Silvia Salis ist nicht nur redensartlich eine Powerfrau: Sie war zehnmal italienische Meisterin im Hammerwerfen und zweifache Olympiateilnehmerin. Nach ihrem verletzungsbedingten Abschied aus dem Wettkampfsport wurde sie Vizepräsidentin des Nationalen Olympischen Komitees Italiens. Doch dann entdeckte die Tochter eines kommunistischen Vaters, der als Platzwart in der Sportanlage in Genua arbeitete, wo sie einst trainierte, die Politik: Als Spitzenkandidatin der zuvor heillos zerstrittenen Linken eroberte sie Ende Mai dieses Jahres ihre Heimatstadt, die Hafenmetropole Genua, wieder für die Linke, nachdem diese acht Jahre lang von der Rechten regiert worden war. Und das gelang ihr als politische Quereinsteigerin gleich im ersten Wahlgang, ohne Stichwahl.
