Siegesserie fortgesetzt – THW Kiel setzt sich bei Bidasoa Irun durch

Andreas Wolff (THW Kiel) ballt die Faust.

AUDIO: THW Kiel mit souveränen Auswärtssieg (1 Min)

EHF European League

Stand: 24.02.2026 23:25 Uhr

Der THW Kiel hat seine Siegesserie in der Handball-European-League fortgesetzt. Am Dienstagabend gelang ein 37:32 (18:15) beim spanischen Traditionsclub Bidasoa Irun. Es war im achten Spiel des Wettbewerbs der achte Sieg für den deutschen Rekordmeister.

von Christian Görtzen

Der THW verteidigte durch den Erfolg beim Champions-League-Gewinner von 1995 den ersten Platz in der Hauptrundengruppe 1. Die „Zebras“ sind mit 8:0 Punkten auf dem besten Weg, sich als Erster direkt für das Viertelfinale zu qualifizieren und sich eine Spielrunde zu ersparen. Die Zweit- und Drittplatzierten der vier Gruppen ermitteln in Play-off-Spielen die weiteren Teilnehmer an der Runde der letzten Acht.

Auf Rang zwei in der Gruppe liegt weiterhin die SG Flensburg-Handewitt, die zuvor am Dienstagabend einen Heimsieg gegen Montpellier HB gefeiert hatte. Das Team von Trainer Filip Jicha trifft schon in der kommenden Woche erneut auf Irun. Am kommenden Dienstag (18.45 Uhr, im NDR Livecenter) ist Bidasoa zu Gast in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt.

Ergebnisse und Tabelle Handball EHF European League 2025/2026 Gruppe 1.

Starke Kieler Antwort auf verpatzten Start

Der Auftakt in der Artaleku-Arena ging für die Kieler ziemlich daneben. Drei Minuten waren gespielt, und der deutsche Rekordmeister lag bei den Basken mit 0:3 hinten. Die Reaktion darauf war dann aber auch richtig stark: Der THW antwortete mit einem eigenen 5:0-Lauf. Drei Treffer von Bence Imre sowie je einer von Domgoj Duvnjak und Eric Johansson sorgten dafür. Möglich gemacht wurde der Lauf aber auch durch eine jetzt wache, besser zupackende Deckung, hinter der Schlussmann Gonzalo Perez de Vargas immer besser in die Partie fand.

Der spanische Nationaltorwart im Team der Kieler wehrte auch bald darauf einen Siebenmeter von Gorka Nieto Marcos ab. Insgesamt taten sich die Gastgeber nun schwer gegen die 3-2-1-Deckung der Norddeutschen. Mit der Folge, dass sich der THW vom zweimaligen spanischen Meister (1987, 1995) durch einen von Rune Dahmke abgeschlossenen Gegenstoß auf 13:8 absetzte (20.).

Bei eigener 16:12-Führung rückte Andreas Wolff kurz ins THW-Tor, um wenig später jubelnd wieder zur Ersatzbank zurückzukehren: Er hatte soeben den Siebenmeter von Iñaki Cavero Echepare pariert. Zur Pause führte Kiel aber „nur“ noch mit drei Toren gegen den baskischen Top-Club, für den einst auch der deutsche Bundestrainer Alfred Gislason gespielt hat (1989-1991).

„Zebras“ ziehen durch 4:0-Lauf davon

Drei Minuten nach Wiederbeginn lieferte Wolff auch bei seinem zweiten Kurzeinsatz einwandfreie Arbeit ab. Cavero Echepare ließ sich durch die Bewegungen des Keepers so beeindrucken, dass er den Ball an den Außenpfosten warf. Diesmal blieb der Deutsche im Tor. Und seine Paraden trugen stark dazu bei, dass sich die Norddeutschen deutlich absetzten. Ein 4:0-Lauf führte zur 30:24-Führung (47.).

Kiel ließ sich danach den Gewinn der beiden Punkte nicht mehr nehmen. Erfolgreichster THW-Profi war Imre mit sieben Treffern.

Cheftrainer Ales Pajovic (SG Flensburg-Handewitt) an der Seitenlinie.

European League

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