Mit zahllosen öffentlichen und privaten Feuerwerken haben die Menschen in Deutschland um Mitternacht das Jahr 2026 begrüßt. Dabei kam es in Berlin erneut zu Angriffen auf Polizisten und Sanitäter. In Neukölln in der Hermannstraße und in Moabit hätten Menschen mit Feuerwerksraketen und Böllern auf Einsatzkräfte geschossen und geworfen, sagte Polizeisprecher Florian Nath. Bei Festnahmen von mutmaßlichen Tätern habe es weitere Angriffe gegeben.
In Spandau sollen Menschen durch die Explosion einer Kugelbombe verletzt worden sein. Genaueres war nach Angaben der Polizei zunächst nicht bekannt.
Feier am Brandenburger Tor auch ohne Bühnenshow
Nahe dem Brandenburger Tor auf der Straße des 17. Juni feierten Zehntausende Menschen gut gelaunt bei der offiziellen Freiluftparty der Hauptstadt. Die kostenlosen Eintrittskarten waren schnell vergeben worden. 25.000 Tickets standen zur Verfügung.
Die Party mit DJs hatte gegen 22 Uhr begonnen. Das siebeneinhalbminütige Feuerwerk um Mitternacht wurde vom Ersten live übertragen. Die in den vergangenen Jahren übliche Silvesterfeier mit Bühnenshow und Bands am Brandenburger Tor war vom Veranstalter abgesagt worden, nachdem das Land Berlin die öffentlichen Zuschüsse gestrichen hatte.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatte in den vergangenen Monaten immer wieder betont: „Für uns war völlig klar: Wir wollen, dass am Brandenburger Tor etwas stattfindet.“ Es sei wichtig, dass es neben den Bildern vom Jahreswechsel aus Sydney und New York auch solche aus Berlin gebe.
ZDF verlagert Show nach Hamburg
Die ZDF-Silvestershow fand in diesem Jahr erstmals nicht vor dem Brandenburger Tor in Berlin, sondern auf einer schwimmenden Bühne im Hamburger Hafen statt. Bei „Silvester in Concert“ wurde bei regnerischem Wetter das Jahr 2026 begrüßt. Um Mitternacht gab es ein spektakuläres Feuerwerk, das von Schleppern auf der Elbe hinter der Bühne abgefeuert wurde.

Toter am Duisburger Hauptbahnhof
Am Silvesterabend kam am Duisburger Hauptbahnhof bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern ein 67-Jähriger ums Leben. An einem Bahnsteig hatte ein 39 Jahre alter Mann auf den Älteren körperlich derart „massiv eingewirkt“, dass dieser das Bewusstsein verlor. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Duisburg mit. Eine Mordkommission wurde eingerichtet, der Tatverdächtige vorläufig festgenommen. Erst eine Obduktion könne klären, was letztlich zum Tod des Mannes geführt habe, sagte ein Sprecher der Polizei.
