Sechste Niederlage in der BBL: Trier unterliegt Alba Berlin im Verfolgerduell

Martin Hermannsson (Alba Berlin) im Zweikampf mit Maik Zirbes (Gladiators Trier).

Stand: 02.02.2026 23:07 Uhr

Alba Berlin gelingt die Revanche. Dabei dominierte Trier die erste Halbzeit. Doch dann wurden die Berliner immer besser und brachten Trier die zweite Heimspiel-Niederlage bei.

Trier startete mit hohem Tempo und hoher Trefferquote in die Partie. Berlin lief von Anfang an einem teilweise deutlichen Rückstand hinterher. Erst zum Ende der zweiten Halbzeit findet Berlin besser ins Spiel und kämpfte sich zum 54:47 Halbzeitstand heran. Im dritten Viertel gelang Alba der Ausgleich. Im Schlussviertel spielten die Berliner ihre Stärken in der Defensive und bei den Offensiv Rebounds aus. Trier verlor mit 92:99.

Die Partie begann mit Verspätung, denn zunächst landeten hunderte Kuscheltiere im Rahmen einer Benefiz-Aktion auf dem Spielfeld. Die Gladiators waren gegen die Albatrosse von Beginn an alles andere als in Kuschellaune. Jordan Roland eröffnete die Partie gegen den Tabellen-Zweiten aus der Hauptstadt mit einem Dreier – viele sollten noch folgen. Berlin aber direkt wach, bemüht die Schmach der Heimniederlage vom zweiten Spieltag wettzumachen.

Malte Delow (Alba Berlin) im Zweikampf mit Dexter Akanno (Gladiators Trier).

Die Gladiators – zur Freude der 5.400 Zuschauer in der ausverkauften Arena Trier – präsentierten aber ihren mittlerweile berüchtigten High-Speed-Basketball. Berlins Trainer Pedro Calles sah bald Gesprächsbedarf und bat seine Albatrosse bereits nach fünf Minuten und 18 kassierten Punkten zum Time-out. Die kleine Standpauke zeigte Wirkung – Alba fand besser rein.

Doch Trier hielt das hohe Niveau und dem Druck der Berliner stand. Nach neun Minuten standen schon 30 Punkte auf dem Konto der Gladiators.

Trier mit überragender Dreier-Quote

Im zweiten Viertel kämpfte sich Berlin zunächst heran. Die Partie wurde hitzig: Die Fouls wurden mehr, die Trefferquote sank. Jordan Roland warf mit seinen Dreiern den Scoring-Motor der Trierer wieder an.

Weil auch Urald King und Behnam Yakhchali die Distanzwürfe trafen, erhöhten die Gladiators den Vorsprung zwischenzeitlich auf 15 Punkte. Die Albatrosse zeigten aber, warum sie auf Platz zwei der Bundesliga-Tabelle stehen. Triers Defensive schwächelte. Der Halbzeitstand: 54:47.

Behnam Yakhchali (Gladiators Trier) im Zweikampf mit Moses Wood (Alba Berlin).

Ausgleich nach dem dritten Viertel

Der Aufwärtstrend von Berlin setzte sich nahtlos in Hälfte zwei fort. Der Führungswechsel lag in der Luft. Mit der Heimkulisse im Rücken konnten die Gladiators aber immer wieder mit getroffenen Dreiern fiese Nadelstiche ins Gefieder der Albatrosse setzen. Die beeindruckende Trefferquote lag zu diesem Zeitpunkt bei 62 Prozent. Weil Trier aber viele Turnover zuließ, konnte Berlin kurz vor Ende des Viertels zum ersten Mal ausgleichen. Mit 73:73 ging es in die Schlussphase.

Jacques Schneider (Gladiators Trier) mit seinem Team in der Auszeit.

Berlin souverän im Schlussviertel

Alba startete besser ins Schlussviertel und ging zum ersten Mal in dieser Partie in Führung. Jordan Roland konterte mit einem Dreier. Alba blieb aber in der Defensive bissig und bei den Offensiv-Rebounds stark. 23 Feldwürfe mehr für Alba zählten die Statistiker. Alba zog immer weiter davon und siegte schlussendlich in Trier mit 99:92. Triers Center Marten Linßen: „Alba hat einfach einen guten Job gemacht. Wir haben zu viele Turnover und Offensiv-Rebounds zugelassen.“