Worum geht’s: Ein Flugzeug stürzt auf einer unbewohnten tropischen Insel ab. Zwei Dutzend Kinder und Jugendliche, alles Jungs, überleben körperlich unverletzt. Und müssen in dieser Adaption von William Goldings Coming-of-Age-Roman „Herr der Fliegen“ zusehen, wie sie auf sich gestellt zurechtkommen – vor allem auch miteinander.
Heimlicher Star: der Dschungel auf der kleinen Insel, von dem es den Anschein hat, als würde er mit gelassener Neugier beobachten, was die Jungs mit und in ihm veranstalten.
Nicht geeignet für: Menschen, die sich vor Spinnen und Insekten gruseln. Stefan Fischer
Vier Folgen auf Wow.

Worum geht’s: Eine Gruppe Azubis raubt ihren Arbeitgeber aus, eine fiktive Berliner Bank. Das Problem: Der Mastermind hinter dem Ganzen, Fast-noch-Teenager Yusuf Arslan (Eren M. Güvercin) wird gefasst. Wer hat ihn verraten? Und wie kommt er da wieder raus? Ein Anti-Krimi wie ein Rausch.
Heimlicher Star: Yusufs kleiner Bruder Soner (Momo Ramadan), der für sein junges Alter entschieden zu viel weiß von den Verbrechen und in Profi-Manier die anderen Täter warnt.
Nicht geeignet für: Feinde schneller Schnitte und Menschen, die mit Berlin so gar nichts anfangen können. Max Fluder
Sechs Folgen auf HBO Max.

Worum geht’s: In einer Badewanne in einem Bostoner Appartement wird eine stark verweste Leiche gefunden. Acht Wochen vorher lernen sich Ciara Wyse (Dove Cameron) und Oliver Kennedy (Avan Jogia) kennen. Beide verbergen Geheimnisse – auch voreinander. Bahnt sich da etwa ein toxisches Beziehungsdrama an?
Heimlicher Star: der Ermittler Karl Connolly (Dorian Missick), der aus seiner schlechten Laune keinen Hehl macht. Und niemand trägt einen lässigeren Style als er.
Nicht geeignet für: alle, die langsam genug haben von heteronormativen Schönheitsbildern und toxischen Beziehungen. Nina Schieben
Acht Folgen, auf Amazon Prime.

Worum geht’s: Shane und Ilya sind professionelle Eishockeyspieler, Erzrivalen auf dem Eis – aber finden sich gegenseitig leider auch ganz schön sexy. Was als Affäre beginnt, geht bald tiefer. So beginnt ein Versteckspiel voller verstohlener Momente in einer toxischen Sportwelt. Und die Suche nach der eigenen Identität.
Heimlicher Star: der zurückhaltende Schnitt. Durch lange Einstellungen oder gänzlich ungeschnittene Szenen können die Hauptdarsteller Connor Storrie und Hudson Williams strahlen. Ihre Chemie trägt die ganze Serie.
Nicht geeignet für: Eishockey-Puristen. Vom Sport sieht man nämlich fast nichts, und wenn doch, dann wird es mit den Regeln nicht so richtig genau genommen. Marie Gundlach
Sechs Folgen auf HBO Max.
Oderbruch Staffel 2

Worum geht’s: Aus der toll düsteren Staffel eins sind nicht mehr alle am Leben, dafür muss Maggie Kring (Karoline Schuch) ihre Tochter suchen, von deren Existenz man am Ende erfahren hat. Die bösen Vampire wollen sie in ihr Zuchtprogramm holen, denn die Spezies ist ziemlich runter. Die guten Vampire (neu dabei: Sabin Tambrea) versuchen derweil, die Herrschaft zu erlangen und eine Existenz aufzubauen, bei der sie keine Menschen töten müssen. Selbstfindung mit Entzugserscheinung. Und Stanisław Zajak (Lucas Gregorowicz), der inzwischen aus dem Polizeidienst gefeuert ist und selber gesucht wird, ermittelt auf eigene Faust. Das alles spielt jetzt hauptsächlich in Spanien, warum auch immer.
Heimlicher Star: ein hässlicher Hund namens Puntito. Oder doch das Hemd von Lucas Gregorowicz, immer strahlend weiß, so wie es sich gehört, wenn man die Welt retten muss.
Nicht geeignet für: Menschen, die keine Nadeln in Venen sehen können. Ein Vampirsnack zwischendurch wird hier achtsam am lebenden Objekt gezapft. Claudia Tieschky
Sechs Folgen, ARD-Mediathek.
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