über die Bühne gehen kann. Die letzte Schnee-bedingte Absage eines Pflichtspiels gab es Anfang Dezember 2023 gegen Union Berlin. Damals hatte die bayerische Landeshauptstadt ein noch deutlich heftigerer Wintereinbruch als dieses Mal ereilt. Da die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) schlussendlich keine sichere und ordnungsgemäße Anreise der Fans nach Fröttmaning mehr gewährleisten konnte, wurde die Partie nach Rücksprache mit der Deutschen Fußball-Liga (DFL) verlegt.

Dass es am Samstag wieder so weit kommt, ist unwahrscheinlich. Schon im Laufe des Freitags setzte Tauwetter ein, sodass die Straßen weitgehend schneefrei waren. Weiterer Schneefall ist nicht vorhergesagt, am Spieltag soll das Thermometer auf bis zu sieben Grad steigen.